18.05.2018 - 16:12

Vattenfall-Speicher mit 500 BMW i3-Akkus geht ans Netz

Vattenfall setzt bei seinem bislang größten Batteriespeicher namens „battery@pyc“ auf Elektroauto-Akkus. Der 22-Megawatt-Speicher steht am Standort Pen y Cymoedd in Wales und hat dieser Tage den kommerziellen Betrieb aufgenommen.

Der Speicher soll künftig im Rahmen des Projekts „Enhanced Frequency Response“ das britische Stromnetz stabilisieren. Er besteht aus sechs Containern – in fünf davon sind insgesamt 500 Batterien mit Kapazitäten von je 33 kWh installiert. Dabei handelt es sich um neue Lithium-Ionen-Batterien, die auch im BMW i3 zum Einsatz kommen und die für die stationäre Nutzung adaptiert wurden. In Pen y Cymoedd betreibt Vattenfall zugleich einen 228-MW-Onshore-Windpark. Beide Einrichtungen teilen sich die elektrische Infrastruktur.

Den Zuschlag für den Bau des Speichers hatte Vattenfall vor zwei Jahren vom britischen Übertragungsnetzbetreiber National Grid erhalten. Die Intention hinter der Ausschreibung war, neue Regelleistung zur Sicherung der Stabilität des britischen Stromnetzes zu schaffen. Gunnar Groebler, Chef des Geschäftsbereichs Wind bei Vattenfall, ist überzeugt, dass das Batterieprojekt einen Einblick gibt, wie die digitalisierte und smarte Energiewelt von morgen aussehen wird. „Es ist zudem ein weiterer Baustein in unserem Bestreben, innerhalb einer Generation fossil-frei zu werden.“ Claus Wattendrup, Leiter der Geschäftseinheit Solar & Batteries, stellt zudem in Aussicht, dass Vattenfall ähnliche Synergien auch an anderen Standorten nutzen wolle, an denen das Unternehmen Strom erzeuge. „Solche erneuerbaren Hybridkraftwerke werden künftig eine wichtige Rolle im Energiesystem spielen und wir wollen diese Entwicklung in führender Rolle begleiten.“

Stationäre Speicherprojekte (u.a. auch in der Nähe von Amsterdam und in Hamburg-Bergedorf) sind das eine, aber Vattenfall will in puncto Elektromobilität nicht kleckern, sondern klotzen. Im April gründete der schwedische Energiekonzern eine neue Geschäftseinheit mit dem Ziel, innerhalb von fünf Jahren auch ein führender Anbieter von Ladeinfrastruktur in Nordwesteuropa zu werden und damit einen Umsatz von 1 Mrd Kronen zu erzielen. Vattenfall will sein Angebot an Ladelösungen demnach schrittweise auf neue Märkte wie Großbritannien, Frankreich und Norwegen ausweiten. Bis dato betreibt der Konzern Ladenetze in Schweden, Deutschland und den Niederlanden. Der Konzern ist darüber hinaus Co-Investor beim Bau der Northvolt-Fabrik für Akku-Zellen in Schweden und hat bereits vor einiger Zeit angekündigt, seine gesamte Firmenflotte von rund 3.500 Fahrzeugen bis 2022 durch Elektro- oder Hybridautos zu ersetzen.
group.vattenfall.com

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