Opel Experimental: Crossover-Studie für die elektrische Zukunft

Opel hat mit dem Konzeptfahrzeug Experimental einen Ausblick auf die elektrische Zukunft der Marke gegeben. Der jetzt digital vorgestellte Batterie-elektrische Crossover wird im September auf der diesjährigen IAA Mobility in München Weltpremiere feiern.

Laut Opel-CEO Florian Huettl soll die schlicht Experimental genannte Studie „einen Ausblick auf kommende Modelle und Technologien, auf das zukünftige Design, ja, auf eine neue Epoche und die Zukunft der Marke“ geben. Der Mutterkonzern Stellantis will Opel wie berichtet ab 2028 in Europa zur reinen Elektromarke machen.

Zur Technik verrät Opel noch nicht viel, nur dass der E-Crossover auf einer BEV-Plattform von Stellantis basiert und über einen elektrischen Allradantrieb verfügt. Da Opel den Experimental im C-Segment einordnet, dürfte es sich bei der Plattform um die STLA Medium handeln. Also um ein 400-Volt-System mit bis zu 104 kWh Brutto-Energiegehalt der Batterie und wahlweise Front- oder Allradantrieb mit 160 bis 285 kW Leistung. Der Radstand der Fahrzeuge wird zwischen 2,70 und 2,90 Metern liegen, die Gesamtlänge der Fahrzeuge wird sich im Bereich von 4,30 bis 4,90 Metern bewegen. Diese Eckdaten der STLA Medium sind bereits bekannt.

Bleibt bei der Konzeptstudie also vor allem der Blick auf die Design- und Karosserielösungen. Opel spricht hier von einem „mutigen und klaren“ Design und dem „nächsten Kapitel der Opel-Designphilosophie“. Dieses soll vor allem durch die weiterentwickelte Markenfront symbolisiert werden – das „4D Opel Vizor“. Die aktuellen Serienmodelle tragen noch das „Opel Vizor“ ohne den 4D-Namenszusatz.

Obwohl die Rüsselsheimer zu den Highlights der Markenstudie „innovative Aerodynamik-Features“ zählen, bleibt es bei der sehr steil stehenden und nicht gerade aerodynamischen Front. Allerdings gibt es Luftklappen an Front und Heck, die je nach Bedarf geöffnet oder geschlossen werden können. Zudem verfügt die Studie über einen variablen Heckdiffusor, der je nach Fahrsituation ein- oder ausfährt. So soll der aerodynamische Wirkungsgrad verbessert werden.

Würde das Fahrzeug vor allem mit Fokus auf die Aerodynamik entwickelt, würden alle Autos fast gleich aussehen  – an der optimalen Tropfenform führt dann kein Weg vorbei. Genau das wollte Opel aber bewusst verhindern, sondern eine erkennbar eigenständige Karosserie entwerfen. „Das Karosseriedesign vereint beste Aerodynamik mit einer unverwechselbaren Silhouette. Und der Innenraum vermittelt ein intensives, emotionales Nutzererlebnis“, sagt Opel-Designchef Mark Adams. „Viele seiner Designelemente und die zugrundeliegende Philosophie werden sich in künftigen Serienmodellen wiederfinden.“

Das könnte auch für den Innenraum gelten. Hier soll das Raumgefühl eher dem D- als dem C-Segment entsprechen. Adaptive Leichtbausitze sollen nicht nur das Gewicht senken und einen hohen Sitzkomfort bieten, sondern auch zur „intelligenten Nutzung des Innenraums“ beitragen. Da das Fahrzeug auch über eine Steer-by-Wire-Lenkung verfügt, kann das Lenkrad bei Bedarf weggeklappt werden. Dazu verringert der Verzicht auf mechanische Lenkbauteile das Gewicht weiter. Auch auf Bildschirme wird verzichtet, die nötigen Informationen sollen per Augmented-Projection-Technologie widergegeben werden. Statt per Touchscreen wird das System mit einer KI-gestützten Sprachsteuerung bedient.
stellantis.com

1 Kommentar

zu „Opel Experimental: Crossover-Studie für die elektrische Zukunft“
Nostradamus
10.08.2023 um 13:58
Designstudie ist schön und ultramodern! Ein bisschen weniger scharfen Kanten und Spitzen wäre gut. Ich frohe mich, dass Opel innerhalb PSA und Stelantis die Chance bekommen hat, eigener Charakter wiederaufzubauen!

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Lesen Sie auch