31.08.2021 - 10:48

Schaeffler zeigt kettenlosen E-Bike-Antrieb

Schaeffler wird auf der Eurobike 2021 in Friedrichshafen das neue kettenlose E-Antriebssystem „Free Drive“ für Fahrräder vorstellen. Das „Bike-by-Wire“-System ist eine gemeinsame Entwicklung mit dem Zweirad-E-Antriebsspezialisten Heinzmann und verzichtet auf eine mechanische Verbindung zwischen Generator und Motor.

Das System ist ein serieller Hybrid: Ein von Schaeffler entwickelten Generator auf der Pedal-Achse stellt den passenden Widerstand ein und nimmt die Tretleistung des Fahrers auf. Die elektrische Energie wird dann am Radnabenmotor wieder in mechanische Energie zurückgewandelt, überschüssige Energie kann auch im Akku gespeichert werden.

Wie im Auto kommunizieren alle Komponenten des Antriebs über eine CAN-Verbindung – also Pedalgenerator, Antriebsmotor, Batterie-Powerpack und Human-Machine-Interface (HMI). Das Gesamtsystem liefert 250 Watt Dauerleistung und ist grundsätzlich rekuperationsfähig, wie Schaeffler mitteilt

Mit diesem Aufbau ohne mechanische Verbindung per Antriebskette oder -riemen sollen auch Anwendungen über das klassische E-Bike hinaus möglich werden, etwa Lastenfahrzeuge mit drei oder vier Rädern – die „Bike-by-Wire“-Technologie biete laut Schaeffler „Potentiale für neue Geschäftsfelder im Bereich Mikromobilität“. Ein solches Mikromobilitätskonzept, den Bio-Hybrid, hatte Schaeffler aber im Oktober 2020 abgestoßen – inzwischen ist die Bio-Hybrid GmbH unter neuem Eigentümer insolvent.

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„Mit der Erweiterung des Portfolios im Radsegment intensiviert Schaeffler nicht nur sein Engagement im wachstumsstarken E-Bike-Markt, sondern belegt auch den eigenen Anspruch, mit Pioniergeist die Bewegung der Zukunft mitzugestalten“, sagt nun Jochen Schröder, Leiter des Unternehmensbereichs E-Mobilität.

Schaeffler und Entwicklungs- und Vertriebspartner Heinzmann haben sich für eine Premiere auf der Eurobike 2021 entschieden. Einige Tage später wird die bisher für ihre nachrüstbaren Fahrradantriebe bekannte Zwickauer Firma Pendix auf der IAA Mobility in München mit dem eDrive IN ein ganz ähnliches System vorstellen.
schaeffler.com

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54 Kommentare zu “Schaeffler zeigt kettenlosen E-Bike-Antrieb

  1. Nashorn

    Interessant wäre, ob bei diesem System endlich rekuperiert werden könnte. Wie oft bremse ich mein E-Bike bergab und ärgere mich, dass ich lediglich Feinstaub und Wärme produziere.

    • Peter Itten

      „Das Gesamtsystem liefert 250 Watt Dauerleistung und ist grundsätzlich rekuperationsfähig, wie Schaeffler mitteilt.“

    • Heinz

      Hoffentlich kann dieser Antrieb endlich rekuperieren!(?) – Energie darf auch beim E-Bike nicht weiterhin beim Bremsen verloren gehen.

      Entscheidend für den Erfolg dieser “by wire”-Technologie wird jedoch der Wirkungsgrad im Vergleich zum Kettenantrieb sein. Darüber wurde noch nichts berichtet..!

      • Karin Hopf

        Genau.
        Ich meine, darin liegt auch das Hauptproblem im Zshg. etwa mit Kardanantrieb bei Fahrrädern. Gibt’s schon lange im Prinzip, aber der Wirkungsgrad lässt zu wünschen übrig. Ich wollte es mir vor 20 Jahren schon beinahe kaufen und bekam dann doch Bedenken.

        • Jim Knopf

          Wenn die Übertragung keinen Reibungswiderstand erzeugt, und das ist so bei einer elektrischen Leitung, dann ist der Wirkungsgrad 99,9%. Nur mal ein bißchen nachdenken!

          • Heich

            Seit wann haben Generator und Motor 99,9% Wirkungsgrad? Habe ich was verpasst?

