17.12.2020 - 12:44

BMW iX3 kostet in Deutschland ab 66.300 Euro

BMW hat den Online-Konfigurator für den rein elektrischen iX3 in Deutschland freigeschaltet und die ab dem 1. Januar gültige Preis- und Ausstattungsliste veröffentlicht. Der Einstiegspreis liegt demnach etwas niedriger als ursprünglich angekündigt, nämlich bei 66.300 Euro (inkl. 19% MwSt.) für die Variante Inspiring.

Die höhere Ausstattungsvariante Impressive steht ab 71.800 Euro in der Liste. Im Sommer hieß es noch, der iX3 würde in Deutschland mit einem Einstiegspreis von 69.800 Euro auf den Markt kommen. So oder so: Von den offiziellen Preisen kann der Umweltbonus in Höhe von 7.500 Euro noch abgezogen werden. Ausgeliefert werden sollen die ersten Exemplare hierzulande Ende Januar.

Kurz zum Hintergrund: Der im Juli enthüllte iX3 wird in Shenyang in China gebaut und von dort aus exportiert. Das E-SUV wird das erste BMW-Modell mit der „fünften Generation“ der E-Antriebe des Autobauers, verfügt also über einen neu entwickelten Antriebsstrang:  Elektromotor, Leistungselektronik und Getriebe sind in einem zentralen Gehäuse zusammengeführt. Die im Heck montierte E-Maschine leistet 210 kW und bietet über einen breiten Bereich das maximale Drehmoment von 400 Newtonmetern. Die Beschleunigung gibt BMW mit 6,8 Sekunden auf 100 km/h an, die Höchstgeschwindigkeit ist elektronisch auf 180 km/h begrenzt.

Der Verbrauch liegt bei 19,0 bis 18,6 kWh. Die Kapazität der Batterie wird mit 80 kWh (brutto, 73,8 kWh netto) angegeben. Damit soll eine Reichweite von 450- 458 km nach WLTP möglich sein. Aufgeladen werden kann der Akku an einer AC-Lademöglichkeit mit bis zu 11 kW innerhalb von 7,5 Stunden. Schneller geht es mit einer DC-Lademöglichkeit. Hier gibt BMW eine Ladezeit von 34 Minuten (0 bis 80 Prozent, 150 kW maximal) an.

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BMW gibt nun auch Details zur Ausstattung bekannt. Die Variante Inspiring ist serienmäßig unter anderem mit adaptivem Fahrwerk, Panorama-Glasdach, LED-Scheinwerfern mit erweiterten Umfängen, 19-Zoll-Rädern und einer Dachreling bestückt. An Bord sind zudem ab Werk verschiedene Assistenzsysteme, unter anderem eine Einparkhilfe, BMWs Sicherheitspaket Active Protection sowie ein Fahrassistent mit integrierter Geschwindigkeits- und Spurwechselregelung, Ampelerkennung und Co.

Innen gehören Sitzheizung vorne, Drei-Zonen-Klimaautomatik sowie ein Cockpit aus einem digitalem 12,3-Zoll- Instrumen­tendisplay und einem 10,25-Zoll-Control Display („BMW Live Cockpit Professional“) zum Standard. Ebenso Konnektivitätsfunktionen samt Smartphone-Integration und Navi, die BMW unter dem Label “„onnected Package Professional“ subsumiert.

In der höheren Ausstattungsvariante Impressive kommen unter anderem Sportsitze, adaptive LED-Scheinwerfer, ein Fernlichtassistent, die Parkhilfe Parking Assistant Plus, Akustikverglasung sowie ein einstellbares, akustisches Antriebs­feedback („BMW IconicSounds Electric“) hinzu. Außerdem rollt der iX3 Impressive auf 20-Zoll-Rädern vor. Innen verfügt das Modell serienmäßig über ein Head­Up-Display, Gestiksteuerung und ein fortschrittliches Soundsystem.

