23.09.2020 - 12:48

EnBW führt ab November Blockiergebühr ein

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Der Energieversorger EnBW hat für seinen Ladedienst „mobility+“ eine Blockiergebühr angekündigt. Ab dem 2. November soll als „zusätzliche Tarifkomponente“ ab der fünften Stunde ein Betrag von 9,75 Cent pro Minute abgerechnet werden.

EnBW begründet den Schritt aufgrund Erkenntnissen, die aus dem Nutzerverhalten an Ladepunkten entstanden sei. „Uns ist dabei aufgefallen, dass Ladepunkte oft weit über den Ladevorgang hinaus blockiert sind“, heißt es in der Mail an die „mobility+“-Kunden. „Dadurch werden für Sie und andere Nutzer*innen von E-Fahrzeugen die Möglichkeiten eingeschränkt, schnell und einfach aufzuladen.“

Die Blockiergebühr von 9,75 Cent pro Minute mit 16 Prozent Mehrwertsteuer (ab dem 1.1.2021 10 Cent pro Minute mit 19 Prozent MwSt.) soll aber nicht zur Kostenfalle werden. Ein „Kostenairbag“ begrenzt die Blockiergebühr auf derzeit 11,70 Euro pro Ladevorgang (ab 2021: 12 Euro). Somit fällt nach zwei Stunden „blockieren“ eine Pauschale an.

Die Blockiergebühr gilt ab dem 2. November für alle Ladevorgänge, die über ein „EnBW mobility+ Zugangsmedium“ durchgeführt wurden – also auch für Kunden von Partnertarifen, die Kundenmail wurde auch an Nutzer des „ADAC eCharge“-Tarifs verschickt. Auch der neue Hyundai-Ladedienst nutzt das „mobility+“-Angebot und dürfte somit auch von der Tarifänderung betroffen sein.

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In einer Pressemitteilung zu dem Thema gibt der Energieversorger einige weitere Einblicke in die Entscheidungsfindung. So seien 95 Prozent aller Ladevorgänge bereits nach drei Stunden beendet. Dennoch hätten Analysen gezeigt, „dass die über die reine Ladezeit hinausgehende Standdauer von E-Autos an Ladestationen vielerorts zunimmt“. Daher werde „für mehr Fairness an der Ladesäule“ die Gebühr eingeführt. Bei den durchschnittlich dreistündigen Ladevorgängen bleibe die vierte Stunde „für mehr Flexibilität“ weiter kostenfrei – die Kunden bekommen also einen kleinen Puffer.

Heißt aber auch: Ein Fahrzeug wie der BMW i3 120 Ah lässt sich in dem Zeitfenster gerade noch so ohne Blockiergebühr nahezu vollladen, sofern der Ladestand bei Ankunft an der Ladesäule unter zehn Prozent liegt. Bei E-Autos mit größerer Batterie und/oder einem langsameren Onboard-Charger ist das nicht mehr der Fall – also etwa ein Tesla Model 3 LR, ein Audi e-tron 55 oder ein älterer Hyundai Kona Elektro 64 kWh mit Ein-Phasen-Lader. Ähnliches gilt wohl für PHEV, die teilweise mit ihren 3,7-kW-Chargern trotz kleiner Batterie mehrere Stunden laden müssen. Und: Das AC-Laden an einer öffentlichen Säule über Nacht wird mit dem EnBW-Dienst nun 11,70 Euro teurer.

„Wir wollen sicherstellen, dass E-Autofahrer*innen immer einen freien Ladepunkt in der Nähe finden“, sagt Vertriebs-Chef Timo Sillober. „Wir appellieren auch weiterhin an ein solidarisches Verhalten aller E-Mobilist*innen, Ladepunkte nach beendetem Ladevorgang wieder freizugegeben. Davon profitieren alle und damit tragen alle zum Erfolg der Elektromobilität bei.“

Anders als etwa Maingau Energie, wo im „Einfach Strom Laden“-Tarif bei der Blockiergebühr zwischen AC- und DC-Ladesäulen unterschieden wird, gilt die Gebühr bei EnBW pauschal nach vier Stunden Ladezeit. Bei Maingau sind es an AC-Ladern ebenfalls vier Stunden, an DC-Schnellladern wird die Gebühr von ebenfalls zehn Cent bereits nach einer Stunde fällig. Da EnBW auf die Beobachtung des Nutzerverhaltens hinweist, liegt der Schluss nahe, dass an den DC-Schnellladern wenig „blockiert“ wird und die Kunden schnell weiterfahren.