          • D-Tric

            Kein Generator und kein E-Motor hat einen Wirkungsgrad von 99.9%. Einfach mal ein bisschen nachdenken :). Selbst wenn beide 95% hätten, wäre der Gesamtwirkungsgrad nur 90%
            Ich übrigens genau diese Idee vor ein paar Jahren mal mit einem Kollegen diskutiert, hielt es aber wegen der hohen Kosten für keine so sinnvolle Idee.

          • DSLR

            Hier wird die Kraft zuerst mit einem Generator in elektrische Energie umgewandelt und dann von einem Motor wieder in mechanische Energie zurück gewandelt. Im Idealfall verliert man hier trotzdem mindestens 25% der Leistung. Ein normaler Kettenantrieb hat einen Wirkungsgrad von 98 % und verliert damit nur 2% der Leistung. Schäffler hat hier das Rad nicht neu erfunden weil man die Physik halt nicht umgehen kann. So ein Antrieb ist ineffizient macht ohne Unterstützung durch den Akku garantiert keinen Spaß. Ich habe ein Liegetrike bei dem die ziemlich lange Kette über zwei Umlenkrollen unter dem Sitz durchgeht und das merkt man schon gewaltig. Diese Erfindung ist wirklich nur interessant für ungewöhnliche Setups oder Käufer mit Kettenphobie. Ich habe mit klassischen Ketten und Umwerferschaltwerken bisher eigentlich keine schlechten Erfahrungen gemacht.

          • Sunny

            Ja genau nachdenken hilft

            Schätze mal 70% Wirkungsgrad von Mechanik auf Elektrisch und dann von Elektrisch wieder auf Mechanisch nochmals 70% dann bleiben noch 50% übrig
            Ist leider so, aber egal dann macht man eben den Akku in xxl und alle denken es sei eine Revolution

          • Dieter

            Falsch nachgedacht! Rechne mal im idealsten aller Idealfälle mit je 90% Wirkungsgrad von Generator (Kurbel) und Motor (Nabe) …ergibt nen Gesamtwirkungsgrad von 0,9*0,9= 0,81

            Wirkungsgrad bei Kettenantrieb liegt bei um die 95%

          • Hans-Jörg Mai

            Wie geht das Fahren ohne oder mit entladenen Akku?

          • hans

            Nach weiterm Nachdenken wirst du vielleicht erkennen, dass Generator- mal Motorwirkungsgrad unterm Kettentriebwg. liegt. Dazu kommt der höhere Rollverlust des Hinterradmotors gegenüber einem Freilauf beim Rollen.

          • Norbert Kremer

            Wenn ein Generator einen Wirkungsgrad von 0,9 hat , der Ladewirkungsgrad auch 0,9 und der E-Motor auch 0,9 dann werden beim Rekuperieren 0,9 x 0,9 x 0,9 x 100% zurückgewonnen. Also rund 72% und nicht 99,9
            Erst nachdenken, dann labern!

          • V.Hoffmann

            Frage von Hans-Jörg Mai

            “”” Wie geht Fahren ohne oder mit entladenen Akku? “””

            Hersteller sagen nichts dazu. Podbike (4-rädrig – kettenlos) aus Norwegen antwortete “Ja geht, aber Pedalieren ist schwer und nicht empfehlen”.
            In der Beschreibung gibts es Schiebehilfe für 5 km/h. Was das ist, weiss ich nicht.

    • Hanspeter Novotny

      Deshalb fahre ich noch immer BionX

    • Klaus

      Grundsätzlich wäre die Rekuperation kein Problem, denn die Technik gäbe es ja lange schon. Warum die Herstellung solcher e-Bikes nicht statt findet, ist für mich auch fragwürdig.

  2. Stephan Krahnen

    Hätte man den Generator zusammen mit dem Bio-Hybrid entwickelt ,wäre der jetzt genauso unterwegs wie der Loadster von Citkar‍♂️

    • Stephan B

      Ganz sicher nicht.
      – Citkar und BAYK können eine Palette laden.
      – Onomotion hat eine Kanban Box mit Auffahrrampe.

      Schaeffler Bio Hybrid sah schick aus, war aber an den Logistikunternehmen vorbei entwickelt.

      Und die Passenger-Variante vom Bio Hybrid war viel zu teuer für den Privatgebrauch.

