03.02.2022 - 10:12

Worauf es beim heimischen Laden von E-Dienstwagen ankommt

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Immer mehr Unternehmen stehen vor der Frage, wie sie ihren Mitarbeitern das zuverlässige Laden ihrer E-Dienstwagen ermöglichen sollen. Neben Ladeanlagen am Arbeitsplatz spielen dabei Wallboxen zuhause eine große Rolle. In folgendem Gastbeitrag schlüsselt der Münchner Ladespezialisten reev für uns auf, was es dabei zu beachten gibt.

* * *

Betrachtet man die Standzeiten von E-Autos wird deutlich: Am entspanntesten und effizientesten lässt sich das Auto laden, wo die längsten Standzeiten entstehen, nämlich im Büro und zuhause. Deshalb sind, neben Ladestationen im Betrieb, vor allem Lademöglichkeiten am eigenen Zuhause der Schlüssel für eine flächendeckende und nutzerfreundliche Ladeinfrastruktur. Hinzu kommt, dass vermehrt von zuhause gearbeitet wird und die Lademöglichkeiten im Büro deshalb deutlich weniger genutzt werden können. Das Laden des Dienstwagens zuhause garantiert durch den Ladenvorgang während der Standzeiten ein stets vollgeladenes Fahrzeug und integriert damit die E-Mobilität selbstverständlich in den Alltag der FahrerInnen.

Zu beachten gilt jedoch: Das Laden des Fahrzeugs an einer Haushaltssteckdose ist nicht ratsam, da diese nicht auf die notwendige, dauerhaft hohe Ladeleistung ausgelegt sind. Es kann zu sehr langen Ladezeiten kommen und es besteht zudem die Gefahr einer Überhitzung. Deshalb ist die Installation einer Wallbox sinnvoll, die das Elektroauto bedeutend schneller und sicherer auflädt.

Welche Vorteile bietet das Laden von Dienstwagen zuhause für Arbeitgeber und -nehmer?

Für das Laden des Dienstwagens zuhause bietet sich eine intelligente Ladestation an, die eine integrierte Cloud-Software enthält. Damit gestaltet sich die Umsetzung und Durchführung einfach: Die Ladevorgänge werden kWh-genau erfasst und automatisch an den Arbeitgeber übermittelt. Die Automatisierung bietet Sicherheit und Transparenz – auf Seiten des Unternehmens und der MitarbeiterInnen.

Die Erstattung der Ladekosten ist unkompliziert: Sie erfolgt steuerfrei und rechtssicher, beispielsweise als Erstattung zusammen mit den monatlichen Auslagen. Auf diese Weise müssen keine Zählerstände abgelesen werden, wodurch Ressourcen gespart und möglichen Fehlerquellen vorbeugt wird. Durch die eindeutige Authentifizierung von NutzerInnen direkt an den Ladestationen können private und betriebliche Ladevorgänge unterschieden werden. Die Zugangsbeschränkung an den Ladestationen zuhause ist die essenzielle Basis für eine rechtssichere Abrechnung. Dadurch können auch Personen, die nicht Teil des Unternehmens sind, wie zum Beispiel PartnerInnen oder Gäste, an der heimischen Wallbox laden. Ihre Ladevorgänge werden dann nicht an das Unternehmen übermittelt.

Intelligente Ladestationen sorgen darüber hinaus mit etablierten Sicherheitsstandards für ein smartes Lastmanagement. Wenn mehrere E-Autos gleichzeitig laden, werden Stromspitzen verhindert und die verfügbare Leistung wird automatisch auf die ladenden Fahrzeuge verteilt. So wird eine Überlastung des Stromnetzes im Gebäude verhindert.

Wer finanziert die heimische Ladestation?

Die Finanzierung der Wallboxen sollte grundsätzlich individuell zwischen den DienstwagenfahrerInnen und dem Arbeitgeber abgestimmt werden. Die Anschaffungskosten trägt entweder der/die MitarbeiterIn oder der Arbeitgeber. Bei der Finanzierung durch den Arbeitgeber kann dieser seinen MitarbeiterInnen die Ladestation für die Dauer des Arbeitsverhältnisses steuerfrei überlassen. Dabei werden die Kosten vom Unternehmen übernommen und die Ladestation bleibt in seinem Besitz. ArbeitnehmerInnen können die Kosten der Ladestation jedoch auch selbst übernehmen. Dabei kann der Arbeitgeber die Privatfinanzierung zusätzlich bezuschussen.