Die weiteren Komponenten der EnBW-Tarife, also die einheitlichen Kilowattstunden-Preise für AC und DC unabhängig vom Roaming, sollen laut der Kundenmail unverändert bleiben.
enbw.com

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49 Kommentare zu “EnBW führt ab November Blockiergebühr ein

  1. Joel

    Ok für DC, schade für AC.
    Was wenn ich über Nacht meinen Ampera-e nur in 9 Stunden an einer AC-Säule voll bekomme?
    Müsste ich dann nachts um 3 zur Ladesäule, um den Ladevorgang neu zu starten?

    Besser wäre glaube ich eine Regelung gewesen, die nur für DC oder AC 1-2 Stunden nach Beendigung des Ladevorgangs gilt.

    • Sebastian Schaal

      Hallo Joel,

      darauf haben wir mit der Aufzählung an Modellen angespielt – den Amerpa-e könnte man dort genauso ergänzen. Oder einen Jaguar I-Pace mit dem einphasigen AC-Lader.

      Eine Regelung mit 1-2 Stunden nach Ende des Ladevorgangs ist derzeit rechtlich aber nicht möglich – das Eichrecht. In dem AC-Lade-Protokoll gibt es den Zustand “Fahrzeug ist angeschlossen, lädt aber nicht mehr” nicht. Der Ladevorgang läuft in der Kommunikation zwischen Fahrzeug und Säule (und damit dem Ladeanbieter) weiter – somit weiß der Ladeanbieter offiziell nicht, wann genau der Ladevorgang beendet wurde. Natürlich wäre es technisch möglich, nach dem Abfallen der Ladeleistung auf 0 kW einen Timer zu starten, aber es ist nicht zulässig.

      Viele Grüße
      Sebastian Schaal

      • stan

        Man könnte aber den Ladevorgang von der Ladesäule her beenden, wenn kein Strom mehr fließt, damit gibt es eichrechtlich einen korrekten Ladeabschluß. Und danach den Timer starten.

        • Dani

          Genau so sehe ich das auch. Solange Strom fließt blockiert man ja nix. Sollte SW-technisch ja möglich sein liebe EnBW. Oder doch einfach nur ne versteckte Preiserhöhung…?

          • Sebastian Schaal

            Nochmals zur Klarstellung: Natürlich ist es Software-technisch möglich, einen Timer zu starten, wenn die Ladeleistung unter eine gewisse Schwelle sinkt oder sich der Zählerstand in einer Zeitspanne x nicht mehr ändert – es ist aber nicht zulässig. Für das eichrechtskonforme Abrechnen eines Ladevorgangs dürfen nur der Zählerstand zu Beginn des Ladevorgangs (sekundengenau festgehalten) und der Zählerstand am Ende des Ladevorgangs (ebenfalls sekundengenau) genutzt werden, diese Werte werden von der Ladesäule an den CPO übertragen. Der sekundengenaue Zeitpunkt samt eichrechtskonform gemessenen Zählerstand, ab dem der Ladevorgang beendet, das Auto aber noch angeschlossen ist, wird nie erfasst und übermittelt – das ist im Ladeprotokoll nicht definiert. Somit sind Anbietern wie EnBW und Maingau hier die Hände gebunden.

            Viele Grüße
            Sebastian Schaal

      • Neo24

        Man könnte aber eine Nacht Komponente einbauen wie es die Stadtwerke Heidelberg machen.

        Dort zahlt man von x Uhr bis 6 Uhr keine Zeit pauschale. Wenn man die 4 Stunden nimmt und der Nachttarif von 20 ~ 22 Uhr bis 6 ~ 7 Uhr gültig ist
        So kann man um 18 Uhr mit dem laden beginnen, um 20 Uhr also nach 2 Stunden fängt der “Nachttarif” an, man hat dann also noch 2 Stunden Zeit 6 + 2 = 8Uhr um das Auto weg zu fahren.

        4 Stunden sind aber auch zu kurz, welches Auto kann man denn da volladen? Laden während der Arbeitszeit? Wird schwierig wenn es nicht direkt am Gebäude ist.

        Ich würde die Zeit auf 6 ~ 8 Stunden begrenzen und dann eine Strafgebühr von 2 Cent je Minute berechnen. Am schnellader ab 60 Min.

        Dazu denn oben genannten Nachttarif ohne Zeit Komponente, dann sollte es für alle passen. An sonsten ist es am schnellader billiger und grade die sollen doch frei bleiben für die die wirklich Schnelladen müssen.

  2. Torsten

    Wie definiert ist der “Ladevorgang”. Ich könnte ja theoretisch über die App den Ladevorgang nach 3h stoppen und dann wieder starten ohne das Fahrzeug auch nur 1mm zu bewegen? Die Säule bekommt meines Wissens ja nicht mit, ob ich etwas verändert habe, oder?