  3. Thomas T.

    Dafür dass Du wohl Im Physikunterricht nicht aufgepasst hast, kommentierst Du recht forsch. Die Elektronen, die durch die Leitung krabbeln, müssen durchaus einen Widerstand überwinden. Ist aber nicht das schlimmste. Der Wirkungsgrad verschlechtert sich aber gleich zweimal, da einmal Bewegungsenergie in elektrische umgewandelt wird, um dann erneut entgegengesetzt umgewandelt zu werden. Da selbst technisch ausgereifte Generatoren max. 95% erreichen, kann der Gesamtwirkungsgrad bei diesem Konzept nur theoretisch max. 90% erreichen. (Nur Überschlagsrechnung).

    Ich würde mich trotzdem über ein System mit Rekuperation/Motorbremse freuen.

  4. Ralf J.

    Richtig! Nicht nachdenken, sondern vorher denken…
    Bei elektrischen Antrieben gibt es naturgemäß nur einen sehr geringen mechanischen Reibungsverlust ( z.B.Lager).
    Allerdings sind Blindverluste durch den sog. Schlupf vorhanden,
    die auf Grund der Magnetfeldverschiebung in der Rotor-/Statorgeometrie entstehen.
    Elektrikersprichwort:
    Im Kondensator eilt der Strom der Spannung vor, in der Induktivität (E-Motor) kommt er doch zu spät!
    Liegt am Schlupfwinkel CosPhi.
    Dadurch leidet auch die Wirkleistung und liegt im Schnitt bei ca. 90%. Das gleiche Problem entsteht bei der Rekuperation im Generatorbetrieb des E-Motors, wobei die Rekoperationsleistung systemisch bedingt (der Akku hat halt auch ein Eigenleben) dann deutlich unter der Wirkleistung im Motorbetrieb liegt.

    • Steffen

      Bei dem vielen Halbwissen in den Kommentaren , bin ich froh, dass es ein Mensch wirklich verstanden hat, weil eben gelernt. Danke.

    • Thomas Mühlhausen

      Autsch das tut ja weh, wenn man es liest. Schlupf gibt’s nur DASM, welche normalerweise nicht als Generator genutzt werden. Der Winkel Phi ist die Phasenverschiebung, den cos davon nennt man Wirkleistungsfaktor.
      Hier geht’saber nur um eta, den Wirkungsgrad.

  5. klausie

    ich verstehe nicht WISO das nicht klappen soll. kleine Idee der Generator leistet 250 Watt bei einem Narbenmotor von 200 Watt sind doch 50 Watt über. selbst wenn ich langsam trete und der Generator weniger leistet wird der Motor doch schon gehen Mensch plus Akku im anfahren. wenn man dann schneller treten tut leistet der Generator mehr strom und das ist die Zeit zum lafen des Akkus. simpel. Verlust hin oder her wenn der Generator größer Motor ist klappt das. beste Grüße

    • Andreas

      Selbstverständlich funktioniert das, ist total simpel und lädt im Normalbetrieb auch den Akku immer voll. Auf dem Papier.
      Das Problem bei Ihrer Denkweise ist, daß sich mit einer muskulären Energiequelle der “Normalbetrieb”, also das Fahren in der Ebene mit 250W Generatorleistung so anfühlt, als würde man mit vollem Gepäck und Gegenwind einen Berg rauf fahren. Das will keiner. Der Generator “leistet” ja nichts, die Muskeln leisten. Es fährt ja nicht mal jemand freiwillig mit so einem konventionellen kleinen Reibdynamo am Reifen für die Beleuchtung, und der hat nur 10W Verlustleistung. Praktisch wird die primäre Antriebsleistung aus dem Akku kommen, was auf die Reichweite geht. Ein Gutteil der Muskelkraft macht nur warme Luft.

  6. Kurt

    Ich bin nicht überrascht das
    Man den Antrieb verteufelt
    Ohne Ihn zu kennen.
    Ist wie beim Fußball die
    Zuschauer können alles
    Besser.
    Ist einer der Negativ Schreiber in der Lage
    Irgendeine neue Entwicklung
    Vorzuweisen?
    Wenn ja herdamit.

