16.03.2021 - 11:54

BMVI plant Förderprogramm „Ladeinfrastruktur vor Ort“

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Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer plant laut einem Medienbericht ein neues Förderprogramm namens „Ladeinfrastruktur vor Ort“. Mit den 300 Millionen Euro sollen offenbar vor allem öffentliche Ladepunkte gefördert werden.

Wie Scheuer gegenüber der „Welt“ ankündigte, werde der Bund für „Ladeinfrastruktur vor Ort“ 300 Millionen Euro zur Verfügung stellen. Bis Jahresende sollen Bürgermeister und Einzelhändler aus diesem Programm Mittel beantragen können, „um Ladesäulen vor Schwimmbädern, an Sportplätzen, Supermärkten, Restaurants oder anderen Orten zu installieren“, so Scheuer. Das Budget soll nach dem Windhundprinzip vergeben werden – also nach dem Auftragseingang.

Weitere Details zu der neuen Förderung nannte der Minister nicht, dafür ergänzte Johannes Pallasch, Leiter der Nationalen Leitstelle Ledainfrastruktur, bei LinkedIn, dass mit der neuen Förderrichtlinie vor allem der Use Case „Zwischendurchladen“ gestärkt werden solle. Es sei aber nicht die Verlängerung der „Förderrichtlinie Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge“ (in deren Rahmen öffentlich zugängliche Ladepunkte auf Parkplätzen, bei Sportplätzen oder Supermärkten, in Orts- und Stadtzentren gefördert werden), sondern ergänzend. Darunter kommentierte der für das Ladegeschäft zuständige EnBW-Manager Lars Walch, dass man „Bitte Bitte Bitte aber aus den bisherigen Windhundverfahren die lessons learned ziehen“ solle – also wohl robustere Server für die Antragstellung.

Die genauen Anforderungen der neuen Förderrichtlinie sind noch nicht bekannt – bei dem „Zwischendurchladen“ dürfte es aber auch um DC-Ladepunkte gehen. Bestätigt ist das aber noch nicht.

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In dem Interview mit der „Welt“ gab Verkehrsminister Scheuer weiter an, dass er von dem Ziel, bis 2030 eine Million Ladepunkte zu errichten, abgerückt sei – obwohl er dieses Ziel selbst im Herbst 2019 in den „Masterplan Ladeinfrastruktur“ aufgenommen hatte. „Eine feste Zahl wie das Ziel von einer Million Ladepunkten bis 2030 bringt uns nicht weiter, der Bedarf ist entscheidend“, so Scheuer. „Es gibt ja auch bei den Ladesäulen technologischen Fortschritt: Wir können inzwischen schneller und intelligenter laden als noch vor einigen Jahren.“ Die Nationale Leitstelle Ladeinfrastruktur werde den Bedarf analysieren.

Auch zu der KfW-Förderung für private Ladepunkte gab Scheuer ein Update, offenbar ist hier eine weitere Erhöhung des Budgets im Gespräch – bisher wurde das im November 2020 gestartete Förderprogramm für Wallboxen in zwei Schritten von 200 Millionen Euro auf 400 Millionen Euro erhöht. „Wenn das so weitergeht, werden auch die 400 Millionen Euro bald ausgeschöpft sein“, sagt Scheuer. Bei derzeitigem Tempo könnten die Mittel wohl bereits Ende April ausgeschöpft sein, weshalb er schon mit Finanzminister Olaf Scholz spreche. „Ich würde mir wünschen, dass wir mit diesem Programm 500.000 private Ladestationen finanzieren können – wenn der Finanzminister mitzieht, gerne auch 700.000.“

Neben der Wallbox-Förderung und dem neuen Programm „Ladeinfrastruktur vor Ort“ planen Scheuer und Pallasch für dieses Jahr die Ausschreibungen für die 1.000 „Bundes-Ladeparks“. Auf Basis des kürzlich verabschiedeten Schnellladegesetzes sollen die 1.000 Ladeparks in 10 bis 15 Losen ausgeschrieben werden.
welt.de, linkedin.com




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