24.11.2020 - 10:28

General Motors rückt von Trump-Vorstoß ab

kalifornien-golden-gate-bridge-symbolbild-pixabay

Der scheidende US-Präsident Donald Trump hatte im vergangenen Jahr angekündigt, Kaliforniens Auto-Umweltstandards kassieren zu wollen. Dafür erhielt er Unterstützung aus der Industrie, unter anderem von General Motors. Nun hat der Auto-Konzern einen Rückzieher gemacht.

In einem Brief an Umweltverbände hat General Motors laut einem „CNN“-Bericht angekündigt, die Unterstützung der Rechtsstreitigkeiten der Trump-Regierung, die Kalifornien das Recht zur Vorgabe eigener Umwelt-Standards entziehen sollten, zurückzuziehen. Dabei wurde das Trump-Lager von mehreren Auto-Konzernen, darunter neben GM auch Toyota, Nissan und Fiat-Chrysler Automobiles (FCA) unterstützt.

Andere Autobauer und Bundesstaaten hatten sich jedoch auf die Seite Kaliforniens geschlagen – etwa Ford, BMW, Honda und Volkswagen. Kalifornien hat seit Jahrzehnten das Recht, eigene (strengere) Kraftstoffverbrauchs- und Emmisionsstandards zu verabschieden als es US-weit der Fall ist. Die Trump-Regierung hatte die unter der Obama-Administration verabschiedeten Verbrauchsvorgaben aufgeweicht und wollte auch Kalifornien erwähntes Recht entziehen. Inzwischen haben 13 US-Bundesstaaten die kalifornischen ZEV-Standards bereits übernommen oder dies angekündigt.

General Motors begründet die Kehrtwende mit dem Wechsel im Weißen Haus. „Wir sind zuversichtlich, dass die Biden-Administration und die US-amerikanische Autoindustrie, die 10,3 Millionen Arbeitsplätze unterstützt, gemeinsam den Weg finden können, der eine vollelektrische Zukunft ermöglicht“, heißt es in dem unter anderem von GM-CEO Mary Barra unterzeichneten Brief. „Um den notwendigen Dialog besser zu fördern, ziehen wir uns sofort aus dem Rechtsstreit zurück und laden andere Autohersteller ein, sich uns anzuschließen.“

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Da das eher nach Kalkül anstelle einer Meinungsänderung klingt, schickte GM ein Statement einer Sprecherin hinterher. Diese gab an, bei der Unterstützung der Trump-Klage sei es dem Konzern nicht darum gegangen, dem Wunsch der Regierung zu folgen, die Abgas- und Verbrauchsstandards aufzuweichen. „Die Entscheidung stimmte mit unserem Wunsch nach einem nationalen Standard überein, den wir immer noch unterstützen“, so die Sprecherin. „Durch den Rückzug aus dem Rechtsstreit hoffen wir, dass dies den notwendigen Dialog besser fördern kann, und glauben, dass die ehrgeizigen Elektrifizierungsziele des gewählten Präsidenten, Kalifornien, und von General Motors darauf ausgerichtet sind, den Klimawandel durch drastische Reduzierung der Automobilemissionen anzugehen.“

In der vergangenen Woche hatte GM angekündigt, seine Investitionen in die Elektromobilität zu erhöhen und seine Modellpläne zu beschleunigen. Der vollelektrische Cadillac Lyriq soll Anfang 2022 statt Ende 2022 auf den Markt kommen, bis 2025 sollen 40 Prozent des US-Absatzes mit Elektroautos erzielt werden.

FCA und Nissan haben auf Anfrage von „CNN“ nicht reagiert. Ein Sprecher von Toyota gab an, dass man „angesichts der sich ändernden Umstände“ die Situation derzeit bewerte. Man bleibe aber dem Ziel verpflichtet, einheitliche Standards für den Kraftstoffverbrauch in allen 50 Bundesstaaten zu erreichen.
cnn.com

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Ein Kommentar zu “General Motors rückt von Trump-Vorstoß ab

  1. Martin

    Wenn es nur um einheitliche Standards gegangen wäre, hätte man auch einfach von Anfang an die strengeren unterstützen können. Immerhin bewegt sich etwas.

    Sind die angekündigten 40% bis 2025 rein elektrisch? Oder zählen da auch wieder Hybride?

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Gefunden bei electrive.net
https://www.electrive.net/2020/11/24/gm-rueckt-von-trump-vorstoss-ab/
24.11.2020 10:45