Ein fünf Meter langes 11-kW-Ladekabel (Mode 3) und die BMW-Ladekarte liegt dem iX3 nach Angaben der Münchner beim Kauf bei. Mit der Auftragsbestätigung erhalten Käufer zudem einen Ladegutschein über 400 Euro zum Kauf eines BMW-Ladegeräts für zu Hause.
bmw.de (Konfigurator), bmwgroup.com (Preisliste; PDF-Download)

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16 Kommentare zu “BMW iX3 kostet in Deutschland ab 66.300 Euro

  1. Alex

    Hallo,

    bin ich der Einzige, der der Meinung ist, dass die Werte nicht gerade die mindestens 70.000 wert sind?

    Ich erkläre kurz.

    Also der Verbrauch von 19,0 bis 18,6 kWh so d für einen SUV OK, aber es sind Herstellerangaben, die im Alltag sicherlich über 20 kWh springen werden. Wäre wir beim Thema Reichweite. Für EV-Neulinge – WLTP spiegelt nicht den Alltag wieder. Wenn man WLTP angibt, dann nur, um auf dem Papier zu glänzen. Wenn also 450-458 angegeben werden, obwohl man sich die 8km echt sparen kann, werden es am Ende etwa 380km, im Winter eher weniger. Auch macht es Sinn, um den Akku zu schonen, diesen nur bis 80% zu laden und nur bei langen Strecken auf 100% zu laden. Das macht dann 304km. Diese Zahl sieht schon anders aus.
    Nach den 380km, muss der Akku auch geladen wert, womit wir bei der Ladegeschwindigkeit wären. Ganz ehrlich, die 150kW Ladeleistung ist nicht zeitgemäß und schon gar nicht für 70.000€.

    Auf den ersten Blick sind die Zahlen in Ordnung, aber wenn man sich mit der E-Mobilität etwas befasst, dann ist es eine große Mogelpackung, was uns BMW verkaufen möchte.

    Gruß,
    Alex

    • Paul

      Dass man den Akku nur bis 80% laden soll ist ein alter Hut und schon seit Jahren widerlegt. Die Hersteller haben genug Puffer verbaut, insbesondere BMW. 100% entsprechen nämlich nicht 100%. Deshalb unterscheidet man auch zwischen Brutto- und Nettokapazität. Die Aussage “bis 80%” bezieht sich vielmehr auf die Ladegeschwindigkeit am Schnelllader, die über 80% meist überproportional langsamer wird. Aber auch das ist individuell, mein i3 lädt beispielsweise bis 92% mit der höchsten Ladeleistung. Ich verstehe Ihre Kritik allerdings auch sonst nicht. WLTP-Angaben sind völlig normal, gesetzlich vorgeschrieben und untereinander durchaus vergleichbar. Eine Ladeleistung von 150 kW als “nicht zeitgemäß” abzuqualifizieren zeugt ebenfalls von wenig Fachkenntnis. Mit 150 kW bewegt sich der iX3 in der Top-Liga heutiger E-Autos. Der Mercedes EQC schafft 110 kW, der ID.4 125kW. Am Ende kommt es aber nicht auf die Spitzenleistung an, die bestenfalls über wenige Minuten gehalten wird, sondern auf die Ladekurve. Zu guter Letzt: Das Fahrzeug kostet nach Förderung ca. 60k und nicht 70k. Zudem verkauft BMW ihn derzeit mit starkem Rabatt so dass er für 57k in absoluter Vollausstattung daherkommt. Im Vergleich zum e-tron ist das ein Schnäppchen! Das Fahrzeug ist toll, allenfalls der (noch) nicht vorhandene Allradantrieb ist zu kritisieren. Wo Sie da eine “große Mogelpackung” hineininterpretieren wollen, ist mir schleierhaft.

  2. BEV

    Viel zu teuer für das alte und schwere Auto mit zu wenig realer Reichweite undead X hat es auch nicht verdient mit nur einem Motor

    • D-Tric

      Ein Audi e-Tron 50 ist auch nicht billiger, hat einen kleineren Akku und einen höheren Verbrauch. So schlecht ist der BMW also gar nicht.

      • BEV

        den e-tron würde ich genau so wenig kaufen, panzer mit 200km realer reichweite braucht kein Mensch

  3. Gerd Heinrich

    Preis und Design werden wohl kaum für traumhafte e-Zulassungszahlen sorgen.
    BMW kann das besser.

