SK On baut Batteriefabrik in Seosan deutlich aus

SK On hat eine Investition über 1,5 Billionen Won (rund 1 Milliarde Euro) in die Erweiterung seiner Batteriefabrik im südkoreanischen Seosan angekündigt. Mit dem Bau einer dritten Produktionsanlage im Werk will SK On seine Kapazitäten für Batteriezellen in Südkorea von derzeit 5 GWh auf etwa 20 GWh vervierfachen.

Die dritte Anlage der Batteriefabrik in Seosan soll 2025 in Betrieb gehen und bis 2028 auf eine Jahreskapazität von 14 GWh ausgebaut werden. In der vergangenen Woche hat das Unternehmen ein Memorandum of Understanding (MoU) mit der Stadt Seosan und der Provinzregierung von Hongseong-gun geschlossen. Diese Vereinbarung sieht nicht nur den Bau auf der rund 44.000 Quadratmeter großen Fläche im „Seosan Auto Valley“-Komplex vor, sondern auch die Beteiligung von Stadt und Provinz mittels „administrativer und finanzieller Unterstützung“. Die finanzielle Unterstützung wird nicht genau beziffert, der administrative Teil bezieht sich auf die Erteilung der entsprechenden Genehmigungen.

Die erste Produktion im Umfang von 200 MWh, offiziell als Seosan Plant 1 bezeichnet, wurde bereits 2012 in Betrieb genommen, 2018 erfolgte die Erweiterung mit der Seosan Plant 2 auf die heutigen fünf GWh. Kürzlich hatte SK On neben seiner Fabrik in Seosan auch ein Zentrum für Batteriesicherheit eröffnet.

SK On betont in der Mitteilung, dass die bestehenden Anlagen in Seosan eine wichtige Rolle beim Aufbau des globalen Produktionsnetzwerks des Unternehmens gespielt haben, auch bei der Ausbildung von Batterieexperten. Nach eigenen Angaben hat SK On „“innerhalb von nur fünf Jahren erfolgreich ein globales Massenproduktionssystem mit einer Gesamtkapazität von 89 GWh in den USA, Europa und Asien aufgebaut“.

Das dritte Werk vor Ort wird sich aber nicht nur durch die Größe unterscheiden. Man plane die „Einführung einer intelligenten Fabrik“, um die Produktionsabläufe zu optimieren. Konkret werden als Ziele eine um 30 Prozent höhere Produktionsgeschwindigkeit und eine höhere Prozessgenauigkeit genannt. Die Verbesserungen sollen später in der bestehenden Produktion eingeführt werden.

Welche Zellen SK On in dem neuen Werk fertigen will, wird in der Mitteilung nicht erwähnt. Das Unternehmen ist jedoch bisher auf Pouchzellen spezialisiert und beliefert Autobauer wie etwa Hyundai-Kia, Ford (aus eigener Produktion und künftig über das Joint Venture BloeOval SK) sowie Volkswagen (ID.4 aus US-Produktion). Allerdings verlagern derzeit zahlreiche Autobauer ihren Fokus auf Batteriezellen mit festem Gehäuse (also Rundzellen und prismatische Zellen), da nur mit diesen strukturell integrierte Batteriepacks nach dem Cell-to-Pack- oder Cell-to-Chassis-Prinzip möglich sind.
skinnonews.com

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