15.07.2020 - 10:43

Norwegische Reederei nimmt zweite E-Fähre in Betrieb

Die norwegische Reederei The Fjords hat eine zweite rein elektrische Fähre in den Dienst gestellt. Nachdem 2018 bereits die „Future of the Fjords“ in Betrieb ging, folgt nun das Schwesterschiff „Legacy of the Fjords“.

Wie das 2018 in Dienst gestellte Exemplar ist die „Legacy of the Fjords“ 42 Meter lang, 15 Meter breit und soll bis zu 400 Passagiere transportieren können. Das Design des Katamarans soll dabei an das Opernhaus von Oslo und die Serpentinenstraßen, die sich an den Fjorden entlang schlängeln, erinnern. Vor allem aber ist das Design mit den Rampen barrierefrei.

Angetrieben wird die Fähre von zwei E-Maschinen mit jeweils einer Leistung von 450 kW. Die Energie stellt ein Batteriepaket mit einer Kapazität von rund 2.000 kWh bereit. Rund 16 Knoten (ca. 30 km/h) kann die Elektro-Fähre maximal erreichen. Die Reichweite wird mit 55 Kilometern angegeben. Die Fähre hat rund 130 Millionen norwegische Kronen, umgerechnet rund 12,2 Millionen Euro gekostet.

Gebaut wurde das Schiff mit seinem Kohlefaser-Rumpf von der norwegischen Werft Brødrene Aa, die bereits die beiden Schwesterschiffe gebaut hat. 2016 hatte The Fjords bereits die „Vision of the Fjords“ in Betrieb genommen, die zwar gleich aussieht, aber noch über einen Diesel-Plug-in-Hybrid verfügt.

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Da die „Legacy of the Fjords“ in denselben Gewässern zwischen Flåm am Aurlandsfjord und Gudvangen am Nærøyfjord unterwegs ist wie die „Future of the Fjords“, kann sie ebenfalls die 2018 installierte Ladeeinrichtung nutzen. Die schwimmende Docking-Station (im Hafen von Gudvangen war zu wenig Platz) verfügt über einen Batteriespeicher mit einer Kapazität von 2.400 kWh. Innerhalb von nur 20 Minuten soll so der Akku der Fähre wieder aufgeladen werden können. Die Future of the Fjords soll pro Jahr 700 Fahrten zwischen Flåm und Gudvangen absolvieren.

An den zu UNESCO-Welterbestätten ernannten westnorwegischen Fjorden sollen spätestens 2026 nur noch Elektroschiffe verkehren dürfen. Dazu gehört neben dem Nærøyfjord auch der bekannte Geirangerfjord.
golem.de, marinelog.com

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