  4. Yoyo

    Ein China-Panzer für realistisch über € 70.000 der mit nur 11 kw an Typ 2 lädt?
    Lachhaft.
    Da fahre ich lieber weiter mein europäisches E-Auto, was nur die Hälfte kostet, aber daheim doppelt so schnell lädt.

    • Paul

      Nur sehr wenige E-Autos laden AC mehr als 11kW und selbst Tesla verbaut im MS keinen 22kW-Lader mehr, das M3 lädt ebenfalls “nur” mit 11kW. 22kW verbauten früher einige Hersteller (Zoe, Smart), weil sie über kein CCS verfügten. Und ich hoffe, Sie haben Ihre 22kW-Wallbox auch vom Netzbetreiber genehmigen lassen? Das ist nämlich Vorschrift! Standardmäßig gibt es mit Rücksicht auf das Ortsnetz nur 11kW – deshalb werden aktuell auch nur 11kW-Wallboxen von der KfW gefördert. Mit 11kW ist der iX3 übrigens nach spätestens 8h vollgeladen – wenn man ihn ganz leer anstöpselt.

      • Sebastian

        Meine Zoe52 lädt mit 22kW AC und bis ca. 46 kW CCS. Das ganze im Firmenleasing für unter 170 Euro netto. Vollausstattung und 20.000 KM p.a.
        Bevor Fragen kommen, ja – Akku ist mit drin.

  5. Frank Schuster

    Es sind Autos wie dieses, die mich inzwischen glauben lassen, dass Tesla vielleicht doch zum größten Automobilhersteller der Welt wird aufsteigen können. Was für eine uninspirierte, uninteressante Kiste.

    • Sebastian

      Wenn sich Tesla etwas anstrengt, können die wirklich in ca. 10 Jahren den Absatz von Dacia einholen…

  6. Peter Weber

    Ich sehe das auch, wie alle Vorredner. Jedoch wird es auch für dieses E-Auto einen Markt geben.
    Z.B. gibt es Menschen, die schon immer einen BMW fahren und auch immer fahren wollen. Die holt man damit natürlich ab.
    Man sollte vielleicht nicht immer alles so negativ sehen. Jedes neue E-Auto ist ein “gutes E-Auto”, auch wenn es nicht perfekt ist. Der Markt wird entscheiden….
    Besser als ein Hybrid oder Verbrenner.

  7. Lee

    In jedem Absatz wird 2x BMW erwähnt. Aber der Hersteller des Modells wird nicht genannt, es ist Brilliance, die Automarke mit dem schlechtesten Image, selbst in China. Viele Chinesen kaufen Autos dieser Marke ohne Label auf Haube und Heck. Vor ein paar Jahren musste der ADAC einen Crashtest mit einem Brilliance für den deutschen Markt durchführen, den der Brilliance natürlich nicht bestand. Über den iX3 sagen Tester, daß das Heck versucht, zu überholen und die Lenkung schwammig ist. Das ist halt kein von BMW gebautes Auto, BMW ist nur der Verkäufer. Aber ein mittelmäßiges Auto für den hohen Preis, das kann nur BMW.

    • BEV

      Das stimmt so nicht, zusammengebaut wird er im Chinesischen Werk im JV mit Brilliance, mehr nicht. Die Entwicklung ist in Deutschland, genauso wie alle Vorgaben an die Qualität

  8. Sarah Schmidt

    Heutzutage laden nur sehr wenige E-Autos mehr als 11kW und selbst Tesla verbaut im MS keinen 22kW-Lader mehr und das M3 lädt ebenfalls “nur” mit 11kW. Und noch was zur Beschleunigung des BMW iX3: Die Beschleunigung des BMW wird hier mit 6,8 Sekunden auf 100 km/h angegeben – gemäss https://carguide.ch/?title=bmw soll sie aber sogar bei 6,4 Sekunden auf 100km/h liegen. Die Höchstgeschwindigkeit ist elektronisch auf 180 km/h begrenzt.

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Gefunden bei electrive.net
https://www.electrive.net/2020/12/17/bmw-ix3-kostet-in-deutschland-ab-66-300-euro/
17.12.2020 12:03