23.06.2020 - 13:08

Verkaufsstopp beim Mercedes A 250 e?

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Mercedes hat einem Bericht zufolge einen Verkaufsstopp bei dem Plug-in-Hybriden A 250 e verhängt. Grund sein soll die hohe Nachfrage in den vergangenen beiden Wochen – wegen der angekündigten Erhöhung des Umweltbonus. Daimler bestätigt, dass das Sondermodell Edition 2020 wegen der „sehr hohe Nachfrage“ ausverkauft sei.

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Wie der Blog JESMB schreibt ohne Angabe von Quellen, seien die Verkäufer „überrannt“ worden und hätten in den vergangenen zwei Wochen „teilweise bis spät in die Nacht deutschlandweit rund 15.000 A 250 e“ verkauft. 2019 wurden in Deutschland knapp über 44.000 A-Klassen mit Verbrenner (alle Motorisierungen) verkauft – somit wären in den vergangenen beiden Wochen rund ein Drittel des gesamten Vorjahresvolumens verkauft worden, so der Bericht.

Der Grund für die erhöhte Nachfrage: Mit der Ankündigung der Bundesregierung, als Teil des Corona-Konjunkturpakets den staatlichen Anteil am Umweltbonus als „Innovationsprämie“ zu verdoppeln, wurde die PHEV-Version der A-Klasse preislich attraktiver. Mit künftig (in der Annahme, dass die Regelung wie angekündigt beschlossen wird) 4.500 Euro Bundesanteil und 2.610 Euro Herstelleranteil steigt die Förderung auf 7.110 Euro. Mit Basispreisen von 36.943,55 Euro (Kompaktwagen) und 37.300,55 Euro (Limousine) sinkt der Preis somit auf rund 30.000 Euro – und damit auf das Niveau der deutlich schwächeren Motorisierungen A 180 (100 kW Benziner) oder A 160 d (70 kW Diesel).

Auf Nachfrage von electrive.net bestätigte ein Daimler-Sprecher, dass „Stand heute“ der A 250 e in dem Sondermodell Edition 2020 ausverkauft sei. „Die sehr hohe Nachfrage speziell beim A 250 e übertrifft unsere Planungen weit und wurde durch die Ankündigung der Innovationsprämie der Bundesregierung noch einmal verstärkt“, so der Sprecher. „Aufgrund des hohen Interesses prüfen wir aber aktuell die Möglichkeit eine weitere Verfügbarkeit sicherzustellen.“ Gemeint ist hier wohl die Produktion in Rastatt, die seit Februar läuft.

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Aber: Einen generellen Verkaufsstopp erwähnt Daimler nicht. Da der Konzern die Möglichkeit prüft, die „weitere Verfügbarkeit“ sicherzustellen, legt das den Schluss nahe, dass das Modell derzeit nicht verfügbar ist – was mit dem hohen Auftragsbestand des Sondermodells auch Auswirkungen auf den regulären A 250 e haben könnte. Vom Konzern bestätigt ist das aber nicht. Auch die konkret genannten 15.000 Verkäufe wollte Daimler aber nicht bestätigen, da man grundsätzlich Spekulationen rund um Auftragseingänge einzelner Modelle nicht kommentiere.

Laut „JESMB“ soll der Verkaufsstopp derzeit nur für den A 250 e gelten – was bei einem ausverkauften Sondermodell logisch wäre. Die PHEV-Versionen der B-Klasse sowie des CLA (als Coupé und Shooting Brake) sollen weiter bestellt werden können. Auch die Verkaufsfreigabe des GLA 250 e, die für Juli erwartet wird, soll nicht gefährdet sein. Wie lange der Verkaufsstopp für den A 250 e gelten soll, ist nicht bekannt.

Update 08.07.2020: Nach dem vorübergehenden Verkaufsstopp ist der A250e wieder regulär bestellbar. Das bestätigte ein Sprecher des Mercedes-Benz Cars Vertrieb gegenüber electrive.net.  Ausnahme ist das Sondermodell Edition 2020, dessen geplante Einheiten bereits alle verkauft sind. Die Entwicklung bei den Auftragseingängen im Juni habe gezeigt, „dass auch kurzfristig eine enorme Nachfrage nach unseren elektrischen Modellen entstehen kann“. „Wir arbeiten mit Hochdruck daran, all unseren Kunden und Interessenten eine zügige und zufriedenstellende Rückmeldung zu geben“, so der Sprecher.
jesmb.de, Info per E-Mail (Update)

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19 Kommentare zu “Verkaufsstopp beim Mercedes A 250 e?

  1. StromSchleuder

    Deswegen hätte es keine Umweltprämie für PHEVs geben dürfen. Ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass die auch immer geladen werden.

  2. Gunnar

    „Aufgrund des hohen Interesses prüfen wir aber aktuell die Möglichkeit eine weitere Verfügbarkeit sicherzustellen.“
    Eine Standardfloskel, die jeder Unternehmenssprecher beherrschen sollte. Da ist nichts verbindliches dahinter.
    Stichwort „Punktlandung auf dem 95g-CO2-Grenzwert“

  3. Dan

    @electrive
    Denken Sie nicht auch, dass es langsam an der Zeit ist, Plug-in-Hybride nicht mehr weiter auf Ihrer Plattform aktiv zu bewerben?

