10.08.2022 - 09:58

EnBW sucht wohl Investor für Hypernetz-Ausbau

Die EnBW sucht laut einem Medienbericht einen Investor, um einen deutlichen Ausbau ihres Schnellladenetzes in Deutschland zu finanzieren. Doch es sind wohl noch einige Punkte offen, wie genau eine solche Beteiligung aussehen könnte.

Das berichtet das „Handelsblatt“ unter Berufung auf Finanzkreise. In Kürze sollen Berater mandatiert werden, die den Investorenprozess für EnBW begleiten könnten. Der genaue Zuschnitt sei noch unklar und Entscheidungen seien bisher nicht gefallen, heißt es in dem Bericht.

Unklar sei zum Beispiel noch, auf welcher Ebene ein Investor an Bord genommen werden würde: nur bei der Ladeinfrastruktur, auch beim Betrieb der Ladesäulen oder beim E-Mobility-Angebot insgesamt.

Ein EnBW-Sprecher wollte die Informationen nicht direkt bestätigten, dementierte aber auch nicht. „Mit Blick auf diesen dynamisch wachsenden Markt prüfen wir regelmäßig verschiedene Optionen, um die Rolle der EnBW und ihre Führungsposition in diesem Markt weiter zu stärken“, wird der Sprecher vom „Handelsblatt“ zitiert. Die Elektromobilität sei für EnBW eines der wichtigsten Zukunftsgeschäftsfelder mit den höchsten zu erwartenden Wachstumsraten.

Die EnBW betreibt laut eigener Aussage mit rund 700 Standorten deutschlandweit das größte Schnellladenetz. Beim Ausbau seines eMobility-Angebots fokussiert sich der Energieversorger seit einiger Zeit nur noch auf Schnelllader, neue AC-Ladepunkte werden nicht mehr aufgebaut. Die Ertrags- und Umsatzpotenziale sind beim Schnellladen deutlich größer, die nötigen Investitionen jedoch auch. Bis 2025 will die EnBW 2.500 Schnelllade-Standorte in Deutschland betreiben.

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Dabei setzt das Unternehmen zunehmend auf eigene HPC-Hubs, die entlang wichtiger Fernstraßen, aber abseits der Raststätten, aufgebaut werden. Ein weiteres wichtiges Standbein sind Schnelllader auf den Parkplätzen von Einzelhandelsfilialen, hier hat die EnBW mehrere große Kooperationen geschlossen – etwa mit Rewe oder zahlreichen Baumärkten.

Während einige kleinere Unternehmen wie Fastned früh auf die Gelder von externen Investoren gesetzt haben (da es bei Startups kein weiteres Geschäftsmodell im Unternehmen gibt), hat die EnBW den Lade-Ausbau bisher vorrangig aus eigenen Mitteln finanziert. Dass ein Unternehmen nach dem initialen Aufbau aus Eigenmitteln einen Investor an Bord holt, ist nicht ohne Beispiel: Im vergangenen November ist der Vermögensverwalter Blackrock für 700 Millionen Euro bei Ionity eingestiegen, um deren Ausbaupläne bis 2025 mit zu finanzieren. Der Blackrock-Einstieg bei Ionity gelte bei der EnBW als Vorbild, so das „Handelsblatt“.
handelsblatt.com

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10.08.2022 09:12