26.09.2018 - 18:10

in-tech rüstet Diesel- zu E-Bussen um / ZF als Partner

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Unter dem Namen e-troFit präsentiert der Münchner Entwicklungsspezialist in-tech eine Lösung für die professionelle Umrüstung von Dieselbussen auf Elektroantrieb. ZF Aftermarket steuert als Systemlieferant die Antriebskomponenten bei und bietet gleichzeitig den Zugriff auf sein weltweites Werkstattnetz.

Laut in-tech ist es weder wirtschaftlich noch nachhaltig, bestehende Busflotten komplett gegen neue Elektrofahrzeuge auszutauschen. Nachrüstung sei die smarte und nachhaltige Alternative zum Neukauf, die Umrüstlösung bis zu 50 Prozent günstiger als ein Neufahrzeug. „Neben den niedrigeren Anschaffungskosten hat e-troFit noch weitere positive Aspekte, denn die Lebensdauer bestehender Fahrzeuge verlängert sich“, äußert Andreas Hager, Leiter der in-tech-Sparte New Mobility Solutions. „Verschleißanfällige Antriebskomponenten werden im Rahmen der Umrüstung ersetzt, und dank der Aufbereitung und Modernisierung des Fahrgastraumes wird ein nachhaltiger „Second-Use“ des Fahrzeugs als Elektrobus möglich.“ Am Ende erhalte der Kunde ein „hochqualitatives und einem Serienfahrzeug vergleichbares Produkt“.

So viel zur Vorrede: Auf technischer Ebene funktioniert die Umrüstung durch die Zusammenarbeit mit Zulieferer ZF. Gemeinsam bieten die Partner für die Umrüstung eine „One-Stop-Shop-Lösung“ an, wie sie es formulieren. Das heißt: ZF liefert mit der Elektroportalachse AxTrax AVE und dem Zentralantrieb CeTrax nicht nur die passenden Produkte, sondern stellt zudem Fachwissen und Werkstattkapazitäten zur Verfügung und fungiert als Handels- und Servicepartner.

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Laut ZF können beide Komponenten direkt in die bestehende Fahrzeugplattform installiert werden, ohne größere Änderungen beim Fahrwerk, den Achsen oder dem Differenzial vornehmen zu müssen. Der Zentralantrieb CeTrax leistet in der Spitze 300 kW sowie 4.500 Nm und lässt sich mit Direkttriebachsen ebenso kombinieren wie mit Niederflurachsen – deckt also sowohl Low-Entry-Busse als auch Niederflurbusse aller Größen ab. Die Elektroportalachse AxTrax AVE eignet sich laut den Friedrichshafenern für die verschiedensten Antriebsarten von Stadtbussen – „ob serieller Hybrid, vollelektrischer Antrieb mit Brennstoffzelle bzw. Batterie oder aus der Oberleitung gespeist“. Der Antrieb erfolge pro Rad durch einen kompakten Asynchronmotor, so dass das Achsgewicht einschließlich der integrierten Motoren gering bleibe. Die maximale Motorleistung gibt ZF mit 250 kW und 22.000 Nm an.

Für Helmut Ernst, Leiter der ZF-Division Aftermarket, kommt e-troFit genau zum richtigen Zeitpunkt: „Die Märkte werden erst im Jahr 2025 so weit sein, die benötigten Kapazitäten an elektrisch betriebenen Fahrzeugen in Serie bereitzustellen. Um die geforderten Klimaschutzziele dennoch zu erreichen, stellt die Umrüstung konventioneller Nutzfahrzeuge auf elektrische Antriebe bis dahin eine hervorragende Möglichkeit dar, um die Städte bei der Elektrifizierung des öffentlichen Personennahverkehrs maßgeblich zu unterstützen.“

Die Verfügbarkeit aller Komponenten vorausgesetzt, beträgt die Umrüstzeit ZF zufolge lediglich vier Wochen. „Bei einer Laufzeit von zehn Jahren spart der E-Bus allein Kraftstoffkosten im Wert von 100.000 Euro ein“, schätzt Andreas Hager. Umgerüstet werden könnten alle Nutzfahrzeuge, die nicht der Abgasnorm Euro 6 entsprechen. Das derzeitige Augenmerk liegt laut Hager hauptsächlich auf den Solo- und Gelenkbussen der großen Hersteller. Zunächst nur in Deutschland, später will in-tech auch den europäischen Markt bedienen. Der inhabergeführte Mittelständler – 2002 gegründet – verfügt akuell über Standorten in Deutschland, Österreich, USA, China, Großbritannien, Tschechien und Rumänien.

Auf der Messe eMove360°, die vom 16. bis 18. Oktobere in München steigt, wird in-tech einen ersten umgerüsteten Bus ausstellen, der im Zuge eines Pilotprojekts mit den Stadtwerken Landshut mit einem E-Antrieb ausgestattet wurde.
in-tech.com (PDF), press.zf.com

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Ein Kommentar zu “in-tech rüstet Diesel- zu E-Bussen um / ZF als Partner

  1. CHris

    Da aber kaum ein Mobilitätsdienstleister seine Fahrzeuge mehr kauft, sondern zu 90% least, wird es zumindest bei den großen Anbietern kaum Bedarf geben. Und die Firmen, die die Fahrzeugen dann „auffahren“ haben nicht die Mittel, sie umrüsten zu lassen.

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26.09.2018 18:10