17.10.2019 - 13:51

Ford erweitert PHEV-Feldversuch in Köln

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Ford weitet seine Feldversuche mit Plug-in-Hybriden auf Köln aus. In der Rheinmetropole werden neun Ford Transit Custom PHEV und ein Tourneo Custom PHEV bei fünf kommunalen Flotten ein Jahr lang in unterschiedlichen Alltagsszenarien zum Einsatz kommen.

Geplant sind unter anderem Einsätze beim Stromanbieter RheinEnergie und dem Flughafen Köln/Bonn. Das Projekt ähnelt dem Flottentest, den Ford seit dem Frühjahr in Köln durchführt. Darin soll mit zehn Transit Custom PHEV untersucht werden, inwiefern Hybridantriebe dazu beitragen können, die lokalen Luftreinhalteziele zu erreichen. Dieses auf zwölf Monate angesetzte Projekt läuft unabhängig von dem neuen Feldversuch weiter.

Die positive Wirkung auf die lokalen Luftreinhalteziele sieht Ford nach ähnlichen Tests in Valencia und London als belegt an – in der britischen Hauptstadt seien 75 Prozent aller innerstädtischen Fahrten rein elektrisch gewesen. Jetzt geht es darum, „die Stärken und Vorteile elektrifizierter Transporter und Großraum-Vans für die Umwelt, den Stadtverkehr sowie die Betreiber gewerblicher Fuhrparks aufzeigen und analysieren“. Zudem sollen neue Geofencing- und Blockchain-Technologien erprobt werden.

Bekannt ist, dass die Antriebssysteme der Plug-in-Hybride automatisch in den Batterie-elektrischen Modus wechseln, wenn das Fahrzeug in eine vorher definierte Zone einfährt. Neu ist, dass sich das dynamische Geofencing in Echtzeit an veränderte Rahmenbedingungen anpassen kann – etwa, wenn Zufahrtsbeschränkungen aufgrund der Witterung oder Luftbelastung gelockert oder verschärft werden. Die per Onboard-Modem vernetzten PHEV-Transporter wechseln dann laut Ford auch in kurzfristig erweiterten Umweltzonen automatisch in den rein elektrischen Fahrmodus.

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Das System soll auch genau aufzeichnen, wann ein Fahrzeug in eine (temporäre) Umweltzone einfährt und wann er sie wieder verlässt. „Die emissionsfrei zurückgelegten Wege werden auf diese Weise dokumentiert und dann fälschungssicher in einer Blockchain abgelegt, wo sie alle Projektbeteiligten anonymisiert einsehen und analysieren können“, schreibt Ford.

„Die Blockchain-Technologie, die wir hier in Köln testen, ermöglicht den Projektpartnern eine sichere Dokumentation der gefahrenen ,grünen‘ Kilometer und ist somit eine hervorragende Ergänzung zu unserem PHEV-Pilotprojekt“, so Gunnar Herrmann, Vorsitzender der Geschäftsführung der Ford-Werke GmbH. „Für die Zukunft unserer Stadt ist es wichtig, auf eine emissionsfreie Mobilität zu setzen,“ sagt auch Henriette Reker, Oberbürgermeisterin der Stadt Köln. „Daher hat für uns die Umstellung unserer Fahrzeugflotten auf klimafreundliche Autos eine hohe Priorität.“

Bei den verwendeten Fahrzeugen handelt es sich um serielle Plug-in Hybride. Die Vorderräder werden ausschließlich über einen 93 kW starken Elektromotor angetrieben. Ist die 13,6 kWh große Batterie leer (beim Transit spätestens nach 56 km und beim Tourneo nach 53 km), lädt ein 1,0 Liter großer Benziner als Range Extender den Akku nach. Die Reichweite steigt so laut Ford auf bis zu 500 Kilometer.

Beide Fahrzeuge können inzwischen bestellt werden, die ersten Exemplare sollen noch dieses Jahr ausgeliefert werden. Ab 2020 soll auch das Geofencing-Modul angeboten werden, in bis dahin ausgelieferten Fahrzeugen kann es nachgerüstet werden. Eine rein elektrische Version des Transit kommt laut Ford voraussichtlich 2021 auf den Markt.
ford.com

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17.10.2019 13:08