06.08.2021 - 09:20

MEB-Einsteigsmodelle von Volkswagen ab 2024?

Volkswagen könnte laut einem Medienbericht seine ersten MEB-Kleinwagen 2024 auf den Markt bringen – anders als bisher vermutet soll demnach aber kein Seat oder VW, sondern ein Kleinwagen von Skoda den Anfang machen.

In der „Automobilwoche“ nennt der Journalist Georg Kacher bereits mögliche Modellnamen: Mitte 2024 soll laut seinen Informationen der Skoda Elroq den Anfang machen, Anfang 2025 soll der Seat Acandra folgen, später im Jahr 2025 dann ein VW ID.1 genanntes Modell.

Bei dem Skoda Elroq soll es sich um ein Fahrzeug „im Stil des Audi A1 Citycarver“ handeln, so Kacher. Unter dieser Bezeichnung verkauft Audi eine etwas höhergelegte Version des A1, ohne jedoch ein Crossover oder Mini-SUV zu sein. Für ein solches Format dürften sich laut dem bericht VW und Seat entscheiden, hier wird ein CUV im Stil des in Brasilien gebauten Verbrenner-Modells VW Taigo als Vorbild genannt. Ein VW ID.2 als „urban hatchback“ soll erst 2027 folgen.

Die „Small EV“ sollen zwar noch grundsätzlich auf dem MEB aufbauen (die neue Plattform SSP läuft erst 2026 an), werden aber im Vergleich zu dem heutigen Stand des ID.3 und ID.4 um das Betriebssystem 1.1 aufgewertet. Bei der Hardware – und damit den Batterien – sollen die E-Kleinwagen aber noch auf den aktuellen Entwicklungsstand zurückgreifen.

Offen ist aber, wie groß die MEB-Kleinwagen tatsächlich ausfallen werden, hierzu macht Kacher in dem Artikel keine Angaben. Zum Vergleich: Die genannten Vorbilder Audi A1 Citycarver und VW Taigo sind 4,05 Meter bzw. 4,27 Meter lang – und sind damit wohl eine Klasse über den derzeit beliebten E-Kleinwagen wie dem VW e-Up und seinen Schwestermodellen angesiedelt.

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Als möglichen Einstiegspreis für die „Small EV Family“ werden 19.000 Euro genannt. Die finale Freigabe der Modelle soll aber noch nicht erfolgt sein. Als Favoriten für die Produktion werden offenbar die Seat-Werke Martorell und Pamplona gehandelt.

Dass Seat in Martorell E-Autos bauen will, ist keine Überraschung: Im März hatte die spanische VW-Marke angekündigt, ab 2025 in seinem Stammwerk 500.000 E-Autos pro Jahr bauen zu wollen. Das „urbane Elektrofahrzeug“, bei dem es sich um das von Kacher als Acandra bezeichnete Modell handeln könnte, soll laut den damaligen Angaben zwischen 20.000 und 25.000 Euro kosten.

Was in dem Bericht der „Automobilwoche“ überrascht: Die Entwicklungshoheit soll nun bei Skoda liegen, weshalb auch der Elroq als erstes Modell kommen soll. Die Entwicklung der E-Kleinwagen zieht sich bekanntlich seit Jahren: Zunächst sollte Seat den E-Kleinwagen für den Konzern entwickeln, dann soll Wolfsburg das Projekt angeblich an sich gezogen haben. Gemäß den Gerüchten aus dem vergangenen Winter soll inzwischen die chinesische Tochter Volkswagen Anhui (das Joint Venture mit JAC) den Kleinwagen entwickeln. Demnach solle die Produktion eines VW-Kleinwagens und eines Ablegers von Seat/Cupra zunächst in China starten, bevor sie dann 2025 in Martorell gebaut werden.

Volkswagen Anhui wird in dem aktuellen Artikel nicht erwähnt. Auch Seat hatte im März noch angegeben, nicht nur Elektrofahrzeuge produzieren, „sondern auch deren Entwicklung für den Volkswagen Konzern leiten“ zu wollen.
automobilwoche.de

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15 Kommentare zu “MEB-Einsteigsmodelle von Volkswagen ab 2024?

  1. notting

    Ein ID.3 mit mind. 750kg offizieller Anhängelast wäre auch ein riesiger Fortschritt. Aktuell muss man auf den viel größeren ID.4 & Co. ausweichen.

    notting

    • TM3

      Vielleicht gibts ja bald ein Model 2 😉

      • notting

        Verstehe nicht, was du damit sagen willst. Beim Model 3 hat man die AHK doch schon abgeschafft. War mal im Konfigurator, ist aber nicht mehr drin und auch kein Hinweis auf Zubehör etc.

        notting

        • BEV

          Stimmt so nicht, im „Bestand“ kann man die Fahrzeuge mit AHK immer noch bestellen und ich bin mir ziemlich sicher, dass es so kommen wird, wie es jetzt beim Model Y der Fall ist, man kauft die AHK danach und bekommt die dann im Service Center montiert.