    Aus eigener Erfahrung , ich
    Habe einen neuen Selbstantreibenden
    Generator für E-Mobile
    Entwickelt,
    Werde ich ebenfalls negativ
    Eingestuft obwohl ich die
    Funktion mit einem
    Prototyp Nachweisen kann.
    Die Lobbyisten sind unteruns

    • Maximilian Krenn

      Viele interessante, fachkundige Beiträge. Habe ein umgebautes e-bike mit dem ich rekuperieren kann. Dabei geht schon durch Erwärmung des Controllers (Mosfets, etc.) und des Generators ein Teil verloren. Neben der Tempomat – Funktion, der einstellbaren Unterstützung ist die Bremswirkung durch Rekuperieren von großem Vorteil. Durch den Anstieg der Akkuspannung beim Rekuperieren kann ich die Effizienz ermitteln (potentielle Energie mgh geht in elektr. Energie und Wärme über).
      Der kettenlose Antrieb von Schaeffer braucht allerdings einen Extragenerator, der schwerer als die Kette etc. ist und einen geringeren Wirkungsgrad hat. Die Entwicklung ist dennoch interessant.

  7. Jürgen Osterlänger

    Ja ja der Wirkungsgrad. Es stimmt schon, dass von von angenommenen 100 W Fahrerleistung vielleicht nur 70 W am Hinterrad ankommen. Aber: es ist ein Pedelec und hat einen Motor, der hier zwangsläufig im Antriebsrad sitzt. Und dieser wird zusätzlich vom Akku gespeist. Zwischen Motor und Antriebsrad sind keine Wirkungsgrad fressenden Übertragungselemente (Getriebe) mehr. In der Gesamtschau kann sich so sogar bei z.B. Unterstützungsfaktor 3 ein besserer Gesamtwirkungsgrad (Fahrer- und Akkuleistung zusammen) ergeben als bei einem Mittelmotor mit einem Nabengetriebe. Ohne Akku-Unterstützung sind die Verluste wirklich viel höher. Ich kenne aber kaum jemand, der Pedelec ohne Unterstützung fährt.
    Der Wirkungsgrad ist doch hier nicht die Hauptsache, sondern die ganzen anderen Eigenschaften:
    – nie mehr Kette reinigen, ölen, tauschen, bezahlen – absolute Designfreiheit durch den Entfall der Kette / Kettenlinie muss nicht beachtet werden
    – automatisiertes elektronisches Schalten ohne jegliche Störung möglich
    – rückwärts fahren möglich, bei >3 Rädern
    – Rekuperation immer möglich, da der Motor ohne Freilauf mit dem Rad verbunden ist

    Diese Antriebsidee gibt es ja schon eine Zeit lang und ich bin es schon mehrfach von verschiedenen Entwicklern gefahren. Das wird sich einfach durchsetzen, zumindest bei Cargo, Reha, Sharing und vielen anderen Kategorien.
    In den Fabriken haben wir ja heute auch nicht mehr den Transmissionsriemen und machen es anders.
    Und natürlich sind die Ketten- und Riemenantriebe auch super. Jetzt gibts halt noch die “elektrische Kette”.

    • Ralf

      Ich denke auch, dass überall wo die Gesamtantriebsleistung deutlich größer als die Tretleistung ist, der Übertragungswirkungsgrad vernachlässigbar ist. Ohne Akku fährt eh niemand mit nem Pedelec.
      Und natürlich, wenn man damit ‘zig Meter Ketten ersetzen kann, gerade bei mehrspurigen Fahrzeugen.

    • Dieter

      Eine gute Idee für Nischenfahrzeuge fernab vom gewichtsoptimierten Fahrrad. Fahre das krasse Gegenteil: GravelBike mit Fazua-Motor: 14kg Steigfähigkeit bis 22% im Sitzen und darüberhinaus problemlos über Treppen tragbar – eben agiles Fahrrad auch ohne Motor. Aber für Lastenräder, Reha, Velomobile im Komfortbereich eine gute Lösung sofern denn ein 250W Motor soviel Antriebsstärke im Anfahren bietet, damit die Lastenfuhre zur Not auch einen 12cm Bordstein hochkriecht.
      Nach meinen Erfahrungen haben halbwegs leichte E-Motoren im Niedrigstdrehzahlbereich unter grosser Last extrem schlechten Wirkungsgrad – ganz im Gegensatz zur Kombination einer 81Gang Kettenschaltung ( 3 Ritzel vorne, 9Gang mit Dual-Drive hinten) und dem Menschen, der zur Not für einen Moment in den Wiegetritt geht.
      Das wiederum bedeutet die nächste Einschränkung für den potenziellen Markt oder aber die Entwicklung neuer Nabenmoteren mit Mehrganggetriebe.
      Aber einer muss den ersten Schritt in der Entwicklung machen, um die Nische der CO2 sparender Fahrzeuge anzutreiben. (Ebike am Heckträger des SUV zur Sonntagstour spart im Gegensatz zu Lastenräder oder Velomobile im Podbike-Stil eben kein CO2)
      Dank an grosse Konzerne, die genügend Durchhaltevermögen haben auch was Neues zu erfinden und die auch Einfluss auf den Gesetzgeber haben,damit vielleicht bei Lastenräder die 250W Grenze oder der Beschränkung von Motorleistung auf 400% Eigenleistung entfällt.

