04.03.2019 - 16:57

München: SWM-Kunden zahlen bald nach kWh

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Die Stadtwerke München stellen die Abrechnung von Ladevorgängen mit der SWM-Ladekarte in Kürze um. Ab dem 1. April werden 55 Cent pro Kilowattstunde abgerechnet. Bislang gilt ein Grundpreis und ein zeitbasierter Nutzungspreis.

++ Dieser Artikel wurde aktualisiert. Sie finden die neuen Infos ganz unten. ++

Für SWM-Kunden entfällt ab dem genannten Zeitpunkt der monatliche Grundpreis. Künftig kostet das Ausstellen der SWM-Ladekarte einmalig 5 Euro. Mit der Umstellung reagieren die Stadtwerke nach eigenen Angaben auf die Vorgaben der Preisangabenverordnung (PAngV), des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie sowie der Landeseichbehörden. Was die SWM-Ladesäulenbetrifft, so können alle Kunden aus dem Ladenetz-Verbund auch weiterhin zu ihrem „Heimattarif“ laden.

Das Ladenetz des Münchner Energieversorgers umfasst aktuell mehr als 350 Säulen, wobei bis Jahresende noch einmal 200 dazukommen. Darüber hinaus bieten die Stadtwerke auch Ladelösungen für Privathaushalte und Gewerbekunden an und streben bis 2030 in Zusammenarbeit mit der Münchner Verkehrsgesellschaft die Elektrifizierung der städtischen Busflotte an.

Update 09.03.2019: Die SWM werden, wie bereits angekündigt, ab April das Laden von Elektrofahrzeugen mit der SWM-Ladekarte in Kilowattstunden abrechnen. Auf Bitte des Oberbürgermeisters werden sie „dabei den Tarif so gestalten, dass sich die Elektromobilität weiter gut entwickeln kann“. Zum einen entfällt wie erwähnt der monatliche Grundpreis. Zum anderen bieten die SWM zukünftig das Paket aus Parkplatz, Infrastruktur, Service und Ökostrom für 38 Cent pro Kilowattstunde an. Und nicht wie ursprünglich geplant für 55 Cent pro Kilowattstunde.
swm.de (PDF), swm.de (Update, PDF)

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12 Kommentare zu “München: SWM-Kunden zahlen bald nach kWh

  1. notting

    Boah, da ist ja EnBW gerade zu günstig: 0,39EUR/kWh AC und 0,49EUR/kWh DC wobei man für ca. 5EUR/Monat 0,10EUR/kWh „Rabatt“ bekommen kann.

    Hatte mir mal ausgerechnet, dass für mein Fahrprofil Diesel selbst als es 0,10EUR/l teurer war als aktuell kaum teurer war als E-Auto fahren mit 0,26EUR/kWh. Und die wollen jetzt mehr als das Doppelte (man denke an Laternenparker ohne eigene Lademöglichkeit!).
    Dermaßen günstige (ca. 0,26EUR/kWh) Ladekarten sind ja selten und zumindest bei uns gibt’s keine Gratis-Ladesäulen…

    So kriegt man die Leute nicht freiwillig zu E-Autos…

    notting

    • dieselfreund

      Liebe Leute aus Politik und Wirtschaft:
      So wird das nichts mit der vielbeschworenen E-Mobilität im reichen Deutschland.
      Wollt ihr überhaupt die „Wende“?
      Was soll denn ein E-Mobilist an Unannehmlichkeiten noch so alles auf sich nehmen? Wer fährt den freiwillig mit so teurem Strom?
      Wo bleiben die ernstgemeinten politischen Steuerinstrumente?
      Kuckt mal über den Tellerrand z.B. nach Norwegen!
      Dezentrale Stromerzeugung aus Wind-Wasser-Sonne, kostenloser Strom für saubere Autos und damit saubere Luft….für unsere Kinder.Fangt doch endlich an, Städte, Kommunen, Dörfer!
      Wir braunkohlen, schwerölen und dieseln lieber noch ein Weilchen vor uns hin!

  2. John

    In Hamburg gibt es relativ viele ladesäulen und ich tanke für 0,27/kwh AC, die machen es richtig.

  3. Sascha

    Die Abrechnung nach kWh ist definitiv fairer. Allerdings muss man auch bedenken, dass es dann womöglich Dauerparker gibt, die die Ladesäule den ganzen Tag blockieren, obwohl das Fahrzeug schon voll ist.

    Womöglich ist ein zweigeteilter Ansatz richtig:
    Solange geladen wird, wird nach kWh abgerechnet.
    Wenn voll geladen ist, nach Zeit (und das durchaus empfindlich hoch, um die Ladesäulen frei zu halten).

    • klaus

      kWh und danach Standzeit ist richtig. So machts ja auch schon Tesla. Dort wo man eben lange parkt (Bahnpendler, kino, sport) sins dann eben viele SchuKo Steckdosen Das bests für Anbieter und Kunde. ..

