27.07.2020 - 10:47

BMW bestätigt FCEV-Kleinserie für 2022

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BMW wird ab 2022 im BMW i Hydrogen Next basierend auf dem aktuellen X5 die zweite Generation seines Brennstoffzellen-Antriebs in einer Kleinserie pilotieren. Das kündigte der Autobauer jetzt im Rahmen eines Besuchs von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier im Wasserstoff-Kompetenzzentrum der BMW Group an.

Bei der Fertigung der X5-Pilotflotte kommt laut der BMW-Mitteilung eine automatisierte Forschungsanlage zur Herstellung von Brennstoffzellenstacks zum Einsatz, die im Rahmen des durch das BMVI geförderten Projekts „Auto Stack Industrie“ aufgebaut wurde. Bei dem Stack und dem Gesamtsystem handelt es sich um Eigenentwicklungen von BMW. Das Innenleben der Stacks – also die Zellen – werden jedoch von Kooperationspartner Toyota zugeliefert.

Während BMW-CEO Oliver Zipse in der Vergangenheit immer wieder die Vorzüge des Wasserstoffs und der Technologie-Offenheit vorgetragen hatte, knüpfte er den Erfolg der Brennstoffzelle in Anwesenheit des Bundeswirtschaftsminister an eine Bedingung. „Für den Straßenverkehr ist jetzt vor allem ein Ausbau der Tankinfrastruktur erforderlich, der sowohl die Bedürfnisse der Nutzfahrzeuge als auch die von Pkw berücksichtigt“, so Zipse. „Je nachdem, wie sich die Rahmenbedingungen entwickeln, hat die Wasserstoff-Brennstoffzellen-Technologie das Potenzial, eine weitere Säule im Antriebsportfolio der BMW Group zu werden.“

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Altmaier nahm den Ball bei dem Presse-Statement auf. „Wir werden die Rahmenbedingungen gestalten und die Wirtschaft bei der Entwicklung und beim Einsatz der Wasserstoff-Technologie tatkräftig unterstützen“, sagt der CDU-Politiker. „Die marktfähige Umsetzung der Wasserstoff-Technologien liegt aber bei den Unternehmen.“ Er sei daher „sehr froh“, dass es „in Deutschland viele Betriebe wie BMW gibt, die die Vision, den Mut und die Innovationskraft haben, diese Technologie zu einem Markterfolg zu machen“.

Der auf der IAA 2019 vorgestellte i Hydrogen Next soll auf eine Leistung von 275 kW kommen, dabei handelt es sich im Grunde genommen um die nun im iX3 debütierte „fünfte Generation“ der E-Antriebe von BMW – wenn auch in einer etwas stärkeren Version als im iX3. Die Brennstoffzelle, zu der die Münchner im März einige Details genannt haben, leistet wie im Toyota Mirai 125 kW. Den Energiegehalt der Pufferbatterie nennt BMW immer noch nicht.
bmwgroup.com

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22 Kommentare zu “BMW bestätigt FCEV-Kleinserie für 2022

  1. StromSchleuder

    Wasserstoff im Auto ist totaler Schwachsinn. Meine Steuergelder für so etwas auszugeben ist der totale Mist. Für Schwerindustrie und Schiffe bin ich bei ihm aber nicht für Autos.

    • Heinz

      Deine Steuergelder werden für Ladeinfrastruktur ausgegeben. Bei H2 ist eine Anschubfinanzierung. Warum? Weil eine H2-Infrastrutkur von den Ölunternehmen aus der Portokasse bezahlt, da sie dann weiterhin Logostik von Gasen und flüssigkeiten machen können. Eine Ladeinfrastruktur bezahlt der Steuerzahler, da EON, RWE, etc an „Schnappatmung“ leiden und nur noch existieren, da der Steuerzahler schon die Kosten für die Atommüllentsorgung übernommen hat.

      • Strombert

        Leider falsch…. die Steuerzahler finanzen auch die H2-Tankstellen..über großzügige Fördermittel des bundes und der Länder.
        Und leider auch das H2 selber, wenn es den mal mit Grünen Strom erzeugt wird… den das die Erzeuger mit Hydrolysatoren Wasserstoff billig machen können wird dem kleinen Stromverbrauchern draufgehauen auf die Stromrechnung

        • Gerd

          richtig, und das ganze seit Jahrzehnten. Und denen, die Energie in kg und l verkaufen ist es gerade recht, denen die die vielen zusätzlichen Bauteile verkaufen genau so,

  2. Mark Bruford

    Ich meine:
    Wer nicht hören will soll fühlen
    Daher unbedingt kaufen; aber anschließend sich über diesen Quatsch nicht beschweren.

  3. BEV

    *gäääähn* … Kleinserie 2022, ein Feldversuch, ja super davon haben wir was, bis das mal soweit wäre, gibt es längst Akkus mit hoher Kapazität.