    • Peter

      In Holland hatte ich zwei DC-Stationen wo einmal nach einer Stunde und die andere nach 30min den Ladevorgang beendet hat. Beide Male konnte der Ladevorgang erst nach 12Stunden wieder gestartet werden, obwohl das laden kostenpflichtig war.

  3. Robert

    Das heißt, man kann nachts sein Auto nicht mehr laden ohne extra Gebühr zu zahlen. Verstehe ich das richtig?

    • Sebastian Schaal

      Hallo Robert,

      eine nächtliche Ausnahme von der Blockiergebühr ist laut den bisher vorliegenden Informationen nicht geplant. Mit dem EnBW-Dienst wird beim Über-Nacht-Laden also wohl die Blockiergebühr gedeckelt auf 11,70/12 Euro pro Ladevorgang greifen, ja. Mit anderen Ladediensten, abgesehen von Maingau Energie, können Sie vorerst weiter ohne Zusatzgebühr über Nacht laden.

      Viele Grüße
      Sebastian Schaal

      • Robert

        Da ich keine Ladestation zu Hause installieren kann, lade ich entweder Nachts oder auf der Arbeit im Parkhaus . bisher beides problemlos mit der enbw Karte . in beiden Fällen stehe ich natürlich länger als vier Stunden. Das ganze ist ein absoluter Witz! Ich bereue meinen Elektroauto Kauf leider so langsam…

        • Jürgen

          Na ja, ich kann das schon nachvollziehen. Ich habe mich über die Blockierer leider schon öfter ärgern müssen, fahren ein Plug-in Hybrid und blockieren etliche Stunden eine lLadesäule…

          • Martin

            Hallo Jürgen,
            fair ist Deine Antwort nicht. Ich fahre einen Plug-in Hybriden und das nicht, um Steuern zu sparen. Und die Kiste läd leider nur mit 3,7 kWh, benötigt somit etwas über 4 Stunden von 0% auf 100%. Bei der begrenzten Reichweite von realen 45 km und rund 47 km zur Arbeitsstätte komme ich immer leer an, fahre die letzten Meter sogar mit dem Verbrennungsmotor. Also muss ich laden und das möglichst voll. Einerseits wird gemeckert, dass Hybrid-Fahrer das nur zur Schau machen und andererseits „blockieren“ sie die Ladesäulen für die bessere Gesellschaft.
            Über Deine Aussage kann man nur den Kopf schütteln.
            Schlimmer sind doch die Fahrer von Verbrennungsmotoren, die an den Ladesäulen parken. Da hat man keine Handhabe. Ist mir jetzt schon mehrmals in FFM passiert und die Mainova interessiert es nicht.
            Die Parkgebühr stört mich eigentlich nicht, würde sie dem Betreiber der Ladesäulen zu Gute kommen. Das ist aber nicht der Fall, sondern diese fließt in die Tasche der Kartengesellschaft und das ist meines Erachtens nicht korrekt

        • Markus Selzer

          Lächerlich die ganze Angelegenheit. Fühle mit allen mit, obwohl ich die Möglichkeit hätte zu Hause zu laden da ich auf dem Land wohne. Mein Zoe hat nur eine 22kwh Batterie und braucht derzeit schon 4 Std. Ladezeit weil im Umkreis kaum eine Säule über 8kw drückt. Trotzdem wird man fast vergewaltigt ein E Fahrzeug zu fahren.

  4. Thomas

    Ich denke, das ist einfach eine Preiserhöhung durch die Hintertür. Sollte die Kontrolle nicht vielmehr beim Ordnungsamt liegen, da es ja zumeist heisst Parken nur während des Ladevorganges.
    Wir haben hier sehr oft mehrtägige Car2Go (Sharenow) Dauerparker. Werden die denn auch zur Kasse gebeten?
    Oder einfach Verbrenner die die Ladesäulen blockieren.
    Ich denke dass ab 21 Uhr sich niemand mehr das Laden antun wird. Da können ja dann die Verbrenner parken, da nachts eh nicht kontrolliert wird.
    Ich glaube nicht, dass dies der richtige Weg ist, um die Elektromobilität voranzubringen.

    Gruss

    • Werner

      Absolut richtig…
      Car-Sharing-Fahrzeuge blockieren gerade über das Wochenende die Säulen, weil niemand das Auto umstellt, und bei Beschwerden werden die Mitarbeiter auch noch frech und lügen einen an.
      Eine blockiergebührfreie Zeit von abends 18 oder 20 Uhr bis 8 Uhr morgens wäre ein guter Kompromiss, und Nachtladungen wären dann weiterhin möglich.

