Bender zeigt neuen Controller für AC-Ladesäulen

Bender hat den neuen Charge Controller CC613 für AC-Ladesäulen vorgestellt. Gegenüber dem Vorgänger CC612 wurde das neue Produkt in seinem Funktionsumfang deutlich erweitert. Das soll die Wirtschaftlichkeit, aber auch die Sicherheit erhöhen.

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Der Charge Controller steuert die Mode-3-Ladevorgänge, bei denen auch eine Kommunikation zwischen der Ladesäule (genauer gesagt dem Charge Controller) und dem Fahrzeug stattfindet – im Gegensatz zu Mode-2-Ladevorgängen, bei denen etwa von einer Haushaltsteckdose nur Strom fließt, aber keine Kommunikation stattfindet.

Der CC613 verfügt laut der Mitteilung von Bender über eine integrierte Ethernet-Schnittstelle, mit der sich der Controller direkt in ein bestehendes Ethernet-Netzwerk einbinden lässt. Optional ist auch eine Version mit Sim-Karte erhältlich, falls am Ort der Installation kein Ethernet-Netzwerk verfügbar ist. Zudem verfügt der Controller über eine Not-Entriegelung, die bei einem Spannungsausfall den Ladeport an der Säule freigibt, damit der Kunde das Ladekabel entfernen kann. Laut Bender werden keine zusätzlichen Komponenten zur Steckerfreigabe oder Verdrahtung benötigt. Das reduziere die Kosten und ermögliche einen kompakteren Aufbau der Säule oder Wallbox.

Mit der nun verbauten Modbus-Schnittstelle können die mit dem Controller gesteuerten Ladesäulen einfacher in ein Energiemanagement-System integriert werden. Betreiber können die Controller auch unabhängig von einer Backend-Anbindung remote steuern, so Bender. Zur Anwendung von Plug & Charge und zur Vernetzung des Ladereglers mit einem Energiemanagementsystem verfügt auch der CC613 über den Powerline Communication (PLC) Standard nach ISO/IEC 15118. Die 3. Generation des Bender-Ladereglers verfügt ebenfalls über ein dynamisches Lastmanagement (DLM) und ist mit den Kommunikationsprotokollen OCPP 1.5 und 1.6 kompatibel.

Bei der Sicherheit hat das Unternehmen unter anderem eine „Weld Check“-Funktion implementiert, die ein Verkleben oder Verschweißen des Schützes erkennen soll. Mit dem neu integrierten 230 V-Steuerrelais ist das Schütz zur fahrzeugseitigen Leistungsfreigabe direkt mit dem Controller schaltbar. Ein zusätzliches Relais ist nicht mehr notwendig, wodurch die Kosten eines Ladepunktes weiter reduziert werden.

Die Abmessungen des Charge Controllers sind mit 112,3 mm x 23,5 mm x 99 mm annähernd gleich geblieben. Der CC613 soll also ohne größere Anpassungen anstelle des CC612 verwendet werden können.

Update 25.08.2021: Der CC613 wurde für den Einsatz in AC-Ladestationen (Mode 3) nach DIN EN IEC 61851-1 und IEC 62955 entwickelt. Nun hat der Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik (VDE) diese Normkonformität durch das weltweit erste Zertifikat für einen Laderegler bestätigt und laut Bender damit den Weg für eine deutlich vereinfachte Zertifizierung von Wallboxen und Standstationen der Ladebetriebsart 3 geebnet.

Die Zertifizierung umfasst die gesamte Produktfamilie des CC613, beginnend mit dem Einstiegsmodell „Home Basic“ für einfaches Heimladen, über die smarte Variante „Home Energy Management“ zur Anbindung an Energiemanagementsysteme für PV-basiertes Laden zu Hause, bis hin zu „Fully-Connected“ Varianten mit OCPP und 4G-Modem, welche eine eichrechtskonforme Abrechnung ermöglichen.

„Wir haben es geschafft, rechtzeitig zum Ablauf der normativen Übergangsfrist eine Lösung nach IEC 62955 zu qualifizieren und sind entsprechend stolz, mit unserem RDC-MD und einem RCD Typ A eine vollumfängliche Alternative zum teuren Einsatz eines RCD Typ B für unsere Kunden anbieten zu können und reduzieren somit die Installationskosten der Ladeinfrastruktur erheblich“, sagt Dennis Haub, Normungsmanager eMobility bei Bender. CTO Winfried Möll ergänzt: „Kunden, welche die zertifizierte Lösung in ihrer Mode-3-Ladestation (Wallbox oder Ladesäule) einsetzen, können mit immensen Erleichterungen und Einsparungen bei der Zertifizierung rechnen.“
pressebox.de, pressebox.de (Update)

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