19.03.2018

Audi kündigt erste Kleinserie mit Brennstoffzelle an

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Audi plant nach Angaben von Vorstandschef Rupert Stadler für 2020 eine erste Kleinserie mit Brennstoffzellen-Fahrzeugen. Perspektivisch ist zudem auch eine Serienversion der auf der IAA 2017 präsentierten autonom fahrenden Elektro-Studie Aicon vorgesehen.

Elektromobilität ist auch bei Audi inzwischen zu einem Schlüsselwort geworden. Stadler macht deutlich, dass Audi bei dem, was er selbst als „gewaltigen Umbruch unserer Branche“ klassifiziert, eine führende Rolle einnehmen will. Zuletzt standen die Ingolstädter vor allem für Schummel-Diesel.

Bekanntlich plant das Unternehmen, bis 2025 rund 20 elektrifizierte Modelle auf den Markt zu bringen. Neu ist nun die Ansage, dass sich Audi auch an der Serienfertigung von Brennstoffzellen-Pkw versuchen will, wenn auch vorerst nur in überschaubarem Rahmen. Stadler kommentiert das Projekt mit den Worten, dass Wasserstoff ein „weiterer perfekter Energieträger für E-Mobilität von morgen“ sei. Bei null müssen die Ingolstädter dabei nicht anfangen: Bereits 2015 stellten sie mit dem A7 h-tron einen Plug-in-Hybrid mit Brennstoffzelle vor.

Ebenfalls mitmischen will Audi auch in puncto autonome Shuttles: So soll die im vergangenen Jahr in Frankfurt präsentierte Studie eines elektrischen, selbstfahrenden Pods namens Aicon zur Serienversion weiterentwickelt werden. Der Hersteller selbst spricht von einer „luxuriösen Lounge für die Langstrecke“, einen Zeitplan nennt das Unternehmen nicht.

Noch dieses Jahr wird mit dem Audi e-tron das erste vollelektrische Serienmodell der Marke von den Produktionsbändern in Brüssel laufen. Inzwischen wissen Interessenten auch, mit was für einem Preis sie rechnen müssen: In Deutschland soll das E-SUV ab 80.000 Euro zu haben sein. Laut Stadler gibt es bereits zahlreiche Bestellungen: „Allein aus Norwegen liegen rund 3.700 Reservierungen vor.“ Wer es noch sportlicher mag und das nötige Kleingeld hat, bekommt mit der Gran-Turismo-Variante noch eine Alternative in Aussicht gestellt, die allerdings voraussichtlich erst 2020 in die Autohäuser kommt. Unklar ist jedoch, ob es sich dabei um den e-tron Sportback handelt. Audi wird ab 2019 nämlich auch sein zweites elektrisch angetriebenes Modell e-tron Sportback in Brüssel fertigen.

Finanziell versucht sich Audi unterdessen Freiräume für neue Technologien zu verschaffen. Finanzvorstand Alexander Seitz spricht von einem „Angriffs- und Transformationsplan“, mit dem die Ingolstädter binnen fünf Jahren zehn Milliarden Euro freisetzen wollen. Damit wolle Audi auch hohe Vorleistungen für die Zukunft von mehr als 40 Milliarden Euro bis 2022 abpuffern. „Ein großer Teil der Vorleistungen geht direkt in die Elektromobilität, in autonomes Fahren und in die Digitalisierung“, so Seitz. Man darf gespannt sein, ob Audi den eigenen Slogan „Vorsprung durch Technik“ bei der Elektromobilität endlich wieder mit Leben erfüllen kann.
audi-mediacenter.com

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19.03.2018 12:28