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Zwischenfazit

Durch die Bereitstellung heimischer Ladestationen bieten Unternehmen ihren MitarbeiterInnen einen direkten Zugang zur Elektromobilität. So werden Effizienz sowie Einsatzfähigkeit der elektrischen Flotte gesteigert. Mit dem richtigen eMobility-Experten können Dienstwagen einfach zuhause geladen und die Ladekosten rechtssicher über den Arbeitgeber abgerechnet werden. Auf diese Weise nutzen Unternehmen die Chance, den Wandel zur nachhaltigen Mobilität mitzugestalten und Nachhaltigkeit unmittelbar in die Unternehmenskultur zu integrieren.

Komplementäres Laden am Arbeitsplatz

Grundsätzlich entscheiden sich viele Unternehmen aufgrund von Nachhaltigkeit und finanziellen Vorteilen aktuell für den Umstieg auf Elektromobilität. Dabei ist der Aufbau einer Ladeinfrastruktur am Unternehmensstandort für einen Großteil unverzichtbar. Das steigert die Effizienz des Fuhrparks und macht ihn unabhängig von öffentlichen Ladestationen. Zudem sprechen die hohe Wirtschaftlichkeit und vielfältigen Möglichkeiten zur Steuerung und individuellen Anpassung für den Aufbau einer unternehmenseigenen Ladeinfrastruktur. Mit einer in den Ladestationen integrierten Software kann die Ladelösung verwaltet und das Ladeverhalten der NutzerInnen jederzeit eingesehen werden. Der Betreiber – das Unternehmen – kann selbst über Ladetarife entscheiden und so verschiedene Nutzergruppen, wie zum Beispiel MitarbeiterInnen oder Gäste, zu unterschiedlichen, vordefinierten Preisen laden lassen.

Finanzielle Unterstützung für Ladestationen am Unternehmensstandort gibt es derzeit vom Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) mit der Förderung für nicht-öffentliche Ladestationen für Unternehmen (Anm. d. Red.: Die Wallbox-Förderung für private Ladepunkte, die mitunter zur Bezuschussung von heimischen Wallboxen für Dienstfahrzeuge herangezogen werden konnte, ist bekanntlich inzwischen ausgelaufen). Über das KfW-Zuschussportal können Unternehmen bis zu 900 Euro pro Ladepunkt und insgesamt 45.000 Euro Zuschuss erhalten. Gefördert wird sowohl die Anschaffung und Installation der Ladestation (Hardware) als auch das Lademanagementsystem (Software). Wer sich von Anfang an für eine Ladestation mit Software entscheidet, baut sich eine zukunftsfähige Ladeinfrastruktur auf, die Messbarkeit, Verbrauchskontrolle, Lastmanagement und einen wirtschaftlichen Betrieb der Ladestationen ermöglicht.

reev sitzt in München und ist Experte für intelligente Ladelösungen. Das 2018 gegründete Unternehmen stellt eine Plattform für die Verwaltung und Steuerung von Ladeinfrastruktur samt einer intelligenten Software bereit, die für die Bedürfnisse von komplexen Fuhrparksituationen (etwa Unternehmen, Hotels oder Mehrfamilienhäuser) konzipiert wurde. Zu den Leuchtturmprojekten der Firma gehört das sogenannte „Parkhaus der Zukunft“ des Nürnberger Energieversorgers N-Ergie.

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3 Kommentare zu “Worauf es beim heimischen Laden von E-Dienstwagen ankommt

  1. Thomas Suhany

    Vielen Dank für die Zusammenfassung.
    Hier ein Feedback aus eigener Erfahrung:
    Ich habe rechtzeitig einen KfW-Antrag erstellt; anschliessend eine vom Arbeitgeber per Überlassungsvertrag bereitgestellte smarte 11kW Wallbox installieren lassen – und die Kosten (die deutlich über €900 liegen) bei der KfW eingereicht.
    Von der KfW habe ich eine Auszahlungsablehnung erhalten. Auf Nachfrage wurde mir mitgeteilt, dass ich keine Kosten für die Anschaffung der Wallbox nachgewiesen haben (=> kann ich ja auch nicht, weil ich sie kostenfrei vom Arbeitgeber überlassen bekommen habe).
    Rückfrage bei Kollegen zeigt, dass viele die gleiche Erfahrung gemacht haben – aber bei einigen die Auszahlungen auch reibungslos erfolgt sind. Hängt offensichtlich davon ab, welcher Sachbearbeiter den Antrag bearbeitet.

    Sind Ihnen ähnliche Fälle bekannt?

  2. Joerg

    Leider wird überhaupt nicht auf die Rechtsunsicherheit hingewiesen, wenn man eine kleine PV Anlage betreibt.
    Man kann nicht nachweisen, welchen Strom man gerade in den Dienstwagen geladen hat.

    Dadurch kommt es dazu, dass man selbst erzeugten Strom an seinen Arbeitgeber verkauft…

    Aus diesem Grund ist mein neuesrDienstwagen jetzt nicht mehr elektrisch.

    • sig

      Tolle Argumentationskette ! eins plus!

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