13.06.2022 - 10:01

BMW könnte E-Mini aus China auch in die USA bringen

Der gemeinsam mit Great Wall geplante elektrische Mini könnte laut einem Medienbericht auch auf den US-Markt exportiert werden. Den bisherigen Planungen zufolge sollten die Autos vornehmlich in China verkauft werden.

Nach einer nicht öffentlichen Präsentation des neuen Elektro-Minis vor amerikanischen Händlern im Mai sei das Interesse sehr groß gewesen, berichtet das „Handelsblatt“ unter Berufung auf Konzernkreise. So groß, dass der BMW-Vorstand bis Ende des Jahres entscheiden will, ob der China-Mini in die USA exportiert werden soll.

Die US-Händler von Mini soll das Fahrzeug derart überzeugt haben, dass sie offenbar sogar den fälligen Einfuhrzoll in die USA übernehmen wollen. Ob der Vorstand in München die Meinung der US-Händler teilt, ist offen. BMW wollte gegenüber der Zeitung die Informationen nicht kommentieren, auch aus den weiteren Informationen des Artikels lässt sich keine Tendenz ableiten. Neben den Chancen für Mini (die USA sind nach Europa der zweitgrößte Markt für die BMW-Tochter) weist das „Handelsblatt“ auf die geo- und handelspolitischen Spannungen rund um China hin, was die Pläne „heikel“ mache.

Bei dem China-Mini wird BMW wohl weite Teile der Technik von Partner Great Wall übernehmen – konkret die Architektur des Ora Cat. Great Wall hatte den Kompakt-Stromer im September 2021 auf der IAA Mobility vorgestellt. Das Fahrzeug leistet 126 kW, der 63 kWh große Akku soll für mindestens 400 Kilometer nach WLTP reichen. Eine namentlich nicht genannte BMW-Führungskraft sagte dem „Handelsblatt“, dass die Technik mit Blick auf „Reichweite, Ladefähigkeit und vor allem Kosten sehr konkurrenzfähig“ sei.

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Das chinesische Joint Venture Spotlight Automotive von BMW und Great Wall hatte Ende 2019 mit dem Bau eines Werks in Zhangjiagang in der Provinz Jiangsu begonnen, in dem künftig unter anderem elektrische Mini-Fahrzeuge produziert werden sollen. Bekanntlich wurde damals eine Produktionskapazität von zunächst 160.000 Fahrzeugen pro Jahr vereinbart.

Würde sich der BMW-Vorstand dafür entscheiden, das Fahrzeug auch in den USA anzubieten, müsste die Produktion womöglich ausgeweitet werden – falls der Mini ein derartiger Verkaufsschlager wird, wie es die US-Händler prognostizieren.
handelsblatt.com

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13.06.2022 10:39