11.05.2021 - 12:15

Toyota startet Wasserstoff-Kooperation mit Eneos

Toyota und das japanische Energieunternehmen Eneos haben eine Partnerschaft geschlossen, um die Wasserstoff-Mobilität voranzutreiben. Kern der Kooperation ist der Ausbau des Toyota-Zukunftsprojekts Woven City zur wasserstoffbasierten Modellstadt.

Das Ziel für die Modellstadt Woven City am Fuße des Mount Fuji sei eine CO2-Neutralität nicht nur in der alltäglichen Mobilität, sondern im gesamten Leben der Menschen und in der städtischen Infrastruktur selbst, so Toyota. Die Bewohner sollen „ im Einklang mit der Natur und Technologie leben – intelligent, vernetzt und nachhaltig“.

Toyota und Eneos wollen im Rahmen ihrer Kooperation die Nutzung und Anwendung von Wasserstoffenergie zu erforschen und hierbei insbesondere die Versorgungskette testen und demonstrieren – von der Produktion über die Lieferung bis hin zur Nutzung von Wasserstoff in und um Woven City.

Konkret wird Eneos in unmittelbarer Nähe der Woven City eine H2-Tankstelle errichten. Damit hat Eneos bereits Erfahrung, der Konzern betreibt heute 45 Wasserstoff-Tankstellen in den vier größten Ballungsgebieten Japans. Eneos entwickelt auch Technologien, um die Produktion von CO2-freiem Wasserstoff zu skalieren – ein Aspekt, der in der Pilotstadt erprobt werden soll.

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Mit dem grünen Wasserstoff soll nicht nur die Tankstelle nahe der Woven City beliefert werden, sondern auch von Toyota installierte stationäre Brennstoffzellen in der Stadt. Zu deren Anzahl, Leistung und Einsatzzweck macht Toyota aber keine Angaben. Gemeinsam wollen die beiden Konzerne den Einsatz Brennstoffzellenfahrzeugen in der Logistik in und um die Woven City fördern und ein Management für Angebot und Nachfrage aus diesem Bereich entwickeln.

Akio Toyoda, Präsident und CEO der Toyota Motor Corporation, lobt in der Mitteilung die Expertise von Eneos entlang der gesamten Wasserstoff-Kette. „Um eine wasserstoffbasierte Gesellschaft zu verwirklichen, ist es neben der Weiterentwicklung einzelner Technologien unerlässlich, alle Prozesse der Produktion, Lieferung und Nutzung nahtlos zu integrieren“, so Toyoda.
toyota-media.de

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7 Kommentare zu “Toyota startet Wasserstoff-Kooperation mit Eneos

  1. Ganzjahresreichweite

    Wenn jeder deutsche OEM 45 Tankstellen baut wie Toyota , haben wir eine gute Grundversorgung für FCEV in der Mitte Europas.

    • Sebastian Schaal

      Eneos hat unabhängig von Toyota 45 Tankstellen gebaut. Im Rahmen der Kooperation mit Toyota kommt nun eine Tankstelle für das Modellprojekt hinzu. Toyota hat nicht 45 Tankstellen gebaut oder das angekündigt.

      Viele Grüße
      Sebastian Schaal

    • Reiter

      Wieso sollten sie? Haben ja keine massentauglichen Autos dafür. Grüner Wasserstoff ist für die Masse auch nicht vorhanden. Peak Platin war schon. Iridium ist weiterhin der bottleneck. CFK können sie nur endlagern oder zu Micro-CFK schreddern. Und in 4 Jahren sind BEV günstiger wie ICEV. Da nehm ich pro Zapfhahn natürlich eine Million in die Hand… deutsche PISA Bildung lässt grüßen.

      • Gjr

        Die üblichen Totschlagargumemte gegen H2. Mit 1 Zapfhahn betankt man deutlich mehr FCEV als BEV. Ein Supercharger kostet fast 100k€ Und produziert 15-20% Verluste.

        • Simon Saag

          Ja, und mit 10 Superchargern für eine Million Euro kann ich zehn Fahrzeuge gleichzeitig laden. Nehmen wir eine Ladezeit von 30min an (optimistischer, aber möglich wären schon 20min), schaffen die zehn Supercharger 20 Fahrzeuge pro Stunde. Der eine ebenfalls eine Millionen Euro teure Zapfhahn schafft 4-6 Fahrzeuge pro Stunde, weil zwischendrin immer wieder komprimiert und gekühlt werden muss (was übrigens eine Menge Energie braucht).

          Auf die 15-20 Prozent Verluste beim DC-Schnellladen müssen wir angesichts des Wirkungsgrads der H2-Kette von der Primärenergie bis zum Betanken des Fahrzeugs nicht weiter sprechen.

        • Sebastian

          Gjr

          Ihre Preise stimmen nicht! ein 20er V3 Standort kostet ca. 350.000 Euro. Zwanzig Säulen! Eine H2 Tankstelle kostet locker 1,5 Mio. Ob da jetzt zwei oder drei Tankrüssel sind und nur einer… erübrigt sich.

          und ja, Strom hat Verluste…. ein Glück haben Tankstellen keine weiteren Kosten… und gerade die 700 bar Technik ist ja dafür bekannt gänzlich ohne Wartungen auszukommen.

          DAS ist die Zukunft. (hört man seit der 90er Jahren…)

        • Frank

          Bleibt der Mangel an grünem H2 ebenso wie dem dafür benötigten umfangreichen Ausbau Erneuerbarer, die man dafür bräuchte. Und gibt es schon jemanden, dem es gelingt H2 mit nur 10-20% Verlust sinnvoll zu komprimieren?

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https://www.electrive.net/2021/05/11/toyota-startet-wasserstoff-kooperation-mit-eneos/
11.05.2021 12:24