19.02.2018 - 10:05

Schweden forscht in eigenen Minen nach Kobalt & Co.

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Die schwedische Regierung investiert 10 Mio Kronen (1 Mio Euro) in die Erforschung der Vorkommen und Fördermöglichkeiten von Mineralien wie Kobalt und Lithium im eigenen Land. Besonders die Region Bergslagen soll Potenzial für die Gewinnung solcher Mineralien bieten.

Erste Ergebnisse werden für die erste Jahreshälfte 2020 erwartet. Ausgangspunkt des Projekts ist eine Studie der Geological Survey of Sweden (SGU), wonach es „in Schweden ein großes Potential zur Gewinnung vieler wichtiger innovativer Ressourcen inklusive Graphit, Lithium, Seltene Erden, Wolfram etc. gibt“. Die Regierung des Landes ist angesichts dieser Studie hellhörig geworden und unterstützt nun weitere Forschungen auf diesem Gebiet, um der wachsenden Nachfrage des E-Mobilitätssektors und anderer Technologiebranchen Rechnung zu tragen.

Speziell die traditionelle Bergbauregion Bergslagen nahe Stockholm und nördliche Regionen von Västerbotten und Norrbotten werden nun unter die Lupe genommen. Mikael Damberg, Minister für Unternehmen und Innovation, vergegenwärtigt in einem Interview mit „The Local“, dass die Nachfrage nach etlichen Mineralien explosionsartig steigen wird. „Europa muss sich Gedanken darüber machen, ob es wirklich gesund ist, derart importabhängig von beispielsweise dem Kongo zu sein, wo Rohstoffgewinnung unter teils katastrophalen Bedingungen stattfindet.“

Die Demokratische Republik Kongo verfügt über die mit Abstand größten Kobalt-Reserven weltweit. Das afrikanische Land will die Lizenzgebühren für Kobalt demnächst mehr als verdoppeln, indem es Kobalt im Zuge des E-Auto-Booms als „strategische Substanz“ einstuft und die Abgabe für den Export des Metalls von zwei auf fünf Prozent erhöht. Das dürfte große Auswirkungen auf den Weltmarkt haben.

Speziell die Nachfrage nach Kobalt ist deshalb zuletzt stark gestiegen. Viele Autohersteller und deren Heimatländer drängen darauf, ihre Versorgung sicher zu stellen oder ihren eigenen Verbrauch zu drosseln. Ein Beispiel für Letzteres ist Samsung. Die Südkoreaner wollen zunehmend Kobalt aus gebrauchten Smartphones recyceln und gleichzeitig die Entwicklung nahezu kobaltfreier Batterien vorantreiben.
thelocal.se

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