12.07.2018

Präzedenzfall: BMW hält künftig 75%-Anteil an China-JV

BMW will seinen Anteil am Joint Venture BMW Brilliance Automotive (BBA) laut „Manager Magazin“ auf mindestens 75 Prozent erhöhen und wäre damit der erste ausländische Autobauer, der die Genehmigung von Chinas Regierung erhält, mehr als die Hälfte an einem JV zu halten.

Die Information hat die chinesische Regierung selbst auf einer ihrer Nachrichtenseiten publik gemacht. Premierminister Li Keqiang sagt dort wörtlich, eine BMW-Mehrheit mit mehr als 50 Prozent an dem Joint Venture sei beispielhaft und der „erste Fall“ in der Autoindustrie. Es heißt sogar, eine Beteiligung von mehr als 75 Prozent sei durchaus denkbar. BMW äußert sich derweil nicht zu den Neuigkeiten. Das Joint Venture feiert dieses Jahr 15-jähriges Bestehen. Aktuell hält BMW 50 Prozent an BBA, 40,5 Prozent gehören Brilliance und die restlichen 9,5 Prozent liegen bei der Stadt Shenyang.

Lockert China seine protektionistischen Prinzipien schneller als gedacht? BMWs Fall könnte dafür sprechen. Gänzlich ohne Joint Venture sollen sich ausländische Autohersteller von Pkw ab 2022 in China niederlassen können. Für Hersteller von Elektroautos und Plug-in-Hybriden (noch dieses Jahr) und von Nutzfahrzeugen (2020) wird der Joint-Venture-Zwang bereits früher aufgehoben.

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Im Zuge des deutsch-chinesischen Wirtschaftsgipfels im Berlin hatten BMW und Brilliance erst Anfang der Woche bekanntgegeben, ihre Partnerschaft mittels eines langfristigen Rahmenvertrags noch auszubauen. Konkret wird BBA ab 2019 die Kapazität seiner beiden lokalen Produktionsstätten in Shenyang auf insgesamt 520.000 BMW-Fahrzeuge hochfahren. Darüber hinaus ist geplant, den von BBA produzierten vollelektrischen BMW iX3 auch in Märkte außerhalb Chinas zu exportieren.

Außerdem knüpft BMW auch mit China-Partner Great Wall noch engere Bande: Das Duo besiegelte ebenfalls im Zuge des Gipfels die Gründung eines geplanten 50:50-Joint Ventures namens „Spotlight Automotive Limited“ in der chinesischen Provinz Jiangsu. Das Unternehmen soll sich auf die Entwicklung und Produktion elektrischer Fahrzeuge in China konzentrieren. Neben dem Elektro-Mini wird das JV auch E-Fahrzeuge für Great Wall herstellen.
manager-magazin.de

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12.07.2018 11:07