  4. Max

    Der Preis gilt für die SWM Ladekarte. An den Säulen kann über den Roaming-Verbund Ladenetz mit fast 200 unterschiedlichen Karten (und Tarifen) geladen werden. Ein Branchendienst sollte die Info eigentlich richtig weiter geben…

  5. Thomas Wagner

    Die Münchner wollen die Elektroautofahrer als Cash-cow ihres Geschäfts mißbrauchen !
    Ich halte dies für eine Zumutung. Bin aber überzeugt, dass mit zunehmender Konkurrenz, die Preise sich auf reale Werte einpendeln werden. Da ist tatsächlich die ENBW besser positioniert, obwohl die auch nicht zimperlich sind bei der Preisgestaltung 🙁

  6. Peter

    Liebe Mit-E-Mobilisten, es ist ganz normal, dass die Preise an den öffentlichen Ladesäulen sukzessive nach oben gehen und ein Maß erreichen, dass die Infrastruktur, Abrechnung, Kreditkartengebühren und, und ,und damit auch bezahlt werden können. Bei den aktuellen Niedrigpreisen, was ich selber sehr schätze, ist keine öffentliche Ladesäule wirtschaftlich betreibbar. Also die Preise werden steigen, dafür wird es auch mehr Ladesäulen geben, an denen wir den Service dann nutzen dürfen. Nur ein kleiner Hinweis – selbst die eigene Schukosteckdose in der heimischen Garage hat einmal Geld gekostet zu installieren und die kann nur 3,7 kW.

    • Manfred Stummer

      Hallo Peter!

      Mit meinen inzwischen 64 Lenzen am Buckel kann ich mich nicht erinnern jemals für die Tankstelleninfrastruktur derart zur Kasse gebeten worden zu sein.

      Der Aufbau der Ladeinfrastruktur wird sich in sehr kurzer Zeit amortisieren und ab dann wird richtig Geld gemacht, da bin ich mir vollkommen sicher!

      Schon jetzt, in einer Zeit wo beinahe täglich Stimmung gegen E-Mobilität gemacht wird (es führt sowieso kein Weg daran vorbei), mit derart horrenden kWh-Preisen aufzufahren (der Handelspreis liegt bei einigen wenigen Cent/kWh!) ist nur Wasser auf den Mühlen der E-Auto-Gegner und dient weder der Gesundheitsvorsorge der Bevölkerung, noch den vorgegebenen Zielen zur Eindämmung der Folgen des Klimawandels.

      Also Abrechnung nach Zeit, nach Vollladung zusätzlich eine Beleggebühr der Ladestation, zu einem vernünftigen für alle Beteiligten tragbaren Strompreis.

      • Peter

        Ja da gebe ich dir recht, dass der Handelspreis von Strom bei wenigen Cent/kWh liegt. Aber schau mal deine Stromrechnung zu Hause an. Was alles an Abgaben, Netzentgeld, Steuern usw. draufkommt, die müssen bei einer Ladesäule genauso weiterberechnet werden. Ich will dir mal ein weitere Beispiel geben, eine öffentliche Ladesäule 22 kW kostet bis sie steht, der Netzanschluss bezahlt ist usw. ca. 15 T€, Abschreibung über 10 Jahre (was sehr lange ist) bedeutet pro Jahr 1.500 € Abschreibung. Rechne über die 10 Jahre gerechnet durschnittlich mit 5000 kWh verkauften Strom. Dann bist du bei 30 Cent/kWh Aufpreis zu deinem Haushaltsstrom. Dabei sind aber die Kosten für die regelmäßige Wartung noch nicht eingerechnet und kein Backendsystem, keine 24 Stunden Hotline usw. und ja auch keine Marge für den Betreiber.
        Dein Vergleich mit der herkömmlichen Tankstelleninfrastruktur hinkt, da du ja gar nicht weißt was von 1,30 €/l in die Tankstelleninfrastruktur geht und was der eigentliche Stoff kostet. Und ich glaube nicht dass Shell und Co seit einem knappen Jahrhundert ein Zuschussmodell fährt.

    • Swissli

      Und mit was für einer Lebensdauer der Schukodose zuhause kann gerechnet werden? 30-50 Jahre?!
      So ist es auch mit Ladesäulen. Die Frage bzgl. Wirtschaftlichkeit wird mit der Abschreibedauer entschieden: 5, 10, 15 oder 20 Jahre. DAS bestimmt die Ladepreise. Ich vermute, die meisten Ladesäulenbetreiber rechnen mit 5 Jahren, man möchte in absehbarer Zeit schliesslich Geld verdienen.

  7. Swissli

    Langfristig seh ich aus Kundensicht diese Preise:
    AC laden Privater Haustarif + 10-15%
    DC laden Privater Haustarif +20-25%

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Gefunden bei electrive.net
https://www.electrive.net/2019/03/04/muenchen-swm-rechnen-an-ladesaeulen-bald-nach-kwh-ab/
04.03.2019 16:57