22.06.2020 - 09:37

China schreibt NEV-Quoten bis 2023 fest

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Die chinesische Regierung hat die im vergangenen Jahr als Entwurf vorgelegte Fortschreibung ihrer Quoten für sogenannte New Energy Vehicles (NEV), zu denen Elektroautos und Plug-in-Hybride zählen, über das Jahr 2020 hinaus nun final beschlossen.

Laut der Regelung, die zum 1. Januar 2021 in Kraft tritt, müssen Hersteller 2021 NEV-Punkte im Wert von 14 Prozent ihrer Produktionsmenge sammeln, 2022 für 16 Prozent und 2023 für 18 Prozent – damit gibt es keine entscheidenden Änderungen im Vergleich zu dem im Juli 2019 vorgelegten Entwurf. Die NEV-Quoten für 2019 und 2020 liegen bei zehn bzw. zwölf Prozent.

Das Kreditschema wird in Prozent ausgedrückt, funktioniert jedoch als Punktesystem, bei dem die Vergabe von Punkten nach einer komplexen Formel erfolgt, die auf Produktionsniveaus basiert und berücksichtigt Faktoren wie Energieeffizienz und Reichweite. Negative Punkte von Verbrennern müssen mit positiven Punkten – also mit NEV – wieder gutgemacht werden.

Ebenfalls beschlossen wurde, dass Vollhybride besser gestellt werden als bisher. Sie gelten zwar immer noch als Verbrenner, jedoch als „Personenkraftwagen mit niedrigem Kraftstoffverbrauch“ und erhalten weniger negative Punkte. Die Neueinstufung der Hybride gilt als Reaktion auf die Kritik, wonach das bisherige System zu wenige Anreize biete, Verbrenner effizienter zu machen. Allerdings legt die Novelle nicht fest, wie die Hybride effizienter werden sollen – ob durch einen verbesserten Verbrenner oder höhere Elektro-Anteile.

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Bereits beim Bekanntwerden der Pläne vor elf Monaten gab es Kritik an der Neuregelung, da Marktbeobachter den Absatz von Elektroautos gefährdet sahen: Zum einen müssten die Hersteller bei einem höheren Anteil von Hybriden weniger negative Punkte ausgleichen, womit die Hersteller weniger NEV anbieten müssten. Zudem wäre bei einem höheren Hybrid-Angebot auch der Anreiz für Kunden geringer, die größere Umstellung auf ein Elektroauto zu machen.

Als Profiteure der Änderung gelten Toyota und Honda, die in der Vergangenheit eher auf Hybride denn auf BEV gesetzt haben und somit einen Vorsprung bei dieser Technologie besitzen. Unter den chinesischen Herstellern gelten laut von Reuters befragten Experten Geely und Guangzhou Automobile Group als größte Nutznießer.
gasgoo.com (NEV-Quote), reuters.com (Vollhybride), miit.gov.cn (offizielle Mitteilung auf Chinesisch)

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