04.12.2019 - 13:43

Schaeffler Bio‑Hybrid erprobt gleichnamiges Pedelec

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Die Schaeffler Bio‑Hybrid GmbH hat die ersten Anwendungserprobungen mit seinem Pedelec Bio-Hybrid abgeschlossen. Ende 2020 soll das vierrädrige Fahrzeug in Serie gehen und sich vor allem als Verwandlungskünstler einen Namen machen.

Bei den Testfahrten des erstmals in Las Vegas auf der CES präsentierten Bio-Hybrid lag der Fokus dann auch darauf, aufzuzeigen, welche unterschiedlichen Einsatzszenarien mit der Passenger- und der Cargo-Variante des Pedelecs in Städten und auf Campus-Arealen denkbar sind und welche Vorteile das neue Mobilitätskonzept bietet.

Konkret wird das mit Dach und Windschutzscheibe ausgestattete, aber seitlich offene Modell entweder mit einem zweiten Passagiersitz, einem 1.500 Liter fassenden Kofferaufbau oder als Pickup-Variante mit offener Ladefläche zu haben sein. Außerdem ermöglicht der modulare Aufbau in der Cargo-Version laut Hersteller auch spezielle Einsatzzwecke, etwa als Coffee-Bar oder Kühlwagen. Von solchen Spezialanwendungen abgesehen könne der Bio-Hybrid ergo vor allem bei der Personenförderung, in Werks- bzw. Campusflotten und im Kurier- und Paketdienst punkten, heißt es weiter.

Der Bio‑Hybrid kommt laut der Schaeffler-Tochter mit einem Drittel des Parkraums eines Kleinwagens aus und ist in den meisten Ländern führerschein- und zulassungsfrei. Der elektrische Antrieb unterstützt die Nutzer – wie bei einem Pedelec – bis zu einer Geschwindigkeit von 25 km/h. Wie das Unternehmen ausführt, verfügen die nun getesteten Prototypen bereits über alle Funktionen der kommenden Serienmodelle, etwa ein internetfähiges Bedienkonzept inklusive GPS. Detaillierte Daten zu E-Antrieb und Batterie des Fahrzeugs sind allerdings weiterhin nicht publik.

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„Ein zentrales Ziel ist es, den drohenden Verkehrskollaps in Großstädten zu verhindern und diese fußgängerorientierter und lebenswerter zu machen“, äußerte Gerald Vollnhals, Leiter der Schaeffler Bio‑Hybrid GmbH bereits Anfang des Jahres. Dies könne nur gelingen, wenn man das Verkehrsaufkommen mittels neuer, intelligenter Fahrzeugkonzepte entzerre. “Gefragt sind Fahrzeuge, die in einem vernetzten und systemischen Miteinander eine hohe Flexibilität bei geringem Flächenbedarf erreichen. Genau das bietet der Bio‑Hybrid.“

Während des nun abgeschlossenen Testlaufs wurden Prototypen des Fahrzeugs u.a. auf einem 40 Hektar großen Firmencampus in der Metropolregion Nürnberg erprobt. Vollnhals zieht ein positives Fazit: „Wir haben dokumentiert, dass der Bio‑Hybrid in der Passenger- und vor allem in der Cargo-Variante vielfältig einsetzbar ist. Unser Ziel ist es, eine breite Käuferschicht anzusprechen.“ Dies soll nun mitunter via Videokampagne geschehen. Folgenden Trailer hat das Unternehmen zum Auftakt bereits veröffentlicht.

Und zum Schluss noch kurz zu Schaeffler Bio‑Hybrid: Die hundertprozentige Tochter der Schaeffler-Gruppe wurde Ende 2017 gegründet und hat ihren Sitz in Nürnberg. Innerhalb der Unternehmensgruppe hat sie die Aufgabe, den Bio‑Hybrid zur Serienreife zu entwickeln und auf den Markt zu bringen. „Dabei arbeitet sie mit der Flexibilität eines Startups, kann aber auf die gesamte technische Kompetenz der Schaeffler Gruppe zurückgreifen”, heißt es. Einen Vorläufer des Bio‑Hybrid hatte Schaeffler bereits 2016 als Vision für den Individualverkehr im urbanen Raum präsentiert.
biohybrid.com

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22 Kommentare zu “Schaeffler Bio‑Hybrid erprobt gleichnamiges Pedelec

  1. Manfred Stummer

    Hoffentlich hat Schaeffler bei diesem Pedelec eine Bremsenergierückgewinnung (Rekuperation) vorgesehen.

    Bisher, zumindest bei allen E-Bikes mit Mittelmotor, nicht zu finden.
    Die Ausrede “beim Mittelmotor nicht umzusetzen”, die ich bisher bei einigen Herstellern nach Rückfrage bekam, kann ich unmöglich glauben.

    Geht nicht gibt es nicht!

    • Ralf

      Rekuperation ergibt bei einen Nutzfahrzeug im Stop&Go Betireb durhcaus Sinn.
      Bei Mittelmotoren ist das aufgrund des Freilaufs in der Radnabe nicht möglich. Mit einem Fixie ginge es.