    • oliver

      Hallo Jürgen,

      danke für deinen Beitrag.. du hast den Kern der Sache
      eindeutig beschrieben, erkannt.

      ich hatte beim Durchlesen der Koemmentare schon fdast aufgegeben, dass in den Foren nur diese Besserwisser, und das geht doch alles nicht, wird scheitern, usa, also diese dümmliche neudeutsche Mentalität breitmacht, das sich in in diesem Beamten und Regulieringskranken Land auch wirklich nichts neues mehr schafft einen Anfang zu nehmen.

      Ich werde mir diesen Antrieb für meine Lastenradproduktion zulegen.

      Bist du auch in dem Unternehmerbereich tätig?

      Viele Grüße aus Braunschweig
      Oliver

      • Jürgen Osterlänger

        Hallo Oliver,

        ich war an der Vorentwicklung intensiv beteiligt und kümmere mich jetzt nur noch um rechtliche Fragen sowie die dazu passende Normierung.

        Gruß aus Mittelfranken
        Jürgen

    • V.Hoffmann

      mehrfach gefahren ?

      auch mal ohne Akku pedaliert ?

  8. Reusel

    Das Tretlager dient, jedenfalls in der höchsten Unterstützungsstufe, im wesentlichen nur der Steuerung der Energie, die aus dem Akku kommt. Da spielt der Wirkungsgrad des Generators kein große Rolle

  9. André

    Dieses Antriebssystem funktioniert.
    Ob es pfiffig ist 2x das kostbare Gut “Beinenergie” wandeln zu müssen, sei dahingestellt. Vielleicht ist das auch nicht so entscheidend, denn ich beispielsweise zähle zu den Pedalisten die so um die 70-80W aufbringen können. Gehen davon 10W in Wärme verloren, ist das, wenn man es niemandem erzählt, wahrscheinlich nicht allzusehr zu merken.

    Woran dieses System jedoch meiner Meinung nach scheitern wird ist das haptische “Beinerlebnis”.
    Die direkte und unmittelbare Kopplung zwischen einem kräftigen Tritt und dem darauffolgenden spürbaren Fahrtwind fehlt. Und zwar zu 100%.
    Es fehlt also die Belohnung für den kräftigen Tritt.
    Hier trete ich für den Wh-Zähler.
    Ich kann auch aufhören zu treten, nichts ändert sich, das Rad fährt weiter.
    Ich brauche nichts tun? … und das Rad fährt weiter?

    Klar kann eine geeignete Sensorik und Motorreglung dieses heutige Gefühl simulieren, doch zu welchem Aufwand … und wird es ganz gelingen?
    Beispielsweise wird der harte Anschlag beim Kraftschluss der Kette regelungstechnisch nicht nachzuahmen sein.
    Man tritt in einen weichen “Generator-Pudding”, befürchte ich.
    Aber:
    Gibt man einem unbelasteten Erdenbürger dieses neue Rad von Anbeginn, so vermisst er wohl nichts.
    Das ist die Krux, denen sich viele Erfindungen stellen müssen, … die Übergangsphase.
    Fazit:
    Mir gefällt’s, dass weiter Lösungen gesucht werden. Nicht alle werden überzeugen. Das macht’s spannend.

    Ich hoffe nur, das der Direkt-Naben-Motor es irgendwie schafft, weiter gebaut zu werden.
    Besser geht es nicht, in jeder Hinsicht!

    Bosch ist ein Beispiel wie man mit zweitklassigen Lösungen fast den kompletten Markt fluten kann. Ich beobachte das mit Schrecken.
    Man kann das aber auch mit erstklassigen Lösungen schaffen, … siehe T.

    Habt weiter Spass am Radeln!