  5. A. B.

    Ich lade meinen Kangoo Z.E. überwiegend über Nacht und er ist nun mal kein Schnelllader. Nach 160 km muss ich also ran an die Säule und der ist erst nach 9-12 Std. wieder voll. Was für eine Abzocke, wenn ich bisher ca. 9,50 bezahlt habe und jetzt 11,70 Euro dazu kommen. Wer kommt denn auf die Idee, Abends/Nachts eine andere Ladesäule zu suchen? Da kann doch keine Rede von blockieren sein. Zwischen 8-18 Uhr sind doch die Ladeparkplätze sowieso schon auf 4 Stunden begrenzt, ansonsten droht abschleppen.

  6. Oliver

    Ja, man sieht schon – das ist total durchdacht. Z.B. bei den Parkplätzen bei der Therme in Erding geht man sicher mal kurz raus, um das Auto umzuparken. Da haben sich die Füchse wieder zusammengetan und echt praktikable Lösungen für uns alle erdacht. Der Dieselfahrer lacht, der E-Auto Fahrer zahlt für’s “parken” gleich noch mal extra 11,70 an den ENERGIEVERSORGER!

    Muss man das verstehen?

    • Constantin

      aufladen wenn möglichkeit besteht, nicht erst wenn die batterie leer ist.

      Ein Ladevorgang von 4 Stunden ist zu vermeiden, zumindest solange wir eben nicht so viel Stationen wie Parkplätze haben.

  7. Rüdiger

    Blockiergebühren sind unumgänglich. So lange Egoisten ihr Fahrzeug zum Dauerparken mit begleiteten Laden an einer Ladesäule abstellen, finden Andere keine Lademöglichkeit und der Ladestromanbieter kann auch kein Geld verdienen. Bei Tesla funktioniert das System mit der Blockiergebühr auch bestens. Ebenso sollten die Fahrzeughersteller bessere Onbordlader einbauen, ein Renault ZOE mit seinem 22 kW Lader an Bord ist ein Beispiel das zeigt wie es geht.

    • Florian

      Ich glaube niemand hier hat etwas gegen Blockiergebühren an Schnellladern (bzw. auf der Langstrecke). Das ist doch sonnenklar. Der Tesla Supercharger Vergleich hinkt insofern.

      Und selbst bei (städtischen) AC-Säulen hat wohl niemand etwas gegen eine Blockiergebühr, wenn sie denn wirklich erst mit Abschluss der Ladung zum Tragen kommt.

      In vier Stunden bekommen viele (inkl. mir) ihr Auto im Zweifelsfall nicht voll. Heißt die müssen dann rausgehen, abstecken und neu anstecken. Was schon ein ziemlicher Blödsinn ist.

      Auf der anderen Seite… wenn ich hier lese, dass jemand in die Therme Erding fährt um dann stundenlang dran zu hängen, obwohl potentiell schon vollgeladen ist. Das ist dann genau der Fall warum solche Gebühren nötig werden.

      However. Ich halte Blockiergebühren für durchaus sinnvoll. Ich hätte mir aber auch gewünscht, dass hier die Nacht vielleicht anders behandelt wird und grundsätzlich erst mit Abschluss der Ladung angefangen wird zu “blockieren”.

      Die Tatsache, dass die sinnvollen 4 Stunden maximale Ladedauer der Städtevorschrift eingehalten wird ist meines Erachtens Aufgabe der Stadt und nicht der Energiebetriebe.

      Mei… das alles wird schon noch werden.
      Sind wir mal froh, dass wir mit EnBW überhaupt noch einen Anbieter haben der zu wirklich lukrativen Preisen anbietet und mit einem tollen Netzwerk auffährt.

  8. Simon

    Meine Frau ist Lehrerin und kann ihre Grundschüler nicht einfach mal unbeaufsichtigt lassen, um das Auto umzuparken. Faktisch ist damit der Tarif für uns uninteressant geworden.

    Ich vermute, dass es weniger um die E-Auto-Fahrer geht, als mehr darum, die Ladesäulen stärker auslasten zu können und damit mehr Gewinn zu machen. Die Standzeiten nach dem Laden kommen sicher nicht geschlossen dadurch zu Stande, dass die Menschen alle faul oder unsozial sind, sondern sie haben ihre Gründe. Um Elektroautos attraktiv zu machen muss man solche Standzeiten akzeptieren, alles andere ist nur Gängelung und an der Lebenswirklichkeit der Kunden vorbei gedacht.

    Man kann das Problem der Ladepunkteknappheit auch anders bekämpfen, zum Beispiel in dem man mehr Ladepunkte installiert. Oder indem man mehrere Parklücken pro Ladepunkt anbietet und es technisch ermöglicht, dass nach Abschluss des Ladevorganges jemand anderes das Ladekabel abzieht um einen eigenen Ladevorgang zu starten.

