Dacia bestätigt kommenden Elektro-Ableger für den Duster
Gegenüber Autocar erklärte Denis Le Vot, dass Dacia den Duster künftig auch mit Elektroantrieb auf den Markt bringen werde, er legte sich aber auf keinen Zeitpunkt fest. Der Duster gehört im Portfolio der rumänischen Renault-Marke zu den Bestsellern. Laut Denis Le Vot soll der elektrische Ableger optional einen Allradantrieb erhalten. Er wird sich dabei aller Voraussicht nach am kommenden elektrischen Renault 4 orientieren, der ähnliche Maße hat und jüngst als 4×4-Studie enthüllt wurde – was eine Premiere für die AmpR Small-Plattform (früher als CMF-BEV bezeichnet) darstellte, auf der zuvor nur Serien-Fronttriebler erschienen oder angekündigt wurden.
Die AmpR Small bestätigt Denis Le Vot auch für den kommenden elektrischen Duster. Die Architektur (des Renault 5, des Renault 4 und E-Twingo) ist eine für Elektroantriebe optimierte Version der CMF-B. Somit können Fahrzeuge der beiden Plattformen auf einer Linie produziert werden – und Dacia könnte mit einer Duster-Karosserie sowohl Verbrenner als auch E-Antriebe anbieten. Das hat die Marke nämlich explizit vor. Die E-Version des Duster gilt eher als Ergänzung denn als Ersatz.
Ohnehin wird Dacia laut Autocar noch in diesem Jahr zunächst einmal eine neue 4×4-Hybridversion der dritten Duster-Generation herausbringen. Außerdem stehen zwei neue C-Segment-Modelle mit Verbrennungsmotor in den Startlöchern, die neben dem Duster Bigster an der Spitze der Modellpalette stehen sollen. Für November kündigt die Marke aber eine Präsentation an, in der Dacia mutmaßlich Eckpunkte seiner weiteren Elektrifizierungsstrategie vorstellen wird.
Erste Punkte sind bereits klar. So hatte der Dacia-Markenchef bereits im Frühjahr 2024 gegenüber Autocar bestätigt, dass auch der Sandero der nächsten Generation neben seinem klassischen Antrieb als elektrische Version angeboten werden soll. Der Sandero gilt als Dacias meistverkauftes Modell. Die neue Generation soll 2027 oder 2028 starten und bis zum Jahr 2035 angeboten werden, wenn gemäß EU-Gesetzgebung der Verbrennermotor ausläuft. Die aktuelle Sandero-Generation ist seit 2020 auf dem Markt.
Und: Dacia hat darüber hinaus mit den Vorbereitungen für ein neues elektrisches Stadtauto für Europa begonnen, das zu Preisen von unter 18.000 Euro angeboten werden soll. Dacia soll die Entwicklung des Elektro-Kleinwagens innerhalb von 16 Monaten abschließen – so das im Februar von Ex-Renault-Konzernchef Luca de Meo vorgegebene Timing. Allerdings hat sich de Meo inzwischen von der Konzernspitze verabschiedet.
Klar ist aber, dass diese kurze Entwicklungszeit möglich werden soll, weil der Dacia auf einem Renault-Modell aufbaut, genauer gesagt dem für rund 20.000 Euro angekündigten Elektro-Twingo. Der entsprechende Dacia-Ableger, zu dem noch nicht viele Details bekannt sind, soll laut den damaligen Aussagen von de Meo nochmals 2.000 Euro günstiger sein – und somit bei Preisen von unter 18.000 Euro starten. Dacia-Markenchef Denis Le Vot hat inzwischen auch ein Teaserbild gepostet (siehe unten) – darauf ist zu erkennen, dass der Dacia-Ableger passend zur Designsprache der Marke eine deutlich kantigere Optik erhalten wird.

Der kommende Elektro-Kleinwagen der rumänischen Marke dürfte nach jetzigem Kenntnisstand also etwa 1.000 Euro teurer ausfallen als das aktuelle E-Modell von Dacia, der Spring. Dieser wird ab 16.900 Euro angeboten. Allerdings dürfte das neue Modell die bessere Technik bieten: Der Spring leistet je nach Variante nur 33 oder 48 kW, die WLTP-Reichweite des 26,8 kWh großen Akkus beträgt 225 Kilometer. Zwar sind zum Twingo E-Tech Electric noch keine Daten bekannt, es werden aber rund 300 Kilometer Reichweite und vor allem eine bessere Ladeleistung erwartet: Der Spring kann mit maximal 30 kW an DC-Säulen laden.
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