    • Marko

      Rekuperation soll laut Webseite dabei sein.

    • Herby

      mit einer eigenen Fahrspur wie auf dem Video erkennbar, könnte man es benutzen. Auf einer normalen Straße ist das schon Lebensgefährlich. Schon als Radfahrer und Rollerfahrer wird man knapp überholt ausgebremst und mit Hupen genervt. Vermutlich darf man auch den Radweg damit nicht benutzen

      • Edgar Jörgensen

        Auf der Straße ist es sicherer als ein Pedelec, weil es 4 Räder hat und für die Radwegnutzung ist es wie geschaffen, da nur unwesentlich breiter als ein Fahrrad.

      • Alexander

        Der Radweg darf benutzt werden, da es sich rechtlich um ein Fahrrad handelt.

  2. YouTube - eDrive - Alex

    Ein tolles Konzept und in Ländern wie Kalifornien sicher extrem gut geeignet. Aber in unseren Breiten, mit einem halben Jahr Winter nicht ideal. Im Sommer sicher super, aber leider scheint nicht nur die Sonne und es ist auch nicht immer angenehm warm.

    • Frank

      Wer im Winter Fahrad fahren kann, der kann auch damit Windgeschutzt und Niederschlagssicher durch den Tag kommen.

    • Edgar Jörgensen

      Außerdem ist auch ein seitlicher Wetterschutz vorgesehen, Scheibenwischer ist auch vorhanden und gegen Kälte hilft entsprechende Kleidung und vor allem die sportliche Bewegung.

  3. Renate Bemm-Hüter

    Renate 12.12.19
    Endlich ein Fahrrad mit Dach . Ich würde es gerne lieber heute, wie erst in einem Jahr kaufen! Unser Klima ist bestens geeignet. pflanzen wir Bäume.

    • Heiko Knauf

      das sehe ich ebenso, mein E-MTB bleibt weiter Hobby und für die Alltagswege wäre ich damit bestens gerüstet. Ich warte sehnlichst auf ein überdachtes Lastenbike für den Arbeitsweg und Einkäufe.In diesem Bereich halte ich die E-Mobilität sogar ausnahmsweise mal als sinnvoll, wobei es mir mehr um meine Fitness geht um ehrlich zu sein. Ich will das JETZT!!!

  4. Güni

    Wo bitte sollen diese Fahrzeuge fahren? Auf dem Radweg? Eher nicht da meist zu schmal, sollten sich z.B. 2 dieser Pedelecs begegnen. Auf der Straße? Lebensgefährlich bei Tempo 25 und unserer “Autokultur”. Ansonsten eine gute Idee, wenn dafür Platz geschaffen wird.

    • Edgar Jörgensen

      Ein Fahrrad benötigt, auch wenn es nur ca. 60 cm breit ist mindestens genauso viel Platz, weil es wegen der 2 Räder nicht ganz spurstabil ist und man sich etwas unsicherer fühlt, als auf den 4 Rädern mit knapp 86 cm Breite.

    • mike

      viele Städte haben Fahrspuren und Fußwege über den PKW Straßen, Ist billiger und schneller zu bauen als U-Bahn.

  5. Ralfilix

    Geile Kiste!!!! Für die Stadt und die nahe Umgebung bestens geeignet. Habe das dritte Lastenrad (Dreirad) würde sofort umsteigen. Anscheinend sind jetzt endlich mal Profis am Werk. Besser heute als morgen mit dem Verkauf beginnen.

  6. Mattes

    Sinnloses Video, vielleicht kann man das noch schneller schneiden, dann kann man noch weniger erkennen. Fahrzeugkategorie sehr interessant, warum nicht schon lange ein Fahrrad mit Dach für unser Wetter?

  7. meinhardt

    wo. kan man es den erwerben kaufen oder mieten.

  8. Reiner Schulz

    Reiner

    Eigentlich ein prima Konzept, der Preis (noch unbekannt) und die unlustige Umsetzung durch den Hersteller wird das wohl verhindern das es Otto Normalbürger erwerben kann.
    Die Auto Lobby hat dazu sowie so keine Lust, kriegen ja nicht mal vernünftige E-Autos auf die Reihe und unsere Regierung finanziert alles nur nicht vernünftige Urbane Projekte.

  9. Daniel

    Das sieht ja gut aus, mit jungen sportlichen Fahrer/innen. Einen rundlicheren älteren Herrn fände ich noch interessant (mindestens 120 kg)
    Mich interessieren Daten wie Belastbarkeit und maximaler Zuladung inklusive Fahrer.
    …aber grundsätzlich ein interessantes Konzept.

    • Lamarre

      Man kann alle Informationen auf deren Seite lesen. Ausser den Preis.Ich bin mir sicher dieses Fahrrad ist auch für schwere Personen ausgelegt. Schließlich können bei der einen Version 2 Leute transportiert werden. Bin gespannt wieviel es kostet. Aber ich denke so mindestens 5.000 Euro wird es wohl bestimmt kosten. Die Cargo Version nochmehr.