    • TitanManfred

      Der Mittelmotor im eBike isst eine Krux, der nur die Kette ruiniert und nicht rekuperieren kann, sprich das Rad noch fettere Bremsen braucht, aber dank brutaler Konzerne wie Bosch haben sich leider die Nabenmotoren weiter in die Nische verkrochen!
      Mich erstaunt nur wie viele Leute das E-Auto vertäufeln aber die Garage voller E-Bikes stellen …

      • Carl Winden

        Na dann soll sich’s der Mittelmotor mal schmecken lassen 😉

      • Josef

        Beide Systeme machen ihren Sinn.
        Eine Nabenheckmotor überhitzt bei Steigungen, da hohe Leistung gefordert wird und die Drehzahl ist niedrig…keine Kühlung. Beim Mittelmotor wird das durch ein Getriebe und hoher Drehzahl ausgeglichen. Daher singt der Motor bei hoher Leistungsabgabe.
        Je nach Höhenprofil nehme ich eines meiner Räder, wobei ich den Heckantrieb bevorzuge wegen der vollkommenen Ruhe

    • Jürgen Osterlänger

      Wenn es gut gemacht ist (und es sollte gut gemacht sein, wenn es Erfolg haben soll), dann ist das Fahrerlebnis nicht zu unterscheiden zur Kette. Die Steifigkeit der Kette wird exakt und in Echtzeit nachgebildet. Es darf also kein belohnungsloses Treten und Füllen des Akkus sein. Beim Fahren geht die Fahrerleistung direkt in den Motor. Wenn bei U-Faktor 3 der Fahrer 80 W leistet, steuert der Akku nochmal 240 W zu. Alles proportional und sofort. Wenn es gut gemacht ist …
      Ich hab es schon mal geschafft, im Stand gegen die Bremse und gegen die gespannte “elektrische Kette” zu balancieren. Gute Systeme können das.

    • ForEigner

      bravo Andrè
      Sehr kluger Kommentar.

      Aus meiner Betrachtung wird der Ketten oder Riemen angetriebene Nabenmotor als Direktläufer den Mittelmotor verdrängen, weil die Masse diesen nicht braucht.
      Thema Rekuperation ist sowieso obligatorisch.

    • V.Hoffmann

      Tritt man denn wirklich “ins Leere” ?

      Der Pedalgenerator hat doch bestimmt einen mechanischen Widerstand. z.B. mindesten Deine verlorenen 10 Watt.

  10. eFahrer

    Das gibt wunderbare Optionen frei. Mechanische (freie Positionierung) wie elektrische – Kinetik und Pedalkraft können zeitgleich den Akku laden…. auch an der roten Ampel, im Stand, kann der Akku geladen werden….stufenlose Beschleunigung beim Ampelstart u.v.a.m.

    • V.Hoffmann

      hallo eFahrer

      wie geht das ? Im Stand vor der roten Ampel pedalieren ?
      Ich würde dabei umfallen.

  11. Timo

    Das ist doch kein E-Bike. :-). Wenn man mal ein paar rechtlich bedingte Kleinigkeiten außer acht lässt, wird das Fahrrad komplett elektrisch angetrieben. Währenddessen kann man sich sportlich mit dem Generator in den Pedalen beschäftigen. Ob man die Energie überhaupt wieder zurück speist, spielt ja nur eine Rolle, wenn die Kapazität des Akkus zu klein für die Reichweite ist oder man Energie sparen möchte.

    Man muss mehrere Stunden 100W treten um den Akku zu laden (ohne zu fahren). Die meiste Energie kommt eh aus der Steckdose

    Für mich ist das ein Outdoor-Ergometer mit realistischen Feedback. 😉

    • Philipp

      Bester Kommentar! 😉

    • André

      Danke Timo für “Outdoor Ergometer”.
      Genau das ist es!
      Und wer da mal drauf gesessen hat und getreten hat, will das nicht für ein Fahrrad.
      Beim Fahrrad erlebt man schon während einer halben Kurbelumdrehung wie das Rad beschleunigt und spürt das auch. Da die Leistung proportional zur Kraft und zur Drehzahl ist, merkt man wie es leichter wird zu treten ( Kraft wird kleiner) und es gleichzeitig schneller geht (Drehzahl wird grösser).
      Einem Generator mit dynamischer elektronischer Last dieses Verhalten beizubringen ist ein regelungstechnisches Kunstwerk.
      Da musst du auf der Straße ‘ne Menge Leute ansprechen, bis einer mal sagt, “ich versuch’s!”.
      Vielleicht ist es aber Schaeffler gelungen solch einen PID-Progger in die Firma zu holen.