    • kTz985

      “um mehr Gewinn zu machen”
      – Naja Gewinn macht mit einer Ladestation niemand. Es geht eher darum weniger Verlust zu machen.
      Sinnvoll finde ich es auf jedenfall, dass die Leute motiviert werden das Fahrzeug abzustecken. Die 12€ Grenze ist Top, da vielen das wahrscheinlich unwissentlich “passiert”.
      Ausnahmen wären da jedoch trotzdem sinnvoll zB keine Blockiergebühr in den Nachtstunden oder in Parkhäuser wo man sowieso schon für das Stehen zahlt.
      Problem ist halt, dass bei zu Vielen Varianten für den Durchschnittsfahrer schnell die Übersicht verloren geht.

    • Constantin

      Was spricht dagegen hier der Gemeinschaft wegen entsprechend zu handeln?

  9. Felix

    Wenn das so kommt heißt dass für mich Abschied von EnBW. Es ist mir schleierhaft warum man so eine Maßnahme einführt. De Facto heißt das über Nacht kann man nicht mehr Laden. Es wird also nicht zu mehr Umsatz führen sondern zu weniger. Trotz, oder gerade wegen des guten reinen kWh Tarifs gibt es an unserer gut frequentierten EnBW Säule keine Probleme mit Blockierern. Nach dem Ladevorgang noch 1-2 h zu stehen oder bis zum nächsten morgen ist für mich kein blockieren! Ich bin als Mieter im 5.OG auf öffentliche Ladeinfrastruktur angewiesen, mit der neuen Regelung ist es einfach nicht mehr praktikabel!
    Bitte vernünftige Zeiten wählen in denen man das Auto auch vollladen kann oder ich bin als Kunde fort (und ich lade für 60-80€ jeden Monat!).

  10. Christian Zander

    Neulich auf dem Wanderparkplatz mit 3% Restreichweite angekommen, dann das Auto zum Laden angeschlossen und nach der Wanderung festgestellt, dass ich mehr als 4,5 Stunden unterwegs war. Schon habe ich bei Maingau extra für 33 Minuten Standzeit bezahlt.
    War ganz schön blöd.
    Auch im Parkhaus ist mir das mit Maingau passiert. angekommen mit 13% oder so ähnlich, den ganzen Tag einphasig geladen (mein Leaf kann nicht mehr an AC), dann kam die dicke Rechnung am Monatsende. 5,44 EUR für den Strom, das war okay und dann noch 20,55 EUR für die Standzeit. Achja, ich war ja im Parkhaus, d.h. die Parkgebühr in Höhe von 8 EUR kam dann auch noch dazu.
    Ich dachte immer, so AC-Ladesäulen sind Destination-Charger. Manchmal ist es einfach nicht möglich, das Auto zwischendruch wegzufahren.
    Ich lade nie, wenn ich nicht wirklich muss. Erzählt wurde uns allen aber, dass man immer, wenn das Auto steht, ja laden könne.

  11. Michael

    Das finde ich auch sehr schade! Also für nachts laden, Thermen Besucher, Wanderungen, oder laden am Arbeitsplatz und so weiter funktioniert das einfach nicht.

    Kennt jemand eine Alternativ-Ladekarte, die für genau diese AC-Ladungen gut funktioniert?

  12. Frank

    Mal sehen ob das die E-Carsharer davon abhält, das Abstellen Ihrer Fahrzeuge an öffentlichen Ladesäulen zu incentivieren.
    Was zu wünschen wäre!

  13. Steven

    Hallo,

    das klingt für mich nach absichtlicher Abzocke über Nacht. Finde schon dass es hier Lösungen gibt (Nachttarif/ keine Zusatzkosten bei Ladeende + 2h, etc.).
    Gibt es eine Möglichkeit hier mit dem Verbraucherschutz zu reden?

    ICeing beschränkt das bspw ja auch nicht.

  14. oaito

    Moin!

    Erstaunlich, was so eine Nutzungsanalyse für blinde Flecken enthält. Ob EnBW auch daran gedacht hat, seine Kunden repräsentativ zu befragen? Ich habe meine Zweifel…

    Auf meiner Kundenwunschliste finden sich andere Szenarien:

    1) Falschparker und Blockierer die gar nicht laden, allen voran die Verbrenner aber leider immer mehr eingestöpselte PHEV. Letztere werden durch die Blockiergebühr einfach den Ladevorgang gar nicht erst starten, kostet dann gar nix.

