24.07.2020 - 11:59

ABB baut künftig Ladegeräte in neuem Werk in Italien

Der Schweizer Technologiekonzern ABB hat in der italienischen Gemeinde San Giovanni Valdarno in der Toskana den Bau einer neuen Produktionsstätte für Ladeinfrastruktur begonnen. Die 16.000 Quadratmeter große Anlage wird voraussichtlich Ende 2021 in Betrieb gehen.

Die Investition in das neue Werk belaufen sich nach Angaben des Konzerns auf 30 Millionen US-Dollar, umgerechnet also etwa 26 Millionen Euro. Gefertigt werden soll in der Toskana das gesamte Portfolio an DC-Ladegeräten für Elektrofahrzeuge – „von Systemen für den Hausgebrauch bis hin zu Systemen für die Installation in öffentlichen Bereichen und im öffentlichen Nahverkehr“, präzisieren die Schweizer. Erst Anfang diesen Monats hat der Hersteller seine neueste Schnellladestation namens Terra 184 vorgestellt.

Doch zurück nach Italien: Die Produktionsstätte selbst soll dank Solaranlagen auf dem Dach, einem innovativen Heiz- und Kühlsystem sowie einer elektrischen Dienstwagenflotte möglichst umweltschonend betrieben werden. 20 Prozent des Werkareals – 3.200 Quadratmeter – werden ferner F&E-Aktivitäten gewidmet sein. ABB strebt an, vor allem an der Implementierung von „neuen Lösungen, neuer Software und Produktlebenszyklus-Managementtools“ zu arbeiten. Die Fertigung selbst wird durch und durch digitalisiert.

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ABB spricht von einem bedeutenden Schritt für das seit einem Jahrzehnt aufgebaute, unternehmensinterne eMobility-Geschäft. „Da die weltweite Nachfrage nach nachhaltigem Transport weiter zunimmt, wird diese neue Anlage sicherstellen, dass ABB diese Nachfrage befriedigen kann und weiterhin der Go-to-Provider für unsere E-Mobilitätslösungen bleibt“, sagt Frank Mühlon, Head of ABB’s Global E-Mobility Infrastructure Solutions. Übrigens: Erst kürzlich haben wir mit Mühlon länger über neue Produkte im AC-, DC- und HPC-Bereich gesprochen. Zum Interview mit ABBs Ladeinfrastruktur-Spezialisten Nummer eins geht es hier.

Mit über 14.000 installierten DC-Ladesäulen gehört der Schweizer Konzern zu den wichtigsten Lieferanten von Ladeinfrastruktur. Ein Markt, der sich zuletzt stark entwickelt hat und in den kommenden Jahren weiter mit hohem Tempo verändern wird. ABB richtet seine Konzernstruktur auf diesen Hochlauf aus: Noch in diesem Jahr sollen die neue globale ABB-Zentrale für E-Mobilität und ein Forschungs- und Entwicklungszentrum auf dem Campus der TU Delft im niederländischen Heertjeslaan fertiggestellt werden. Das Investitionsvolumen dort: 10 Millionen Dollar, umgerechnet rund 8,6 Millionen Euro.
new.abb.com

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