      Wer auf die Fahrradmesse kann, sollte hier mal seine Treteindrücke posten.
      Ich bin so gespannt, .. kann leider nicht hin.

  12. Johannes

    Na toll, und beim nächsten EMP bleibt es wie alle Autos komplett liegen. Dann doch lieber ein E-Bike mit Kette.

    • Tom Ruf

      Falls mit EMP der elektromagnetische Puls gemeint ist:
      Wann gab es nochmal den letzten???

      • Kalli

        Mein erstes E-Rad habe ich mir 2013 gekauft der Antrieb war ein Bion X auch mit Rekuperation viel Sinn macht das beim Rad nicht dafür ist die Geschwindigkeit zu klein und im Flachland erst recht nicht das ist das selbe ich lösche den Durst mit einem Fingerhut. Bin damit Bergab in Stuttgart rein ca. 2 km in der 4 Stufe Energie Rückgewinnung und noch bei 28 km/h das was ich an Energie gewonnen habe macht keinen Sinn.

  13. Dominik Kustermann

    Interessant finde ich die Diskussion über den Wirkungsgrad. Könnten wir aber kurz über das Thema Recht sprechen?

    Was passiert ab 26km/h?
    Laut Gesetz darf der Motor nicht mehr unterstützen. Darf die “erstrampelten” Energie dennoch an den Motor weiter geleitet werden? Oder sind diese dann de Fakto bei 25km/h abgeriegelt (außer es geht den Berk runter).

    Mich nervt es ja schon beim Normalen Pedelecs, das diese ab 30km/h, wegen der Übersetzung, nicht schneller gefahren werden kann. (Das der Motor davor nicht mehr unterstützt ist klar.) Aber bei einer Geraden Strecke würde ich schon gern schneller Fahren.

    • Jürgen Osterlänger

      Bei > 25 km/h ist es genau so wie mit dem normalen Pedelec auch. Die eigene Fahrerleistung entscheidet allein über die am Motor übertragbare Leistung, d.h. die Motorleistung muss kleiner / gleich der Fahrerleistung sein. Das kann leicht am Prüfstand gemessen werden.
      Wir haben hier einen Hauptantrieb und keinen Hilfsantrieb, sondern eine elektrische Unterstützungsleistung aus dem Akku, die dann eben heruntergefahren wird. Man kann so ein System genau so programmieren wie ein normales Pedelec auch und das Fahrverhalten ist im Prinzip identisch. Zudem ist das System sicherer gegen Tuning. Die elektronische Übersetzung kann evtl. vom Fahrer frei variiert werden. Die Spreizung ist im Prinzip nicht begrenzt, wird sich aber im üblichen Bereich abspielen. Zur Zeit entsteht auch ein technisches Regelwerk, worin die speziell dafür aufgeworfenen Fragen geregelt werden. Das Ziel ist, dass es ein Fahrrad / Pedelec bleibt. Der Weg zum S-Pedelec ist natürlich auch leicht möglich, allerdings dann als zulassungspflichtiges “Moped”.

      • Karl Schäfer

        Dem kann ich nur zustimmen.
        Da der Wirkungsgrad im Vergleich zum Kettenantrieb nur 5% geringer sein soll ist das eine hervorragende Leistung des Entwicklungsteams!

  14. Teniente Coronel

    Bin gespannt, wie teuer dieses WUNDERWERK DER TECHNIK wird ‍♂️

  15. Erik

    Es ist gut, dass eine deutsche Firma hier eine Innovation zeigt, die mal wirklich ungewöhnlich ist – und das nicht beim Auto, sondern sogar beim Fahrrad.
    Ob es nun viel bringt, sei mal dahingestellt – Stichwort Wirkungsgrad wurde ja schon diskutiert. Wenn es aber „ein völlig neues Tretgefühl“ erzeugt, dann gibt es vielleicht Leute, die das mögen.

  16. V.Hoffmann

    Jetzt mal was anderes:

    Ich setze das Pedalwerk auf eine Halterung in mein Paddelboot, schließe einen kleinen Elektroaussenborder an und ab geht die Fahrt. -auch ohne Akku-

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Gefunden bei electrive.net
https://www.electrive.net/2021/08/31/schaeffler-zeigt-kettenlosen-e-bike-antrieb/
31.08.2021 10:06