    • D-Tric

      @BEV Ja, genau nach dem Muster laboriert man schon seit 30 Jahren an dem Thema „Wasserstoff im PKW“ rum. Siehe z.B. Mercedes Necar. So langsam müsste man doch mal kapiert haben, dass das keinen Sinn macht.

      • Roma

        Bekommt der GLC F-Cell ein neues bayrisches Kleid?

  4. E.v.K.

    Schäm dich BMW so einen Wasserstoffquatsch raus zu bringen

  5. Franz-Peter Kayser

    Wer sagt, dass es dieser Kleinserie anders geht als dem Mercedes GLC F-Cell?

    Und dafür sündhaft teure Wasserstoff Tankstellen bauen, die dann keiner nutzt? Da droht ein Subventionsgrab.

    • BEV

      Der Witz ist, dass es kaum H2 Tankstellen gibt aber genau das Tanken wird dann immer als Vorteil genannt. Während es mittlerweile fast 20.000 Ladepunkte für BEVs gibt. Klar dauert das länger aber Ziel muss ja sein, dass ich da wo ich parke eine Steckdose/Wallbx hab..
      Wasserstoff tanken geht auch nicht wie Benzin.

  6. Strombert

    Okay, Kleinserie.
    90.000 aufwärts? Ist ja Premium, nicht Toyota-Plastik…
    Oder nur an Promis zu verleihen , wie schon mal mit dem Wasserstoff-7er?

    Und dann bestimmt nur wenn eine Wasserstofftankstelle in der Nähe, wie bei Mercedes..

  7. HAF

    Es ist schon seltsam in Deutschland. Immer noch hört man viele Menschen „Wo soll ich denn mein e-Auto laden?“ – als hätten diese noch nie eine Steckdose gesehen und Strom wäre gerade erst entdeckt worden. Im gleichen Atemzug kommt dann aber „Wasserstoff, das ist die saubere Zukunft, nicht diese dreckigen Batterien.“ Da muss ich mich echt wundern, denn eine Wasserstofftankstelle habe ich schon lange nicht mehr gesehen und bei der momentanen Gewinnung von Wasserstoff aus (Fracking-) Erdgas hat sich das Thema Umwelt auch schnell erledigt.

  8. Heinz

    Ja diese Akkus wird es geben. Festkörperakkus. Leider nicht Schnellladefähig, d.h. man kauf tein Auto zum Betanken und nicht zum Fahren.

    • mike

      viele Autos wurden überwiegend zum Parken gekauft 😉 und da gibts die gute alte, bewährte Steckdose.

  9. Ali G.

    Seit 5, 10, 20 Jahren immer wieder die gleiche Leier!!!

    https://www.ingenieur.de/technik/fachbereiche/fahrzeugbau/das-wasserstoff-zeitalter-autos-startet-serien-pkw-bmw/

    Dieser Bericht ist aus 2000!

    Seit 8 Jahren nun fahre ich ein Elektro-Auto. Kann zu hause laden, das kann ich wohl mit Wasserstoff nicht und niemals. Wo ist der Vorteil? Im Palladium in der Brennstoffzelle, das sich löst? Somit die Brennstoffzelle keine 200000km hält? Viele vergessen auch, dass eine Pufferbatterie von nöten ist. Echt? Wirklich? Lithium und Kobalt ist aber wirklich das Schlimmste der Welt. Dann lieber Wasserstoff aus Kohle. Wer an Wasserstoff glaubt im PKW-Sektor, der sollte die Glastür öffnen bevor er durchgehen will.

  10. mike

    Die sollen den BZ und Wasserstoff Apparatismus erst mal stationär zu laufen bringen…und dann schauen wir weiter…also unsere Enkel..

  11. John

    Technologieoffenheit beim PKW (man spricht von Millionen Fahrzeugen) ist sinnvoll solange es noch keine Lösung der Batterieherausforderungen gibt. Diese sind:
    – Energiedichte deutlich erhöhen,
    – Elektrodenmaterialien welche im Überfluss vorhanden sind und deren Lieferkette sozioökologisch vertretbar aufgebaut werden kann und
    – das Recycling der Batteriematerialien hinreichend gelöst ist.

