18.06.2021 - 12:28

BMVI-Förderaufruf für alternativ angetriebene Züge

Das BMVI startet einen Förderaufruf zu alternativen Antrieben im Schienenverkehr, wobei vor allem Antriebe auf Basis von Batterien und Wasserstoff im Fokus stehen. Der bis zum 31. August 2021 laufende Förderaufruf ist Teil des vom BMVI aufgelegten ElektrifizierungsprogrammPlus’.

Bezuschusst werden die Beschaffung von innovativen Schienenfahrzeugen oder die Umrüstung auf alternative Antriebe, die Strecken ohne Oberleitung eine signifikante CO2-Einsparung aufweisen. Außerdem der Bau von Lade-/Wasserstoffbetankungsinfrastruktur und Elektrolyseanlagen zur Erzeugung von Wasserstoff sowie Studien zu Einsatzmöglichkeiten im jeweiligen Streckennetz. Pro Investitionsvorhaben und Unternehmen ist die Fördersumme auf 15 Millionen Euro begrenzt. Bei Machbarkeitsstudien ist die Fördersumme auf 150.000 Euro limitiert.

Insgesamt stehen für die Beschaffung der Fahrzeuge laut dem Bundesverkehrsministerium 227 Millionen Euro zur Verfügung. Anträge im Rahmen des ersten Förderaufrufs können in den kommenden zweieinhalb Monaten eingereicht werden. „Um noch umweltfreundlicher unterwegs zu sein, setzen wir die Schiene weiter unter Strom – und ersetzen Dieselloks durch saubere Fahrzeuge mit Batterie und Brennstoffzelle. Zudem fördern wir die dafür notwendige Lade- und Tankinfrastruktur“, kommentiert der zuständige Minister Andreas Scheuer den heute initiierten Förderaufruf.

Das BMVI hat bereits in den vergangenen Jahren mehrere Entwicklungsprojekte für alternative Antriebe bei Triebwagen gefördert. Beispiele dafür sind das Vorhaben zur Schaffung eines regionalen H2-Ökosystems für den Zugverkehr in Brandenburg oder die Entwicklung einer mit Brennstoffzellen betriebenen Straßenbahn durch HeiterBlick, Hörmann und Flexiva.

Das Bundesverkehrsministerium hat erst dieses Frühjahr sein 2019 aufgelegtes Elektrifizierungsprogramm für die Schiene fortentwickelt. Seitdem firmiert es unter dem Namen ElektrifizierungsprogrammPlus. Ziel des Programms ist es, dass bis 2050 100 % aller gefahrenen Zugkilometer elektrisch bzw. klimaneutral zurückgelegt werden. Dafür sollen 70 % des Schienennetzes mit Oberleitungen ausgerüstet werden. Auf Strecken ohne Oberleitungen sollen die Züge mit alternativen Antrieben fahren.
bmvi.de, ptj.de (PDF)

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3 Kommentare zu “BMVI-Förderaufruf für alternativ angetriebene Züge

  1. Michael

    Wie wäre es mit Batterieanhängern? Alte Dampfloks hatten ja auch immer einen Tender dabei. Kann man an der Endhaltestelle einfach austauschen.

  2. Franz-Josef Rüther

    Schleswig-Holstein hatte mit seinen vom OVG bestätigten Ausschreibungsbedingungen (Lieferung und Instandhaltung der Züge und der Lade-/Tankinfrastruktur) erreicht, dass Anbieter der Wasserstoffzüge sich nicht an der Ausschreibung beteiligten.

    So spart man Geld und verhindert eine enorme Energieverschwendung bei der Produktion grünen Wasserstoffs.

    Und solange der Wasserstoff aus Erdgas stammt, solange werden für 1kg Wasserstoff auch 10kg CO2 emittiert!

  3. Alex S.

    Hurra !!!!!
    Moment wie oft haben wir das schon mit der Brennstoffzelle versucht?
    Die Industrie sagt:
    – das schaffen wir nicht, wir sind die Macht und DAX-Konzerne, die Vorstandsboni und Dividenden generieren müssen
    – wir haben keine Ingenieure, die das kostengünstig schaffen, wir haben nur Marketingstrategen und
    – Publikationsstrategen und
    – Visionäre und
    – wie sollen wir das mit so einem Mini-Budget schafffen?
    Ausserdem,
    – wie oft haben wir das mit den Batterien schon besprochen
    – wir können nicht selbst Batterien
    – dafür können wir Dinge versprechen, die wir hinterher vernachlässigen.
    Meine Meinung:
    – das Gejammer der Industrie und
    – dieses witzige Fördervolumen zeigt einmal mehr wie Wirtschaft die Politik lenkt und
    – die deutschen mit Alibi-Förderungen hinter´s Licht geführt werden, da es hier keine Aussicht auf erfolgversprechende Ergebnisse gibt.
    Die deutsche Industrie verkauft lieber veraltete Technik oder importiert Schrott aus Asien, da verdienen sie genung.
    Die Regierung wirft der Bevölkerung Deutschland´s, die in dem Industriedreck untergehen, einen einzigen kleinen Rettungsring zu, der auch als ALIBI verstanden werden darf.
    Hier fehlt der Aufruf:
    – auf die fossilen Brennstoffe zu verzichten und
    – alle Bahnlinien zu elektrifizieren.
    Aber leider haben die europäischen Zeitarbeitsfirmen keine europäischen Arbeitskräfte mehr übrig, da sie alle in:
    – der Automobilindustrie,
    – dem Pflegesektor und der
    – Saisonwirtschaft (Bedienen und Ernten)
    bereits verpflichtet sind.
    Deutsche Fachkräfte gibt es nicht mewhr, also versucht die Regierung:
    – die Minijobs jetzt zu erhöhen, damit noch mehr
    – prekäre Arbeitsverhältnisse entstehen,
    – weniger Menschen Lust auf Ausbildung haben und so
    – der Fachkräftemangel weiter steigen wird und auch
    – die Sozialsysteme weiter leiden werden weil hier nichts mehr (nur noch Minimum) eingezahlt wird.
    Hört endlich auf der Wirtschaft die deutschen Steuergelder für Müll in den Rachen zu werfen!!!

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18.06.2021 12:41