16.11.2019 - 19:55

Continental gibt Geschäft mit E-Bike-Antrieben auf

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Continental zieht sich zum Ende dieses Jahres überraschend aus dem Geschäft mit E-Bike-Motoren zurück – „aus wirtschaftlichen Gründen“ und um „in andere Wachstumsfelder” zu investieren. Der Service für bereits ausgelieferte Antriebe soll noch bis 2022 aufrecht erhalten werden.

Continentals Elektrobike-Systeme 48V Revolution, 48V Prime und 36V werden konkret im ersten Quartal 2020 auslaufen. Angesichts der gesetzlichen Garantie- und Gewährleistungsansprüche auf bereits ausgelieferte und noch zu liefernde Antriebseinheiten wird unter dem Dach von Continental jedoch ein Serviceteam bis 2022 bestehen bleiben. Von der Entscheidung sind laut einer Unternehmenssprecherin „weniger als 100 Mitarbeiter von Continental Bicycle Systems und Continental Powertrain betroffen“. Für sie würden intern Alternativen gesucht.

Spekuliert wird in verschiedenen Medien, ob die bevorstehende Abwicklung im Zusammenhang mit dem jüngsten Geschäftsbericht stehen könnte. Es ist erst wenige Tage her, dass Continental zwar ein leichtes Umsatzplus für das dritte Quartal 2019 vermeldete, aber gleichzeitig Verluste im Nettoergebnis von 1,99 Milliarden Euro publik machen musste. Offiziell heißt es, dass die Sparte für E-Bike-Antriebe im Zuge des globalen Strukturprogramms „Transformation 2019–2029“ abgewickelt wird. Offenbar ist es nicht gelungen, das E-Bike-Geschäft zu einer profitablen Größenordnung zu entwickeln.

In der Tat treibt Continental seit Längerem einen umfangreichen Konzernumbau voran. Im Automotive-Bereich haben die Hannoveraner dieses Jahr u.a. die Antriebssparte unter dem Namen Vitesco Technologies abgespaltet. Sie wird von Andreas Wolf geleitet und vereint neben dem Verbrenner-Geschäft auch Hybrid- und Elektroantriebe sowie alle laufenden Batterieaktivitäten unter sich.
elektrofahrrad24.de, elektrobike-online.com, radmarkt.de, sazbike.de

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Ein Kommentar zu “Continental gibt Geschäft mit E-Bike-Antrieben auf

  1. Philipp Herbert

    Die kurze Service-Frist bis 2022 ist ziemlich frech und könnte der Marke Continental insgesamt deutlich schaden. Das sind noch gut zwei Jahre, danach bedeutet ein defekter Motor, dass das Fahrrad nicht mehr repariert werden kann – die Motoraufnahme am Rahmen passt aussschließlich für Continental. Eine Umrüstung z.B. auf Bosch ist nicht möglich.
    Ich vermute, dass dies die Konzentration im Markt noch verstärkt. Brose oder Yamaha könnten sich ja ähnlich entscheiden. Wer geht dieses Risiko noch ein? Also alle zu Bosch…
    Mir ist es dieses Jahr mit dem GSD-Heckmotor auch so gegangen. Zum Glück gibt es noch ein paar andere Heckmotor-Hersteller.

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16.11.2019 19:20