13.09.2018 - 17:40

Hessische Polizei testet Elektroautos im Alltag

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In Hessen tut sich einiges in Sachen Elektromobilität: Die Polizei testet dort ab sofort Elektro- und Hybridfahrzeuge auf Alltagstauglichkeit. Das hessische Ladesäulen-Förderprogramm ist bereits zu über der Hälfte ausgereizt. Und ESWE baut aktuell 20 neue Ladesäulen in der Landeshauptstadt Wiesbaden.

Aber der Reihe nach: Die hessische Polizei hat heute die ersten 25 von insgesamt 57 elektrifizierten Fahrzeuge in Empfang genommen. Die restlichen 32 folgen 2019 „in Abhängigkeit der jeweiligen Lieferzeiten der Hersteller“, wie es heißt.

Die Gesamtbestellung umfasst 26 reine Elektroautos und 31 Hybride. Sie werden u.a. auf Polizeirevieren und -stationen als Einsatzwagen mit polizeispezifischer Ausstattung eingesetzt, sollen aber auch in der „zivilen“ Flotte als Kurier- und Logistikfahrzeuge gute Dienste leisten. Die Anschaffungskosten summieren sich auf rund 2,5 Mio Euro, wobei das Hessische Wirtschafts- und Verkehrsministerium sich mit rund 1,8 Mio Euro beteiligt.

Wissenschaftlich begleitet wird das Projekt bis 2020 von der Hochschule für Polizei und Verwaltung. Das Ergebnis soll dann als Entscheidungsgrundlage für die weitere Elektrifizierung des polizeilichen Fuhrparks dienen. An den Dienststellen der Polizei werden unterdessen insgesamt 65 neue Ladepunkte installiert, die von den Bediensteten auch für ihre Privatfahrzeuge mitgenutzt werden dürfen. Insgesamt umfasst der Fuhrpark der hessischen Polizei rund 4.000 Fahrzeuge.

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Unabhängig davon gibt es in Hessen auch einen neuen Stand zur Resonanz auf das im Juni gestartete Ladesäulen-Förderprogramm: Demnach liegen – Stand Ende August – bereits Anträge für 117 Ladepunkte und weitere 20 Schnellladepunkte vor, die noch in diesem Jahr errichtet werden sollen. Damit sind bereits über die Hälfte der für dieses Jahr zur Verfügung stehenden Mittel in Höhe von 1,5 Millionen Euro gebunden.

Das Programm soll Unternehmen zur Umstellung auf Elektromobilität ermutigen: So bekommen Firmen, die auf ihrem Betriebsgelände Ladesäulen aufstellen, 40 Prozent der Investitionskosten erstattet, wobei die Säulen nicht nur der Firmenflotte, sondern auch den Mitarbeitern zur Verfügung stehen sollen. Für 2018 und 2019 zusammen sind 3,5 Mio. Euro im Fördertopf.

Unterdessen hat der Wiesbadener Energiedienstleister ESWE in der hessischen Landeshauptstadt mit dem Aufbau der im Juni angekündigten 20 neuen Ladesäulen begonnen. Diese Woche wurde die erste Station am Kranzplatz vor dem Hotel Schwarzer Bock eröffnet. Bis Ende Oktober sollen die Aufbaumaßnahmen an allen Standorten abgeschlossen sein. Bei den neuen Ladesäulen handelt es sich um Modelle von ABL mit jeweils zwei 22-kW-Ladepunkten.

Die Gesamtkosten liegen der Stadt zufolge bei rund 250.000 Euro, wobei das Land Hessen 100.000 Euro zuschießt. Während die ESWE Installation, Betrieb, Wartung, Instandhaltung und Abrechnung der Säulen übernimmt, stellt die Landeshauptstadt die Parkflächen zur Verfügung. Zusätzlicher Nutzen für Besitzer von Elektrofahrzeugen: Sie dürfen während des Ladevorgangs tagsüber für zwei Stunden kostenlos auf den Flächen parken, nachts sogar zeitlich unbegrenzt.

Die ESWE betreibt aktuell bereits 23 öffentliche Ladestationen mit 38 Ladepunkten an 13 Standorten auf unternehmenseigenen und privaten Flächen – auch in Eltville, Taunusstein, Rüdesheim und Mainz-Kastel.
hessen.de (Polizei), hessen.de (Förderprogramm), eswe-versorgung.de (Wiesbaden)

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