    • Peter Schwierz

      Da muss ein Missverständnis vorliegen. Wie bewerben nicht, wir berichten. Als Fachmedium berücksichtigen wir alle Fahrzeuge, die elektrisch fahren können. Das fängt beim „klassischen“ Hybrid von Toyota an und hört beim Brennstoffzellen-Fahrzeug auf. Voraussetzung ist eine E-Maschine im Antriebsstrang.

      • Nicolas Block

        Nach Auffassung vieler e-Auto Besitzer hat sich Toyota mit aggresiver Werbung gegen das Aufladen mit Stecker ziemlich ins Abseits befördert.
        Hybride nutzen allein die Bremsenergie und sind damit allein fossil angetrieben, kaum ein seriöser Intressent von eMobilität intressiert sich fuer reine Hybride. Bitte Ueberpruefen sie ihre Berichterstattung mit der Redaktionsleitung.
        PS: Immer häufiger wird Toyota von Aufsichtbehörden wegen unsachlicher Werbung abgestraft. Aussagen, dass „bis ueber 50% der Zeit fahren wir elektrisch“ sind beispielsweise nur bei stop-and-go Verkehr in der Stadt realistisch…

        • Peter Schwierz

          Wie gesagt: Wenn eine E-Maschine rein technisch für Vortrieb sorgt, berichten wir. Ob sie das in 10, 20 oder 100% der Zeit oder Strecke tut, ist unerheblich. Denn die Komponenten (Batterie, E-Antrieb, Leistungselektronik, Ladesystem) sind gleichermaßen erforderlich. Da wir für Industrieleser schreiben (Stichwort: Branchendienst) ist die Meinung der E-Auto-Besitzer für uns nicht entscheidend. Ebenso wie meine persönliche Meinung, die durchaus mit Ihrer übereinstimmt (fahre auch BEV und leite die Redaktion). Pro-Tipp: Lesen Sie doch einfach nur die BEV-Themen. 😉 Danke für Ihr Verständnis und allerbeste Grüße!

          • Peter W

            Ja, es ist nunmal so, dass zur E-Mobilität auch die Fzge mit E-Hilfsmotoren gehören. Auch wenn das uns BEV-Fahrern nicht gefällt, mir hat mein Hybrid, den ich 13 Jahre lang hatte sozusagen den Weg zum BEV geebnet.
            Es ist ja leider auch so, dass es derzeit nicht genug BEV gibt, und ein Hybrid ist allemal besser als ein Diesel, der nur gelegentlich richtig die Abgase reinigt.

  4. Josef

    Kann zwar nicht für die Allgemeinheit sprechen, aber ich fahre seit 3Jahren Passat GTE und ca. 8000km pro Jahr rein elektrisch…der Aku ist immer voll wenn ich losfahren will. Zwei meiner Bekannten handhaben das genauso. Einer kommt dabei tatsächlich auf 2l Durchschnitt, da er fast nur Kurzstreck fährt…d.h. das Fahrprofil muss passen.
    Da viele Firmen interne härtere CO2 Ziele als die EU haben sollte das auch helfen.
    In meiner Firma darf ein PHEV nicht ohne Wallbox bestellt werden.

  5. Andreas V.

    Mercedes sollte sich mal endlich auf den EQA konzentrieren … wo bleibt der nur ??

    • Robert

      Auf den EQA warte ich auch, vielleicht in 2 Jahren, dann fällt aber die Umweltprämie weg und wird so um die 70.000€ kosten, also jetzt zuschlagen und die billigere Variante für 45.000€ bestellen ,für das nächste Jahr.

  6. Peter W

    Bei den BEV schon versagt, können oder wollen die nicht mal genug halbelektrischen Fzge anbieten.
    Welch eine Schande für unsere Autobauer! Aber bald werden es die Chinesen richten, und dann ist der Kummerkasten schnell gefüllt, und unsere Regierung muss Steuergelder spenden.

  7. A124

    Toll. Wenigstens kann er DC laden, denn noch mehr Schnarchlader, die wegen 8-15 kW die Ladesäulen stundenlang blockieren, braucht wirklich keiner.

    • Nicolas

      10-80% in 25 Minuten bedeutet eine Ladegeschwindigkeit von 20 kWh. Immer noch ein DC-Blockierer…

    • Niklas

      Das aber auch langsam.
      Ich stand erst kürzlich an einem Triple Charger und habe AC geladen, weil am DC ein Plugin genuckelt hat.

      Der war vor mir da und als ich wegfuhr war er Immernoch da. In der Gesamtheit hatte er 1/4 dessen geladen, was ich über AC in der kurzen Zeit geladen habe. Und ich lade schon „nur“ mit 11 kW an AC

  8. Nicklas

    Bei einer Gewerbeleasingrate von 10 EUR im Monat kein Wunder. Keine Ahnung wie die bei Daimler rechnen.

  9. Marco

    Die wurden nicht verkauft 99% garantiert geleast gabs ohne Anzahlung für unter 80€ im Monat 🙂

  10. Chris

    Weiß jemand ob es solche Aktionen auch für den CLA Shooting Brake kommen werden?
    Mal gespannt wie die Lieferzeiten bei dem sind wenn sie mit der AKlasse nicht hinterher kommen

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23.06.2020 13:32