11.07.2019 - 12:06

ParkE: Audi testet mobiles Laden als Geschäftsmodell

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Logistiker des Audi-Standorts Neckarsulm haben ein neues Geschäftsmodell entwickelt: Sie bieten flexibles Laden mit Rund-um-Service an. Dafür nutzen die Neckarsulmer die mobile Ladesäule ParkE, ein Projekt aus der Audi Denkwerkstatt Berlin, das 2018 entwickelt wurde.

Die Idee: Das Team liefert mobile Ladesäulen dorthin, wo Kunden sie benötigen und keine statische Infrastruktur aufbauen können, und übernimmt den Ladevorgang von E-Autos. Also etwa bei Sportveranstaltungen, in Parkhäusern von Einkaufszentren, privaten Wohnanlagen oder Hotels.

Aktuell befindet sich das Projekt laut Audi in der Testphase. Versuche fanden dabei unter anderem vor dem Stadion des Fußball-Bundesligisten TSG 1899 Hoffenheim und in großen Einkaufszentren statt. „Während die Kunden dann gemütlich durch die Läden schlendern oder ein Spiel schauen, laden wir ihre Autos auf“, sagt René Valnion, Projektleiter des Versuchs. Danach holen sie ihren Schlüssel wieder ab und steigen ins geladene Elektrofahrzeug.

Das mobile Schnellladegerät unterscheidet sich dabei von der mobilen Ladesäule, welche die Konzernmutter Volkswagen Ende 2018 vorgestellt hat. Die Ladetechnik des Audi-Geräts stammt von Designwerk und bietet laut dem Unternehmen eine DC-Ladeleistung von 25 kW. Der Akku des Laders fasst 23,85 kWh – er ist also je nach Ladeleistung des Fahrzeugs nach rund einer Stunde leer.

Durch erste Einsätze mit Kunden aus unterschiedlichen Branchen gewinne das Team Erkenntnisse, um den Service zu evaluieren – und letztlich entscheiden zu können, wie es bei Audi mit der Geschäftsidee weitergeht. „Wir sehen viele potentielle Anwendungsfelder, um mit dem Service neue Einnahmequellen zu generieren“, sagt Valnion.
audi-mediacenter.de

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4 Kommentare zu “ParkE: Audi testet mobiles Laden als Geschäftsmodell

  1. Thomas

    „Der Akku des Laders fasst 23,85 kWh – er ist also nach rund einer Stunde leer.“

    Aha, und wie darf man sich das vor dem Fussballstation vorstellen? Ein Lader pro E-Fahrzeug? Oder max. 2 kWh pro Fahrzeug?

    Ich fahr IONIQ mit lächerlich kleinen 28 kWh-Akku und nichtmal den bekommt der Lader voll? Was machen da Tesla oder E-tron Fahrer?

    Ich denke die Grundidee mag ja ganz gut sein, aber solange die Kästen nicht mindestens 200 kWh Kapazität haben und mind. 5 Fahrzeug gleichzeitig laden können sind sie allenfalls ein PR-Gag.

  2. Chris

    Find ich witzig. Chargery ist ja auch eine Ausgründung von Audi und die haben inzwischen 30kWh und 35kW erreicht und sind fest im Alltagsgeschäft. Warum bei Audi das Rad neu erfunden wird und nicht mit den „eigenen“ Leuten zusammengearbeitet wird, bleibt ein Rätsel.

  3. Marcel

    Die Idee finde ich großartig, solange nicht in der Garage zu Hause per Wallbox oder eigener Stromanschluss aufgeladen kann/darf. Wenn er leer ist schließt man ihn in seinem Kellerabteil an den Strom und lädt ihn. Für die aktuellen plug-in Hypride auch ausreichend dimensioniert, klar normale E-Autos bekommt man nicht voll, aber dann kauf ich mir auch kein E-Auto wenn ich in der Garage nicht aufladen kann/darf.

  4. Tom

    „Danach holen sie ihren Schlüssel wieder ab….“

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11.07.2019 12:17