    2) Anstatt eines einfachen 24/7 Tarifes warte ich seit langem auf den günstigeren Nachttarif am AC Lader, statt die wenigen EV Mobilisten ohne eigene Lademöglichkeit weiter abzustrafen.

    3) Maingau hat seine letzten beiden massiven Preiserhöhungen mit Nutzungsanalyse und Fairness begründet, scheinen damit ein Beispiel gesetzt zu haben. Wenigstens unterscheiden Sie zwischen AC und Langzeitladern.

    4) Wir Kunden sind nicht dämlich, allein der Schritt ein BEV zu kaufen sollte das bewiesen haben. Warum werden uns also “einfache Tarife” mit den entsprechenden Nachteilen aufgezwungen? Jede Tankstelle hat eine große Anzeige mit dem Preis, Parkplätze kommen mit Zusatzschildern zu Tagen, Zeiten und Ausnahmen daher und werden verstanden. Also kann man mir auch zumuten, abends ab einer bestimmten Zeit weniger für den Strom zu bezahlen und dafür die Nacht zum Vollladen zu nutzen. Wie beim Parken zahle ich dann entweder später mehr oder fahre weg.

    5) Klare Kennzeichnung an Ladesäulen und somit klare Regeln: Ampelanzeige pro Ladepunkt
    – Grün wenn aktiv geladen wird plus Parkscheibe und alles ist gut.
    – Gelb nach Abbruch des Ladevorganges, damit der Besitzer z.B. 15 Min Zeit hat, zum Auto zu kommen, nachdem die App die Benachrichtigung gesendet hat.
    – Rot wenn nicht am Laden/authentifiziert – dann kann im öffentlichen Raum das Knöllchen oder der Abschlepper zum Zuge kommen. Und solange die Tickets ausbleiben oder günstiger sind als die Parkgebühren nutzt das nix…

    Viele Grüße!

    • Bernd

      Bravo!!!!

  15. Holger

    Mal eine technische Frage 😉 : Wenn ich mithilfe der App den Ladevorgang beende, aber trotzdem angeschlossen stehen bleibe, wird das überhaupt als Blockieren registriert. Ich meine, bei anderen Anbietern habe ich auf diese Weise schon “freie Säulen” gesehen, die es tatsächlich nicht waren.

  16. Petra

    Ich habe einen Plug-in-Hybrid, der etwa 50 km elektrisch fährt. Bisher versuchen wir immer, am Zielort zu laden, um das so gut wie möglich auszunutzen. Aber wenn wir nach 4 Stunden einen Aufpreis zahlen müssen, ist das schlicht sehr riskant, da zahle ich im Zweifelsfall fast 15 Euro für 50 km Fahrt. Und wenn ich in einer Therme, Museum, Theater etc. oder einen P+R-Parkplatz bin, laufe/fahre ich doch nicht nach 4 Stunden raus und parke das Auto um. Zumal ich selten erlebt habe, dass die Säulen wirklich alle besetzt waren. Dann lade ich lieber gar nicht.

    Kennt jemand eine gute Alternativladekarte? Wir haben noch NewMotion und Plugsurfing, aber haben die bisher nur selten genutzt, Mobility+ hat ja gut funktioniert. Aber so ist das für uns in vielen Situationen zu teuer.

    • Holger

      Im Ladenetz.de – Verbund etlicher Stadtwerke – gibt es teilweise Flats schon ab 5 € / Monat. Da muss man aber recherchieren, ob das eigene Stadtwerk Mitglied ist oder ob ein anderes Stadtwerk den Tarif auch für Nichtkunden öffnet. Ansonsten gibt es noch GetCharge – ehemals Telekom, jetzt Alpiq -. Das Netz ist etwas dünner, die Preise sind aber meist gleich. Es fällt auch keine Grundgebühr an und bis jetzt gibt es auch noch keine Blockiergebühr.

    • Constantin

      sich einen anderen Anbieter ist uneinsichtig, wir schätzen doch alle eine verfügbare Lademöglichkeit. Der Verbrenner parkt ja auch NICHT auf der Tankstelle sondern sucht sich einen Parkplatz.

      • Petra

        Kann ich schon verstehen, allerdings ist es mir bisher wirklich nur sehr selten passiert, dass alle Ladesäulen besetzt waren (außer bei kostenlosen Angeboten). Beispiel die schon oben genannte Therme Erding, da waren wir bei unserem letzten Besuch sowohl bei Ankunft als auch bei Abfahrt die einzigen an den Ladesäulen. Und ich renn doch nicht nach vier Stunden aus der Therme raus, um das Auto umzuparken. Oft geht das ja auch gar nicht, z.B. bei Bergtouren, oder bei P+R-Parkplätzen. Dann wird halt in Zukunft gar nicht geladen. Hält die Ladesäule frei, macht es aber garantiert für uns nicht attraktiver, uns irgendwann mal ein richtiges E-Auto zu kaufen. Wenn man schon lange Tankdauern hat, dann sollte es auch dort möglich sein, wo man sich eh lange aufhält. An der Tankstelle muss ich ja nur maximal 5 min warten und kann dann wieder los.

