30.01.2020 - 11:04

Ford: Erstes E-Auto auf Rivian-Plattform wird ein Lincoln

Bereits im vergangenen Jahr hatte Ford angekündigt, nach dem Einstieg bei Rivian auch die Skateboard-Plattform des US-Startups für ein künftiges E-Fahrzeug nutzen zu wollen. Jetzt wird es etwas konkreter: Ford bestätigt, dass seine Marke Lincoln an einem neuen Elektro-Modell auf Basis des Rivian-Skateboards arbeitet.

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Nähere Details zu dem geplanten Lincoln-Stromer werden von Ford noch nicht genannt, doch Rivian CEO RJ Scaringe verriet, dass es sich um ein SUV-artiges Modell handeln wird. Laut Scaringe werde der Lincoln ein „ganz anderes Produkt als unser eigenes SUV sein würde, aber es befindet sich immer noch im SUV-Bereich“. Rivian will noch in diesem Jahr mit der Produktion des E-Pickups R1T und des E-SUV R1S starten. Laut Informationen von Reuters soll der Lincoln 2022 auf den Markt kommen.

Während es bei den Rivian-Modellen um Faktoren wie die Vielseitigkeit, Praktikabilität und Fahrleistungen geht, scheint Lincoln bei seinem E-SUV eher den Komfort betonen zu wollen. So deutet es zumindest Lincoln-Präsidentin Joy Falotico an. Das neue Modelle werde „Quiet Flight“ (so bezeichnet die Ford-Tochter ihre Produkt-Philosophie rund um entspannte und komfortable Fahrten) auf ein neues Level heben.

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Die Wahl für ein SUV-Konzept scheint nicht nur angesichts der Rivian-Plattform naheliegend, der Markt geht in den USA mehr und mehr in Richtung SUV. Während Lincoln in den vergangenen drei Jahren vier neue SUV-Modelle eingeführt hat und sich diese gut verkaufen, kündigte das Unternehmen in derselben Mitteilung an, die Limousine MKZ einzustellen.

Aber auch bei der Konzernmutter Ford geht es zunehmend in Richtung Elektromobilität. Für den Mustang Mach-E sollen laut „Carscoops“ bislang rund 32.000 Reservierungen bei Ford eingegangen sein. Von den Vorbestellern hat jeder 500 Dollar angezahlt. In US-Foren gibt es aber auch Hinweise, dass es keine Kundenreservierungen mit Nummern zwischen 1 und 4.000 gibt. Deshalb wird spekuliert, dass es sich bei diesen 4.000 Fahrzeugen um Vorführwagen und andere Demo-Fahrzeuge handeln könnte – was die Zahl der tatsächlichen Vorbestellungen wieder unter 30.000 Einheiten drücken würde.

Unterdessen ist auch eine neue Marketingkampagne angelaufen, um Fords neue Ausrichtung auf elektrifizierte Fahrzeuge zu unterstreichen. In Deutschland ist der erste Clip mit dem vollelektrischen Ford Mustang Mach-E bereits im Fernsehen und auf diversen Internetportalen zu sehen. Bis Ende 2020 will Ford 14 elektrifizierte Modelle auf den Markt bringen und will das mit dem Claim „Bereit für Morgen“ in den Werbespots verdeutlichen.

Update 29.04.2020: Lincoln hat angekündigt, doch kein Elektroauto auf Basis der EV-Plattform von Rivian zu bauen. Das überraschende Ende des Projekts kommt somit nur rund drei Monate nach seiner Ankündigung. Das erste Elektroauto will Lincoln nun alleine vorantreiben. Das strategische Engagement der Ford Motor Company für Lincoln, Rivian und die Elektrifizierung bleibe aber unverändert bestehen.
carscoops.com (Lincoln), lincoln.com, auto-motor-und-sport.de, carscoops.com (Reservierungen), ford.com, lincoln.com (Update)

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