12.05.2019 - 21:22

Formel E: Vergne erfüllt sich Traum von Monaco

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Der Champion Jean-Eric Vergne (DS Techeetah) ist dank seines Sieges beim Formel E-Rennen in Monaco am vergangenen Samstag zurück an der Spitze der Fahrerwertung. Rang zwei ging an Oliver Rowland (Nissan e.dams) vor Home Race Hero Felipe Massa (Venturi), der erstmals in der Formel E auf dem Podium stand.

Nach einer ersten Saisonhälfte unter den Erwartungen nimmt der amtierende Weltmeister Vergne mit diesem Sieg in Monaco Kurs auf die Titelverteidigung. Nach vier Nullnummern aus den ersten acht Rennen, stürmte der Franzose am Samstag in Monaco zum zweiten Mal in dieser Saison auf das oberste Treppchen – zuvor triumphierten acht verschiedene Fahrer in den ersten acht Saisonrennen.

Monaco. Motorsportmekka und Steuerparadies. Die kürzeste Strecke im Formel E-Kalender, nur 1,7 km lang, zum Großteil auf der originalen Formel 1-Strecke. Jeder Fahrer will dieses legendäre Rennen einmal gewinnen. Vor 90 Jahren sahen die engen Gassen des Fürstentums zum ersten Mal ein Straßenrennen. Dieser zwei Quadratkilometer große Spielplatz der Superreichen bot am Samstag die Bühne für das neunte Saisonrennen der ABB Formel E-Meisterschaft.

Ein Großteil der Formel E-Fahrer wohnt in Monaco, so auch der Deutsche André Lotterer, der sich in der Quali allerdings ganz hinten platzierte. Er machte sich aber keine Sorgen: „Hier geht es hauptsächlich um das Energiemanagement. Dank des Attack Mode gibt es immer Überholmöglichkeiten.“ Ganz vorn beim Start stand sein Teamkollege Jean-Eric Vergne.

Beim Qualifying profitierten Vergne und Pascal Wehrlein (Mahindra) von einer Strafversetzung des Zeitschnellsten Oliver Rowland. Der Nissan-Pilot verbuchte zwar drei Punkte für die schnellste Zeit, musste aber drei Plätze in der Startaufstellung nach hinten, weil er beim vorherigen Rennen in Paris den BMW von Alexander Sims von der Fahrbahn kegelte. Die zwei Rookies Rowland und Wehrlein beweisen, dass die Neuen in der Formel E, in dieser Saison keine große Lehrzeit benötigen, um oben mitzumischen.

Vergne startete von der Pole dicht gefolgt von Wehrlein auf Rang zwei. Nach wenigen Runden unterlief Wehrlein ein Bremsfehler in Kurve eins und Rowland und Venturi’s Felipe Massa schlüpften an dem Deutschen vorbei und behaupteten ihre Positionen über die restliche Renndistanz.

Im Mittelfeld passierte genug Action. Zur Rennhälfte gab es einiges an Gerangel. Zu spüren bekam das Audi’s Lucas di Grassi, der in die Bande gedrückt wurde, sich dabei beide Aufhängungen brach und unfreiwillig aufgeben musste. „Ich hatte ein unglaubliches Rennen und Spaß bis dahin und dann quetscht er mich einfach in die Wand. Was soll ich da machen? Das war’s.“

Der zweite deutsche Rennstall HWA brachte beide Rennwagen ins Ziel, wenn auch vorerst nicht in die Punkte. Nach einem harten Rennen mit vielen Attacken und Fahrzeugberührungen verpasste Stoffel Vandoorne die Punkteränge nur knapp als Elfter: „Es war ein sehr hartes Rennen – wirklich ein wilder Kampf da draußen. Ich glaube, es gibt keine Stelle an meinem Fahrzeug, die nicht berührt wurde.“ Sein Teamkollege Gary Paffett beendete den neunten Lauf auf Rang 14. Wenige Stunden nach der Zieldurchfahrt wurde von der Rennleitung jedoch ein neues offizielles Endergebnis für den Monaco E-Prix veröffentlicht: Strafen für zwei Konkurrenten führten dazu, dass beide HWA-Piloten nachträglich jeweils zwei Plätze nach vorne rückten: Stoffel Vandoorne auf P9, Gary Paffett auf P12. Nach der Pole in Hongkong und dem dritten Platz in Rom punktet Stoffel damit zum dritten Mal in dieser Saison.

Die deutschen Piloten absolvierten das Rennen mit gemischten Gefühlen. Pascal Wehrlein (Mahindra Racing) verpasste nur knapp einen Podiumsplatz auf Rang vier. André Lotterer kämpfte sich stark von P20 auf P9 vor, Daniel Abt (Audi Sport ABT Schaeffler) verbesserte sich im Rennen von 16 vor auf 8 und stand am Ende trotzdem mit leeren Händen da wegen einer Zeitstrafe, die ihn außerhalb der Punkte beförderte. Maximilian Günther überzeugte zwar im Training mit der zweitschnellsten Zeit aller Deutschen. Wegen der dritten Verwarnung innerhalb dieser Saison wurde er beim Start strafversetzt auf den letzten Platz. Wegen eines technischen Defekts musste Günther in Runde 29 vorzeitig aufgeben.

Über den Siegerpokal aus den Händen von Fürst Albert II. durfte sich Jean-Eric Vergne freuen – Erst der zweite Start-Ziel-Sieg in dieser Saison. „Als Fahrer träumt man immer davon. Ich hatte noch nie ein Podium hier in Monaco“, sagte Vergne. „Ich erinnere mich an all die Legenden, die bereits hier oben standen. Nach meiner schweren Zeit in der Formel 1 fühlt sich das hier besonders an.“

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Das Techeetah-Duo Vergne und Lotterer führt aktuell die Fahrerwertung mit fünf bzw. sechs Punkten Vorsprung vor Robin Frijns auf Rang drei an. Auch in der Teamwertung dominiert der chinesische Rennstall mit französischen Motoren mit 38 Punkten Vorsprung vor Envision Virgin Racing und Audi Sport.

In zwei Wochen kommt die ABB FIA Formel E nach Berlin. Wird einer der deutschen Piloten einen Heimsieg einfahren können? Die Antwort gibt es am 25. Mai beim Berlin E-Prix. Für Freitag gibt es noch ausgiebig Tribünentickets für 15 Euro, am Samstag steht den Büschen für 5 Euro der Zugang zum EW-Village offen. Tickets unter fiaformulae.com.

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