  17. Georg

    In vielen Fällen in das Parken an Ladestation für E-Fahrzeuge über Nacht erlaubt- auch ohne zu laden!
    D.h. ich könnte jetzt meinen Hybrid dort über Nacht parken aber ohne anzuschließen, um die Blockiergebühr zu vermeiden.
    Ergebnis: der Platz ist trotzdem blockiert und ENBW macht jetzt gar keinen Umsatz. Das ist doch kontraproduktiv. Wie schon öfter in den Kommentaren angesprochen ist die Aussetzungen der Blockiergebühr über Nacht ein sinnvoller Kompromiss.

  18. MarkusWeiler

    absolut richtig! Ich bin auch die ganze Woche geschäftlich unterwegs, fahre abends in mein Hotel mit leerer Batterie und lade beim Nacht an der öffentlichen Wechselstrom ladesäule. mein Model 3 long range braucht da halt auch mal 5 bis 6 Stunden, und mir dann morgens um vier Uhr dreißig Uhr den Wecker zu stellen ist wohl auch etwas realitätsfern. Bitte, liebe EnBW, überdenkt einmal eine Regelung wenigstens für die nachtstunden! Und auch das Problem mit den Carsharing Autos, sehr beliebt z.b. auch in Heilbronn. Der Anbieter parkt den ganzen Tag seine Autos an einer eigentlich öffentlichen Ladesäule (die auch noch sehr spärlich gesät sind), die eigentlich für die Allgemeinheit gebaut wurde. Manche haben das Konzept noch nicht verstanden, aber ich hoffe immer noch auf Besserung

  19. Tom Menzinger

    Also demnach wird das Laden an öffentlichen Ladesäulen über Nacht teurer statt günstiger. Die “Langsamlader” werden als Blockierer diskriminiert. In meinem Umkreis von 2 km existieren 3 Ladesäulen mit 3,7 KW Ladeleistung. Da werden selbst Fahrzeuge, die schnell laden könnten zu Blockiereren, weil die Batterien in 4 Stunden ja garantiert wieder voll sind. Ich werde das nicht “klaglos” hinnehmen, den Verbraucherschutz und den ADAC einschalten. Denn sich nur hier in Kommentaren darüber zu ärgern, bringt sicher nichts.

  20. Dirk

    Ich finde die Blockiergebühr gar nicht so schlecht. Sie sollte, meiner Meinung nach aber auch noch angepasst werden. Ich fahre,, noch,, kein Ecar und werde mir auch erst eins kaufen, wenn das Lade Management praktikabel für mich ist. Weiß jemand, wie die Erfahrungen in, zum Beispiel, Skandinavien sind? Die sind da doch Vorreiter? Gruß Dirk

  21. Michael

    Eine Blockiergebühr macht schon Sinn, aber erst nachdem der Ladevorgang beendet ist, denn erst dann blockiere ich den Ladepunkt!
    Solange ich lade, blockiere ich nicht!
    Für meinen eGolf benötige ich mit AC, ca. 5 Std. Ladezeit!
    Beim DC Laden braucht wohl niemand mehr als 4 Std., deshalb muss auch zwischen AC/DC unterschieden werden!

    • E

      Naja, was ist mit Menschen , die nur nachts laden können. Sollen die dann 3 Uhr morgens aufstehen und ihr Elektroauto umpacken, um Geld zu sparen? Für Nachtparker eine Katastrophe.

  22. Bernd

    Ist schon traurig was die EnBW da so raushaut. Mutet einem zu wie aus der Steinzeit. Und nur „weil das im Eichrecht nicht vorgesehen ist“ Also ich würde als EnBW Kunde gerne eine Einvertständniserklärung unterschreiben dass man den Ladezustand überwacht und entsprechend reagiert. Vor allem würde ich aber eine andere Regelung für die Nacht erwarten. Wenn alle Nachtlader nun auch tagsüber an die Ladesäule gezwungen werden geht der Schuss deutlich nach hinten los! Außerdem wird auch das Netz unnötig belastet und Fahrer von Autos mit großer Kapazität unnötig zur batteriestressenden Schnelladung gezwungen.
    Für mich ganz klar – entweder Inkompetenz oder versteckte Preiserhöhung! Arme EnBW!

