10.07.2020 - 11:08

Volta Zero: Nachhaltiger Elektro-Lkw für die Innenstädte

Das schwedische Startup Volta Trucks will mit dem Volta Zero einen futuristischen E-Lkw auf den Markt bringen. Der 16-Tonner zielt auf den innerstädtischen Lieferverkehr ab. Noch sind allerdings einige Fragen zu dem Projekt offen.

Zunächst zum Fahrzeug: Der Volta Zero wurde nach Angaben des Unternehmens speziell für den Einsatz als Lieferfahrzeug in Innenstädten entworfen. Hier soll der E-Lkw helfen, die Umweltauswirkungen des Lieferverkehrs zu verringern.

Der Zero soll eine Nutzlast von bis zu 8,6 Tonnen bieten, das Konzeptfahrzeug ist 9,46 Meter lang, 2,55 Meter breit und 3,4 Meter hoch. Die zwischen 160 und 200 kWh großen Akkus sollen eine Reichweite zwischen 150 und 200 Kilometern ermöglichen, wegen des auf die Stadt fokussierten Einsatzes soll die Höchstgeschwindigkeit auf einen Wert zwischen 80 und 90 km/h beschränkt werden.

Der E-Antriebsstrang soll dabei auch ein neues Design der Karosserie ermöglichen, das ebenfalls für den geplanten Einsatz in der Stadt optimiert wurde. Durch den Wegfall des großen Verbrennungsmotors kann das Fahrerhaus deutlich tiefer platziert werden, zudem sitzt der Fahrer mittig. Auf beiden Seiten des Fahrers befinden sich weitere Sitze, die jedoch nach hinten versetzt sind – so soll die Sicht zu den Seiten verbessert werden. Allgemein fällt das Fahrerhaus durch die großen Glasflächen auf, was die Übersicht verbessern soll.

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Es können allerdings nicht alle toten Winkel vermieden werden. An dieser Stelle sollen Kameras dem Fahrer helfen, die Bereiche vor, neben und hinter dem Fahrzeug besser erfassen sollen als konventionelle Spiegel. Zudem sind die großen Glastüren so konstruiert, dass sie beim Öffnen nicht weit in den Verkehrsraum hineinragen – so sollen Unfälle mit Fußgängern und vor allem Radfahrern vermieden werden.

Einige Teile der Karosserie sollen aus einem Flachsmaterial gefertigt werden, das mit biologisch abbaubaren Harzen verstärkt wurde. Das Material soll bei der Steifigkeit und dem Gewicht den Eigenschaften von Kohlefasern entsprechen, jedoch deutlich weniger CO2 verursachen. „Wir sind der Ansicht, dass Nachhaltigkeit mehr ist als nur Auspuffemissionen“, sagt Volta-CEO Rob Fowler. „Deshalb haben wir bei der gesamten Materialbeschaffung einen umweltschonenden Ansatz gewählt.“

Noch ist allerdings vieles Theorie. Der erste Prototyp wird derzeit mit dem britischen Unternehmen Prodrive aufgebaut, im ersten Quartal 2021 sollen Pilotversuche gemeinsam mit potenziellen Kunden beginnen. Mittelfristig solle die Produktion auf bis zu 2.000 Fahrzeuge pro Jahr steigen.

Zu der potenziellen Serienproduktion selbst (und wie diese finanziert werden soll) macht das schwedische Startup aber bisher kaum Angaben. Derzeit sind weder Zulieferer für die Antriebskomponenten bekannt, noch wie die Flachs-Paneele in größeren Stückzahlen hergestellt werden sollen.
techexplorist.com, newatlas.com, voltatrucks.com (Mitteilung)

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