27.02.2019 - 14:02

Niederlande bei neu zugelassenen E-Pkw in der EU vorn

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Mit einem Elektroauto-Anteil von 5,4 Prozent unter den Pkw-Neuzulassungen waren die Niederlande 2018 Spitzenreiter innerhalb der EU, gefolgt von Österreich, Portugal und Schweden mit jeweils 2,0 Prozent. Das geht aus einer aktuellen Auswertung des VCÖ hervor. Im Europa-Vergleich hat Norwegen mit 31,2 Prozent jedoch den höchsten BEV-Anteil.

Deutschland befindet sich mit 1,0 Prozent erst an achter Position. Und hat neben den bereits aufgezählten EU-Ländern noch Frankreich und Malta mit jeweils 1,4 Prozent sowie Zypern mit 1,1 Prozent vor sich.

In der EU kamen nach den Zahlen des VCÖ die Neuzulassungen Batterie-elektrischer Pkw im vergangenen Jahr insgesamt auf einen Anteil von 0,9 Prozent. In Stückzahlen bedeutet dies 147.556 Elektroautos. Den deutlichsten Zuwachs konnten die Niederlande verzeichnen. 2018 wurden dort mit 24.024 verkauften Fahrzeugen laut der Branchenverbände RAI und BOVAG fast drei Mal so viele Elektro-Pkw verkauft wie im Vorjahreszeitraum. Das Tesla Model S führt das Ranking mit 5.633 Einheiten an. Dahinter folgen Jaguar I-Pace (3.495) Nissan Leaf (3.369).

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„In den Niederlanden sind Steuern im Kfz-Bereich durchgängig und sehr stark nach dem CO2-Ausstoß gestaffelt. Sehr wirksam ist, dass bei Firmenwagen der Unterschied zwischen emissionsfreien Pkw und Pkw mit höherem CO2-Ausstoß besonders hoch ist“, erklärt VCÖ-Experte Markus Gansterer den enormen Zuwachs. Der VCÖ führt auch gleich ein Beispiel an: So werden beispielsweise in Belgien die Stromer so stark subventioniert, dass für einen Renault Zoe im ersten Jahr (Anschaffung und Betrieb) die öffentliche Hand rund 3.000 Euro an den Besitzer zahlt, während in den Niederlanden dafür eine Steuerleistung von 200 Euro anfällt. Aber in den Niederlanden fällt für einen Diesel-SUV mit einem CO2-Ausstoß von 199 Gramm pro Kilometer eine Steuerleistung von rund 44.600 Euro an, während in Belgien nur rund 4.800 Euro zu zahlen sind.

Was Deutschland betrifft, so werden rein Batterie-elektrische- und Brennstoffzellen-Pkw von der Bundesregierung mit 2.000 Euro sowie Plug-in-Hybride mit 1.500 Euro gefördert. Die Hersteller legen den gleichen Anteil jeweils noch einmal obendrauf. Nach aktuellem Stand endet die Förderung Ende Juni 2019. Derzeit denkt die Bundesregierung jedoch über eine Verlängerung nach. Eine Entscheidung ist noch nicht gefallen.
vcoe.at

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