  23. Nk

    Das ist echt eine große Frechheit von EnBW!!! Ich dachte dieses Land möchte Elektromobilität fördern?!
    Ich bekomme in zwei Wochen mein erstes Elektroauto. Und es hätte super gepasst öffentlich über Nacht zu laden, obwohl ich kein eigenes Haus habe mit Wallbox. Denn ich hätte über Nacht das Auto laden können und wäre morgens um 7 Uhr damit zu Arbeit gefahren. Nach der Logik von #EnBW muss ich nun nachts um 2 Uhr aufstehen und mein Auto umparken. Wie wahrscheinlich ist es, dass jemand um 2 Uhr morgens eine Ladesäule sucht zum 4 Std. laden? 
    Wie doof ist das bitte? So wird mir das Thema Laden nochmals erschwert! 

    Sie hätten viel eher was gegen Verbrennerautos machen sollen, die auf den Plätzen unerlaubt parken und Ladepunkte besetzen (z.B. durch eine digitale Meldung beim Ordnungsamt). So ist niemanden geholfen….

    Kennt jemand Alternativen zu EnBW?

    • Robert E-Niro

      EWE Go Großraum Oldenburg

  24. Robert E-Niro

    Moin,
    Hier bei uns in Norddeutschland sind fast immer alle Ladesäulen frei, wir haben sehr viele davon, in meinem Heimatort mit 20.00 Einwohnern 30 Stück. Ich kann mir vorstellen, das das in NRW und BW anders ist, da isses ja immer voll, egal wo selbst auf Klo :-)…da wird also auch die neue Regelung nichts dran ändern, ich fürchte, da muss man einfach mehr Ladepunkte bauen.

    Mein Kia E-Niro hat eine 1 phasigen Lader, d.h. an vielen Säulen bekomme ich im Mittel 7 kW/h. Nach 4 Stunden muss ich dann also mit 28 kW nach Hause fahren, auch am Sonntag… 40 kW könnte ich laden.

    DC-Schnellladen ist bekanntlich nicht so super für den Akku, daher lieber sinnig mit AC-Typ 2. Andere Anbieter beginnen die Parkgebühr erst wenn der Ladestrom beendet ist. Oder man begrenzt die „Parkgebühr“ auf die Öffnungszeiten der Geschäfte. DC Laden kann man ja gerne begrenzen.

    Für mich wäre diese jetzige Regelung der Grund die ADAC bzw. EnBW Ladesäulen in Zukunft zu meiden. EWE Go ist zwar teurer aber dann doch besser, da gibt es keine Grenze.

    Vielleich kann man das Problem ja smarter lösen, wie gesagt zu den Geschäftszeiten begrenzen, am Wochenende frei, denn Sonntagsmorgens ist nirgendwo was los. Man könnte diese Begrenzung auch nur in Brennpunkten (Köln, Düsseldorf, Stuttgart usw.) umsetzen, in Minden oder Aurich gibt es mit Sicherheit kein Problem mit blockierten Säulen. Abgesehen davon kann man vor dem Anfahren über die App ja sehen wo man Strom bekommt und was frei ist.

    Mir bleibt nur plump nach 3:59 einen neuen Ladevorgang zu starten bis der Wagen voll ist. Ist für mich kein großes Problem, fahr ich eben mit dem Verbrenner noch mal eben hin, ich richte mich da nach den Vorgaben, auch wenn es sinnlos ist…
    Geholfen wird damit natürlich auch keinem.

  25. Volker B

    Mein EQC lädt mit maximal 7,2 kw AC und hat eine 80 kwh Batterie. Da braucht man je nach Ladezustand schon ne ganze Nacht. Bleibt die Frage wer um 3 Uhr morgens die Ladesäule nutzen will wenn ich dann das Auto umparke. Habe mich auf das Fahrzeug gefreut. Jetzt muß ich sagen zum Glück habe ich es nur 6 Monate, macht einfach keinen Sinn, wenn ich nicht über Nacht laden kann.

  26. Volker B.

    Kennt jemand eine Ladekarte mit der man günstig an ENBW Säulen laden kann ohne Blockiergebühr? Aber ich nehme mal an, dass auch andere Roamingkarten dann diese Gebührt weitergeben werden.

  27. Toni

    Statt Blockiergebühren einzuführen sollte die EnBW der Fairness halber mehr Ladesäulen hinstellen, wenn man bedenkt wie hoch die Preise sind. Abzocke!

    Ein ganz klarer Grund dem Verein zu kündigen und zum anderen Anbieter wechseln.

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Gefunden bei electrive.net
https://www.electrive.net/2020/09/23/enbw-fuehrt-ab-november-blockiergebuehr-ein/
23.09.2020 12:27