30.01.2021 - 14:42

Lidl und Kaufland führen App zur Nutzung ihrer Ladegeräte ein

Der Discounter Lidl und die Lebensmittel-Einzelhandelskette Kaufland, die beide zur Schwarz-Gruppe gehören, starten ab Anfang Februar eine neue App namens eCharge, in der auf einer interaktiven Karte alle Lidl- bzw. Kaufland-Ladesäulen sowie deren Verfügbarkeit angezeigt werden.

Die App wird zudem ab Mitte Februar 2021 in bestimmten Gebieten Deutschlands benötigt, um den Ladevorgang zu starten. Bei Lidl sind dies Bayern, Schleswig-Holstein, Hamburg und Bremen sowie Teile Baden-Württembergs, Niedersachsens und Thüringens, bei Kaufland Bayern, Teile Baden-Württembergs, Hamburg, Bremen und die Städte Stade und Göttingen.

Lidl hat nach eigenen Angaben inzwischen an 320 Filialen in Deutschland Ladegeräte installiert, an denen Kunden ihre Fahrzeuge während der Öffnungszeiten eine Stunde lang kostenlos laden können. Mit der App bestehe die Möglichkeit, nach Ladesäulen bestimmter Leistungsklassen zu filtern, teilt der Discounter mit.

Kaufland bietet an rund 20 Prozent seiner Märkte in Deutschland Lademöglichkeiten. Eine absolute Zahl der Filialen nennt die Lebensmittelkette in ihrer Mitteilung nicht. Da sie aber auf ihrer Webseite von 670 Märkten in der Bundesrepublik spricht, dürften rund 130 Filialen mit Ladegeräten ausgestattet sein. Die Ladestationen von Kaufland sind mit Schnellladesäulen ausgestattet, an denen jeweils zwei Kunden gleichzeitig laden können. Als Ladeleistung stehen parallel bis zu 50kW DC und bis zu 43kW AC zur Verfügung. Sowohl Lidl als auch Kaufland geben zudem an, eine eigene Service-Hotline für die Ladesäulen eingerichtet zu haben.

Vor gut einem Jahr hatte die Schwarz-Gruppe erstmals Details zu ihrem geplanten Ausbau von Ladesäulen für E-Autos genannt. Demnach wird jeder Neubau einer Kaufland- und Lidl-Filiale obligatorisch mit mindestens einer Ladesäule ausgestattet. Auch im Zuge einer Modernisierung wird jede Filiale eine Säule erhalten. Erklärtes Ziel ist es, dass mittelfristig auf jedem Parkplatz vor einem der rund 3.900 Kaufland- und Lidl-Märkte in Deutschland eine Ladesäule steht. Die Entfernung zwischen zwei Ladesäulen der Schwarz-Gruppe soll auf weniger als 20 Kilometer im Durchschnitt sinken.

Dabei sollen unterschiedliche AC- und DC-Ladesäulen kombiniert werden, Ende 2019 sprach das Unternehmen von einem „intelligenten Mix aus Ladepunkten verschiedener Leistungsstärken“. An einigen Standorten sollen auch High Power Charger installiert werden. Alle Lader sollen zu 100 Prozent Ökostrom spenden, teilweise von den Photovoltaik-Anlagen der Filialen erzeugt.

In der aktuellen Mitteilung geht nur Kaufland auf die künftige Ladinfrastrukturplanung ein. “Bis 2028 sollen alle Eigentumsstandorte in Deutschland über Elektroladesäulen verfügen”, heißt es. Lidl teilt lediglich mit, dass man auch in Zukunft sein Ladesäulennetz weiter ausbauen werde.
presseportal.de (Lidl), presseportal.de

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5 Kommentare zu “Lidl und Kaufland führen App zur Nutzung ihrer Ladegeräte ein

  1. M

    Das stimmt leider nur halb. Ich habe nun Lidl bezüglich 2er Filialen in meinem Umfeld angeschrieben, weil dort bei Neubau bzw. Komplettumbau keine Ladeinfrastruktur geschaffen wurde. In Gesprächen mit Lokalpolitikern aus Zeulenroda, sagten diese, das Lidl zwar anfangs mit Ladesäule geplant hat, während der Bauphase jedoch die Ladesäule(n) dann doch verworfen hat.

    Ebenfalls ist bei Kaufland Ladeinfrastruktur eher Mangelware. Von den Kauflandfilialen im 40km Umkreis meines Wohnortes hat keine einzige einen Ladepunkt. So der Stand in Ostthüringen.

    Ansonsten finde ich das Angebot super. Könnte mir auch gut vorstellen sowas wie „eine Stunde gratis, dannach nen fairer Preis“. Aber grundsätzlich befürworte ich Laden als Service sehr.

  2. Philipp

    Eine App mit dem Namen eCharge gibt es bereits von RWE. Entweder ist es die gleiche App oder schonmal ein AppGate zum Start der LIDL/Kaufland App …

  3. MLe45

    Eine Ladesäule pro Filiale wäre vor 4 Jahren richtig gewesen. Heute wird es zu einem Kampf um die freien Ladeplätze kommen.

    • Gerd

      20 CEE Steckdosen an die Wand und gut is.

  4. ZOE elektrisierend

    Ich kann mir gut vorstellen, dass die App der erste Schritt in Richtung bezahltem Laden bei Lidl und Kaufland ist. Aber wenn sie faire Preise dafür nehmen, ist das absolut ok. Eine neue Einnahme- und Umsatzquelle zu erschließen ist aus geschäftlicher Sicht nur richtig. Wichtig aber, dass der Preis nicht überzogen wird – also keinesfalls höher als der Haushaltsstrom, denn so große Stromverbraucher bekommen den Strom deutlich günstiger als ein einzelner Haushalt. Und die Säulen dürften an den Standorten gut ausgelastet sein, so dass sich die Infrastrukturkosten auf sehr viele Ladevorgänge verteilen.
    Mehr Wettbewerb im Ladesäulenmarkt kann ja nur gut sein (klar: gratis ist noch besser, kann aber auf Dauer nicht funktionieren).

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Gefunden bei electrive.net
https://www.electrive.net/2021/01/30/lidl-und-kaufland-fuehren-app-zur-nutzung-ihrer-ladegeraete-ein/
30.01.2021 14:15