    Das ganze muss dann natürlich im Kostenrahmen liegen.
    Es gibt Gründe wieso sich kein OEM die Anode und Kathode ans Bein binden will.
    Übrigens die zukünftige Hochenergiebatterie (wahrscheinlich X/Luft Batterie) muss ohne Lüfter oder Kompressor auskommen, da sonst auch deren Wirkungsgrad in die Knie geht.
    Batterieautos wurden bereits vor der BZ entwickelt und man wollte sie nicht haben.
    Jede Technologie braucht ihre Zeit und vor allem den Rahmen in dem sie sich entwickeln kann (Daimler war mit der BZ viel zu früh dran und nun ist das Thema im Konzern verbrannt). Wir werden auch BEVs nicht für die Ewigkeit subventionieren können auch wenn das die OEMs gerne so hätten.
    Es ist sinnvoll die Anode (H2) elektrisch aus H2O herzustellen und die Kathode (Luft) kostenfrei zu nutzen. Der Rest ist Plastik und Blech wie wir es bereits kennen. Das würde auch ein Nichtexperte verstehen. Wo der effizienteste Einsatz liegt werden die Kosten zeigen. Wir können aber nicht die ganze Welt mit Batterien zustellen. Das würde nur mit Wasser/Luft Batterie etc. funktionieren 😉
    Darin liegt der Reiz!

  12. G. Becker

    Nur Batterie ist keine Zukunft. Wer soll auch Millionen von Ladestationen bauen und warten.und der Anbieterstreit. Und ein Auto an einer Steckdose laden ist auch quatsch. Schnelle Ladezeit viel Strom, das geht nicht an einer normalen Steckdose . Wasserstoff Technik ist noch am Anfang aber hat sehr viel Potential. Wasserstoff gehört die Zukunft

    • HAF

      Wer hat denn die Millionen (Kraftstoff-) Tankstellen gebaut, die heute existieren? Und wer wartet diese?
      Warum schnelle Ladezeiten als Grundvoraussetzung? Was fährt ein Durchschnitts-Europäer pro Tag? 50km, 100km oder 200km? Bei 8h Standzeit des Autos beim Arbeitgeber und dann nochmal mindestens 10h über Nacht daheim reicht eine 7,2kW/h Ladung locker aus um immer mit 100% loszufahren (und nein, davon brechen unsere Stromnetze nicht zusammen, sonst dürfte ich nicht Ofen und Herd gleichzeitig daheim betreiben),

  13. BatMan

    ich habe im Jahre 2002 als Ingenieur in einem der grössten Wasserstoffprojekte der Automobilindustrie angefangen. Damals das Ziel: 2004 in Serie gehen 😉
    wie hat sich das Projekt weiterentwickelt? wurde eingestellt 😉
    Stand heute trotz >70 Bewerbungen in der Autoindustrie und 10 Jahren Erfahrung im Bereich E-Antriebsentwicklung und grosser Begeisterung für Bat-Antriebe keine Joboptionen im Bereich Batterieantriebe (ausser beim Dienstleister). Im Bereich Wasserstoff bin ich mit Jobangeboten zugeschüttet worden, obwohl ich mich dort nie beworben habe und es im Bereich der Individualmobilität für nicht zielführend halte. Dieser Wahnsinn schreit zum Himmel !!!

  14. John

    Kann es sein dass zuvor bereits die A-Klasse ZEBRA-Batterie eingestellt wurde? 2004 war definitiv noch keine Zeit für alternative Antriebe. Jeder OEM hat gehofft dass das Thema an ihm vorbeigehen würde. Zu dieser Zeit musste man noch nicht mal viel Lobbyisten nach Berlin oder Brüssel schicken. Niemand wollte das Klima schützen. Zu dieser Zeit hat man doch noch diskutiert ob es überhaupt ein Klimaproblem gibt.
    Denkbar schlechter Rahmen für Technologien die noch nicht einmal einen neuen Markt erschließen können. Denn auch heute benötigt der Individualverkehr keine alternative Antriebe. Zähneknirschend verkauft man Hybridfahrzeuge.
    Mit dem BEV und alles andere das wir noch mit Batterien betreiben wollen ist es leider nicht so wie man es der Öffentlichkeit suggeriert. Man kann nicht zum Conrad gehen und eine Batterie für ein BEV kaufen wenn man eine braucht. Die Filialen wären wahrscheinlich schon mit einem BEV ausverkauft.
    Wir reden hier schon von richtig viel Anode und Kathode!
    Wenn es genügend grünen Strom gibt (und da müssen wir leider, auch mit dem BEV, hin wenn wir es mit dem Klima ernst meinen) dann ist H2 durchaus eine interessante Anode die man aus Wasser herstellen kann. Die Kathode ist O2 aus der Luft. Auch der Nichtexperte versteht dass diese H2/Luft-Batterie interessant ist.
    Daher macht es Sinn technologisch offen zu bleiben.
    Vielleicht hast du dich im richtigen Projekt mit den falschen Leuten zu lange festgebissen. Zum Trost sag ich „separate people from the problem“. Vielleicht hilft es dir dich für das H2-Thema wieder zu motivieren. In einem neuen H2-Umfeld triffst du sicher auch neue Leute welche die bittere Erfahrung die du gemacht hast nicht gemach haben. Die können dich sicher wieder begeistern.

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Gefunden bei electrive.net
https://www.electrive.net/2020/07/27/bmw-bestaetigt-fcev-kleinserie-fuer-2022/
27.07.2020 10:36