17.06.2019 - 12:33

FIA gibt einigen Motorsport-Serien eine elektrische Zukunft

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Das World Motor Sport Council der FIA hat Entscheidungen zur Zukunft diverser Rennserien bekannt gegeben. Der Trend geht – vor allem im Rallye-Sport – zunehmend in Richtung Elektroantrieb.

Seit 2014 gibt es die rein elektrische Formel E und auch die Formel-1-Boliden von Mercedes, Ferrari, Renault und Co. sind inzwischen mit einem aufwändigen Hybrid-Antrieb unterwegs. Während in der Formel 1 noch über die (Motoren-)Regeln ab 2021 gestritten wird, hat der Weltverband FIA in anderen Weltmeisterschaften wichtige Entscheidungen für die künftigen Antriebssysteme getroffen.

Die zunehmend populärer werdende World Rallycross Championship (WRX) soll langfristig vollelektrisch werden. Ab 2021 sollen die ersten Elektroautos in der WRX antreten – zusammen mit den bisherigen Supercars mit Verbrennungsmotor. Die FIA spricht von einer „schrittweisen Einführung“ von E-Autos in der WRX, wobei es ab 2021 für „mindestens ein Jahr“ noch eine Mischung zwischen E-Autos und Verbrennern geben soll.

Geplant ist für einen Zeitraum von vier Jahren ein Einheitsantrieb mit zwei E-Motoren, die zwischen 400 und 500 kW leisten. Für die kurzen Sprintrennen – in der WRX werden mehrere kurze Ausscheidungsrennen und ein Finallauf gefahren – ist der Elektroantrieb ideal. Angekündigt wird bereits für 2021 auch eine FIA Junior eRX Championship mit allradbetriebenen E-Autos, die rund 250 kW stark sein sollen.

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In der World Rally Championship (WRC) werden bald Hybrid-Autos zum Einsatz kommen. Ab 2022 wird neben dem Benziner auch ein Hybrid-System verbaut, das in den ersten drei Jahren aus gemeinsamen Komponenten und Software besteht. Ab 2024 sollen die technischen Freiheiten für die Hersteller schrittweise erhöht werden. Ziel ist es, dass die Autos bei Etappen in Städten rein elektrisch fahren können.

In der Formel E wurden nur Details geändert: Im „Attack Mode“, den jeder Fahrer zweimal pro Rennen einsetzen muss, steigt die Leistung von 225 auf 235 kW. Im Rest des Rennens dürfen maximal 200 kW verwendet werden. Zudem wurde der Kalender für die Saison 2019/2020 veröffentlicht: Gefahren werden 14 Rennen in zwölf Städten auf vier Kontinenten. Die Saison startet mit einem Doppel-Rennen Ende November in Saudi-Arabien und endet im Juli mit zwei Rennen in London. Der deutsche Lauf bleibt in Berlin (30. Mai), neu im Kalender ist ein Lauf in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul am 3. Mai 2020.

Zusammen mit der FIA hat der französische Automobilclub ACO das technische Reglement für die Top-Klasse der 24 Stunden von Le Mans (und der Langstrecken-Weltmeisterschaft WEC) veröffentlicht. Die neuen „Hypercars“ lösen die aktuellen LMP1-Rennwagen ab und sollen wieder mehr an Straßenautos erinnern. Ein Hybrid-System ist nicht vorgeschrieben, aber erlaubt. Zwei Hersteller haben bereits angekündigt, einen solchen Rennwagen bauen zu wollen. Toyota will dabei auf jeden Fall einen Hybridantrieb verwenden, bei Aston Martin wird das Konzept noch geprüft.
fia.com, motorsport-magazin.com (Le Mans)

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Ein Kommentar zu “FIA gibt einigen Motorsport-Serien eine elektrische Zukunft

  1. 400Gon

    Der nächste Schritt zur Technologiewende. Da frage ich mich warum Alfa Romeo mit großem TamTam in die Formel1 zurückgekehrt ist. Da wäre die Formel E doch viel zukunftweisender gewesen.
    Das sieht mir nach einem letzten aufbäumen einer rückwärts gewandten Firmentradition aus – schade um die Alfaristi.

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