  10. Kay

    Ein innovatives Produktkonzept und eine beindruckende Ingenieursleistung. Mein Kompliment. Als kommerzieller Transporter sowieso, durch die Summe aller Firmen-Vorteile (Parkplatzfreiheiten, Fahrradwegnutzung, Eye-Catcher-Faktor) und die finanziellen Optionen (finanzielle Unterstützung von Staatseite). Für Privatleute hingegen…? 6 bis 10 tausend €! Das will von einen/r “Normalverdiener/in” gut überlegt sein. Interessant wäre zu wissen, ob die Finanzzuschüsse, die einige Städte Familien für Kinder-Lastenfahrräder gewähren, auch für das Bio-Hybrid gelten. Sicherlich ein guter Ersatz für den Zweitwagen von finanziell “besser gestellten” Familien. Vorteil: mit dem Bio-Hybrid lässt man den Nachwuchs ohne “Autobeulenangst” gern “vom Hof”. Interessant auch: wie jung dürfen eigentlich der Fahrer für das Bio-Hybrid sein? …sobald er/sie an die Pedalen reichen darf es losgehen? Mir fehlt bei Schaeffler ein wenig ein Marketing, das die gleiche Innovationqulität wie das Produkt besitzt. Mir bietet der von der Firma kommende “Marketing-Schwampf” leider nur wenig verwertbare Informationen. Angefixt wurde ich persönlich z.B. durch ein Video, in dem ein etwa 50-plus Jahre alter, englischsprachiger Autotester sich völlig beeindruckt und überzeugt, ja geradezu verzaubert von dem Bio-Hybrid zeigte. Weniger hat mich das visuell professionell gemacht aber faktisch “dünnblechige” Produktvideo mit einer jungen Frau angesprochen. “Und wenn ich mich dann durch das Fahren mit dem Bio-Hybrid körperlich ertüchtig habe, habe ich auch die Power den Bio-Hybrid am Ende der Fahrt aufzuladen”. Hmm? Wie bitte? Wohnt die junge Frau noch bei Papa und Mama, die wiederum eine Garage oder Carport mit Stromanschluss besitzen? In Berlin Kreuzberg oder Hamburg Schanzenviertel sind die Steckdosen jedenfalls “dünn gestreut”. Da ist es dann eher der Hinterhof mit der Verlängerungsschnur aus dem dritten Stock. Oder kann der Akku mit “rauf” genommen werden – und wie schwer ist er? Wie sieht es mit dem Diebstahlschutz und den Versicherungsmöglichkeiten/-konditionen aus. Oder der “Demontagegefahr” nächtens auf den Partymeilen deutscher Großstädte aus. Ich vermute einmal, der Werbefilmer wird solche “lebensnahen Produkt-Fakten” höchst wahrscheinlich auch heute noch nicht wissen. Aber Polemik beiseite: super Produkt, super Konzept, passend zu unserer hoffentlich “verantwortungsvoller, post-coronaren Zukunft”. Meine Bitte an die entsprechenden Entscheidungsträger bei Schaeffler: bitte verbaselt es nicht durch ein falsches, ein schlechtes, ein kundensituationsfernes oder sogar irrführendes Marketing.

  11. Veronika

    Besondere Belustigung verspürte ich, als der junge Mann im Video sagte (bei Youtube/ Werbevideo) : “Ich habe keinen Führerschein” !!! Sobald ein elektrisch betriebenes oder unterstütztes Fahrzeug mehr als 3 Räder hat, respektive der zweite Radstand die ca. 50cm überschreitet……….. *tätääääää* MUSS der Fahrer zuerst die Fahrschule besuchen. Der Schaeffler Bio Hybrid hat auf beiden Achsen einen Radstand von ca. 75cm.

    Google zu Rate ziehen…
    und erst dann ein Video drehen (0;

    Elektrische Kabinenroller (25km/h) mit 3 Räder, Fernlicht & Bremslichter, 2 Türen, Heizung, Scheibenwischer-Anlage, Zentralverriegelung & Alarmanlage, MP3 & Radio, elektrische Fensterheber, Rückwärtige Einparkhilfe (Kamera & Farbmonitor), Sitzbank hinten für 2. Person, 220kg Zuladung, 60-75km Reichweite (bei ca. 1€ Stromkosten auf 100km) und noch einiges mehr….. gibt es im Netz ab 4.999,- Euro……. für Fahrer, geboren vor April 1965 ohne Mofa- Prüfbescheinigung nutzbar!

    z.B. bei https://elektrobest.de/ oder googeln (0;

    Der Bio Hybrid mag sehr flexibel in seinen Anwendungsmöglichkeiten sein, dafür wird er bestimmt diesen Preisrahmen mit Leichtigkeit sprengen… ohne die üppige Ausstattung eines Kabinenrollers ^.^ die wird es bestimmt nur als kostenpflichtiges Upgrade geben.

    … und man benötigt zumindest den Führerschein für Leichtkrafträder (im PKW- Führerschein inkludiert)

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https://www.electrive.net/2019/12/04/schaeffler-bio%e2%80%91hybrid-erprobt-gleichnamiges-pedelec/
04.12.2019 13:36