05.03.2021 - 14:01

eMobility-Förderung: Spanien stockt Moves-II-Budget auf

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Die spanische Regierung hat das Budget für ihr Subventionsprogramm Moves II von 100 auf 120 Millionen Euro erweitert. Im Zuge des Programms wird die Beschaffung von E-Autos mit bis zu 5.500 Euro gefördert. Das Nachfolgeprogramm Moves III soll Berichten zufolge von Anfang an deutlich üppiger ausgestattet werden – mit mindestens 400 Millionen Euro.

Die zusätzlichen 20 Millionen Euro für Moves II gehen an fünf Regionen, die ihr Budget bereits aufgebraucht haben. Konkret bekommt Valencia zusätzlich zu den bereits erhaltenen 10,6 Millionen weitere 4 Millionen Euro. Madrids Fördertopf wird von 14 auf 21,5 Millionen Euro aufgestockt. Katalonien erhält weitere 5 Millionen, Aragon weitere 2,5 Millionen und Navarra weitere 830.000 Euro. Das Move-II-Programm war im Juni 2020 in Kraft getreten. Die Abrufung des Budgets erfolgt durch die insgesamt 17 Regionen des Landes sehr unterschiedlich. Während die genannten fünf Regionen einen Ansturm auf die Förderung erlebten, sind auf den ganzen Staat betrachtet noch 40 Prozent des ursprünglichen Budgets von 100 Millionen Euro da.

Das auf ein Jahr angelegte Moves-II-Programm bleibt voraussichtlich bis nach dem Sommer in Kraft, ehe es von Moves III abgelöst wird. Die spanische Regierung will die weitere Neuauflage des Förderprogramms dann mit einem deutlich erhöhten Budget ausstatten. Die Rede ist von mindestens 400 Millionen Euro, die bei Bedarf auf 800 Millionen Euro aufgestockt werden können. Das Nachfolgeprogramm befindet sich aber noch in der Genehmigungsphase.

Nutzen wir die Gelegenheit, uns das Moves-Förderprogramm genauer anzusehen: Die erste Auflage des Programms zur Förderung des E-Fahrzeug-Kaufs und des Ladeinfrastruktur-Aufbaus startete im Februar 2019 mit einem Budget von 45 Millionen Euro. Gefördert wurden seinerzeit BEV, PHEV und FCEV mit einem Listenpreis unter 48.400 Euro. Im Nachfolgeprogramm Move II wurde diese Grenze auf 45.000 Euro festgelegt.

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Für Privatpersonen gilt seit Juni Folgendes: E-Autos mit einer E-Reichweite von über 90 Kilometern erhalten 4.000 Euro und bei gleichzeitiger Verschrottung eines alten Fahrzeugs die Maximalfördersumme von 5.500 Euro (+ 1.000 Euro Händlerbonus). Bei Autos mit einer E-Reichweite von 30 bis 90 Kilometern gibt es 1.900 Euro bzw. bei gleichzeitiger Verschrottung 2.600 Euro. E-Motorräder werden mit 750 Euro bezuschusst.

Die Förderung für Gewerbetreibende unterscheidet sich je nachdem, ob es sich bei der Firma um ein kleines und mittelständisches Unternehmen (KMU) oder ein großes Unternehmen handelt. KMU erhalten bei Fahrzeugen bis zu einem Listenpreis von 45.000 Euro für Pkw bis zu 4.000 Euro (ohne Verschrottung: 2.920 Euro), bei leichten Nutzfahrzeugen bis zu 5.000 Euro (3.630 Euro), bei Bussen mit bis zu fünf Tonnen und Lkw mit bis zu 12 Tonnen 6.000 Euro und bei Motorrädern 750 Euro.

Große Unternehmen können ebenfalls bei Fahrzeugen bis 45.000 Euro mit bis zu 3.000 Euro (2.190 Euro) für E-Pkw, bis zu 4.000 Euro (2.900 Euro) für leichte Nutzfahrzeuge und 5.000 Euro bei Kleinbussen und Lkw sowie 700 Euro bei Motorrädern rechnen. Für alle Gewerbetreibenden gilt: Schwere Nutzfahrzeuge, also Busse ab fünf Tonnen und Lkw ab 12 Tonnen, werden mit 15.000 Euro bezuschusst.

Spanien fördert auch Ladepunkte

Für Private und Gewerbetreibende gleichermaßen gilt zudem, dass im Rahmen von Move II Zuschüsse für den Aufbau von Ladeinfrastruktur beantragt werden können. Anschaffungs- und Installationskosten für öffentliche oder private Ladestationen werden zu 30 bis 40 Prozent übernommen. Gedeckelt ist die Förderung bei 100.000 Euro.

Neben dem Move-Programm hat Spanien weitere Förderinstrumente installiert. Etwa im Juli 2020 das Renove-Programm zur generellen Forcierung von Autokäufen. Das mit 250 Millionen Euro ausgestattete Programm staffelt die Fördersätze nach der Umweltverträglichkeit und macht die Verschrottung eines alten Autos zur Voraussetzung. Parallel hat Spanien ein Milliarden-Hilfspaket für seine Automobilindustrie geschnürt, um die Auswirkungen der Covid-Pandemie abzufedern. Der Nationale Integrierte Energie- und Klimaplan (PNIEC) Spaniens sieht vor, dass im Jahr 2030 mindestens fünf Millionen Elektrofahrzeuge zugelassen sein sollen.
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