14.02.2022 - 09:40

Formel E: Porsche feiert Doppelsieg in Mexiko

Porsche hat beim dritten Formel-E-Saisonlauf in Mexico City das erste Rennen seit dem Werks-Einstieg vor zwei Jahren gewonnen. Es war auch der erste Sieg für einen Formel-Rennwagen von Porsche seit über 30 Jahren. Pascal Wehrlein gewann vor Teamkollege André Lotterer und dem zweifachen Meister Jean-Eric Vergne.

Es war nicht nur ein Doppelsieg für den Porsche 99X Electric, sondern ein dominanter Doppelsieg: Das Porsche-Duo mit den Startnummern 94 und 36 kam über neun Sekunden vor Vergne im DS-Techeetah ins Ziel. Für die sonst knappen Formel-E-Rennen ein ungewöhnlich großer Vorsprung. Lotterer verzichtete in der Schlussphase aufgrund einer Teamorder auf einen möglichen Angriff.

So konnte Wehrlein, der bereits von der Pole Position gestartet war, den Sieg einfahren. Dabei hatte Venturi-Pilot Edoardo Mortara, der als Meisterschaftsführender ins Rennen gegangen war, zwischenzeitlich geführt und konnte sich sogar leicht absetzen. Dabei verbrauchte der Schweizer mit seinem Mercedes-Antrieb aber zu viel Energie, zwischenzeitlich war sein Akku-Stand zwei Prozent unter jenem von Wehrlein. Somit musste Mortara deutlich Tempo rausnehmen und fiel noch zurück.

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Dass Porsche aufgrund des überlegenen Energiemanagements einen Doppelsieg einfährt, hatte sich bei den ersten beiden Rennen in Saudi-Arabien noch nicht abgezeichnet: Im ersten Rennen war es Lotterer, der gegen Rennende Energie sparen und somit die Konkurrenten ziehen lassen musste. Entscheidend für den Rennsieg in Mexiko war die Energie-Prognose: Wehrlein überquerte nur wenige Sekunden vor dem Ablaufen der 45-Minuten-Renndauer die Ziellinie – das Rennen dauerte somit eine Runde länger als von einigen Teams kalkuliert. Porsche hatte aber richtig gerechnet: Als einziges Team gingen die Zuffenhausener von Anfang an von einer Renndistanz über 40 Runden aus, während die anderen Teams mit 39 Runden rechneten – und ihre Strategie während des Rennens anpassen mussten. Ein Extrem-Beispiel ist hier Jaguar-Pilot Mitch Evans, der die letzte Rennrunde in 1:50min zurücklegte statt der üblichen 1:10min-Rundenzeiten. Evans musste Energie sparen.

„Das Team hatte einen guten Plan, auch wenn ich mir anfangs nicht ganz sicher war, ob er aufgehen würde“, sagt Rennsieger Wehrlein. „Nach der vergangenen Saison standen wir natürlich unter Druck. Doch wir haben immer an uns geglaubt und wussten, dass wir ein gutes Paket haben und dass wir ganz vorne sein würden, wenn an einem Wochenende alles zusammenpasst. Das war heute der Fall.“ In der Mitteilung des Autobauers kam auch Entwicklungsvorstand Michael Steiner zu Wort, der von einem „vorläufigen Höhepunkt“ des Formel-E-Projekts sprach.

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Hinter Vergne kam dessen Teamkollege Antonio Felix da Costa auf Rang vier – vor dem erwähnten Mortara, der weiterhin die Meisterschaft anführt. Sechster wurde Mercedes-Pilot Nyck de Vries, der in der Meisterschaft weiterhin Zweiter ist – gefolgt von Wehrlein und dem punktgleichen Lotterer.

Als Neunter fuhr auch Maximilian Günther die ersten beiden Punkte für seinen neuen Arbeitgeber Nissan ein. In Saudi-Arabien war der frühere BMW-Pilot noch punktelos geblieben.

Die Saisonrennen vier und fünf finden am 9./10. April in Rom statt.
porsche.com, fiaformulae.com (Rennergebnis), fiaformulae.com (Fahrerwertung)

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