          • Simon Saag

            Der Bestand wird aber stetig ausgedünnt und mit AHK sind nicht mehr viele Fahrzeuge verfügbar. Ein rotes SR+ mit AHK bekommt man zum Beispiel nicht mehr.

            Und „Ich bin mir sicher, dass…“ ist keine Aussage, mit der ich eine Kaufentscheidung begründen würde. Allgemein nicht und bei Tesla im Speziellen. Da zählt nur, was genau zu diesem Zeitpunkt bestellt werden kann.

          • BEV

            @Simon Saag:

            Das dachte man im letzten Quartal halt auch schon und jetzt gibts immer noch welche, nicht immer alle jeden Tag

          • notting

            Dann sollen die das mit der AHK auf der Webseite insb. im Konfigurator klar kommunizieren. Habe keinen Bock ständig schauen zu müssen ob zufällig ein Gebrauchter in meiner Wunsch-Konfig mit AHK verfügbar ist.

            notting

        • gee em

          Aktueller Stand ist, dass die AHK beim M3 zwar nicht auf der Website konfigurierbar ist, diese aber über den SA jederzeit nachgebucht werden kann, Auslieferung dann lt. SA in Q4 2021. Im „Bestand“, d.h. bei Neuwagen, die per Schiff bereits auf dem Weg nach Europa sind, tauchen immer wieder Fahrzeuge mit AHK auf. Vor wenigen Tagen einen solchen gekauft. Steht kurz vor Auslieferung. Und ja, die Handabe bzgl. AHK ist unschön. Sollte im Konfigurator sein, wenn man sie doch bestellen kann.

  2. D-Tric

    Warum den schon wieder „höhergelegt“? Ja, alles was nach SUV aussieht verkauft sich gut. Aber ich würde mir endlich mal ein „normales“ Auto in der Kompaktklasse wünschen.

    • Rene

      Da kann ich Dir nur den ID.3 empfehlen – super Auto, wenig Verbrauch – komme mit Familie und Hund gerade aus Istrien zurück – ganz hinten hatten wir noch den Fahrradträger aktiviert (da war dann aber der Verbrauch doch um 2,5 kwh größer)

    • Lukas

      Wenn 15-20 cm Batterie unten ans Auto drankommen, gehen die am Ende auf die Gesamthöhe. Oder man baut „Fußgaragen“ wie im Taycan, das ist bei der MEB-Batterie aber nicht drin.

    • Hans Herbert

      Es ist schon lustig, wie sich die Menschen mit ihren Fahrklötzen nach und nach gegenseitig behindern, auf den Straßen und auf Parkplätzen. Ebenso lustig – oder auch nicht – sind die viele Gründe, die sie erfinden, warum sie sich gerade ein SUV kaufen müssen. – Als ich noch jung war kannte ich eine Familie, die mit 3 Kindern in einer Issetta auf Urlaubsfahrt gingen. Das Kleinkind reiste da auf der Hutablage mit.

      • Simon Saag

        Ja, man ist so früher in den Urlaub gefahren. Früher war aber nicht alles besser, denn da war das Kleinkind beim kleinsten Unfall tot… Es gibt schon Gründe, warum Autos heute etwas größer und schwerer sind. Sicherheit ist zwar nicht für alles verantwortlich, aber einen Unfall mit einer Isetta (oder auch modernen L7e wie dem Microlino oder eBussy) will ich nicht haben. Egal ob alleine oder mit der ganzen Familie in Fahrzeug

  3. Lumpi

    Wenn der ID1 eine vergleichbare Länge hätte, wie der Taigo hat, dann isses kein Kleinwagen mehr. Der hätte Platz für eine das normale MEB Akkusystem. Gibt es den dann auch mit 77kWh? Mir ist mein ID3 als Single eigentlich zu groß. Ich wünsche mir ein Poloformat um 4m Länge und unter 2 m Breite (mit Spiegel). Den Markt läßt sich VW entgehen. Ach ja und 2027 für den ID2 ist erschreckend.

    • Thomas Wirte

      Genau so sehe ich das auch.
      Eine Hoffnung habe ich hinsichtlich des newR5, aber eigentlich ist Renault nicht so mein „Ding“ und ich würde lieber z. B. einen deutschen Hersteller wählen, wenn bald(!) etwas passendes käme etwa für 2023/24.
      Ein Opel Astra-e könnte mir ebenfalls zusagen, wenn er überhaupt kommt, ist aber eigentlich eben auch zu groß für uns (2 Personen).

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Gefunden bei electrive.net
https://www.electrive.net/2021/08/06/meb-einsteigsmodelle-von-volkswagen-ab-2024/
06.08.2021 09:45