Deftpower schließt Millionen-Finanzierung ab
Die Finanzierungsrunde, die dem niederländischen Unternehmen 12,5 Millionen Euro an frischem Kapital eingebracht hat, wurde laut der Mitteilung von Endeit Capital als größten Investor angeführt. „Die bestehenden Investoren Proeza Ventures, 4impact Capital, Rethink Mobility und Business Angel Jan Fredriks beteiligen sich an der Runde“, heißt es von Deftpower. Wie genau sich die 12,5 Millionen Euro auf die Investorengruppe verteilen, wird (wie üblich) nicht genannt.
Deftpower entwickelt und betreibt eine KI-gestützte Ladeplattform, die das Laden von Elektroautos ermöglicht, aber gleichzeitig das Stromnetz möglichst entasten soll. Über die Plattform von Deftpower können die Ladevorgänge auch gestartet und abgerechnet werden, es laufen also auch die Transaktionen über Deftpower.
Der USP der Deftpower-Lösung soll die Vorhersage des Ladebedarfs eines E-Autos, der zur Steuerung der Ladevorgänge genutzt wird. Dann wird das E-Auto nicht sofort nach dem Anschließen geladen, sondern der Ladevorgang wird in Zeiten geschoben, in denen erneuerbare Energien reichlich vorhanden und die Preise niedrig sind – was dem Kunden Geld sparen, die CO2-Emissionen senken und die Netzbelastung reduzieren soll. Wichtig ist, dass bei Deftpower der Ladevorgang nicht pauschal in einen bestimmten Zeitraum verschoben wird (zum Beispiel ab 1:00 Uhr nachts), sondern flexibel und je nach Lage bedarfsgerecht gesteuert wird. „Zwei Drittel des Ladevorgangs können potenziell von Spitzen- auf Nebenzeiten verlagert werden, was ein wesentlicher Schritt zum Aufbau eines widerstandsfähigen, auf erneuerbaren Energien basierenden Energiesystems ist“, so das Unternehmen.
Deftpower bietet seine Plattform als White-Label-Lösung für Mobility Service Provider (MSP) an und hat inzwischen über 40 Kunden in zehn europäischen Ländern. Die Plattform kommt unter anderem in Amsterdam zum Einsatz, wo die Daten auch für die Stadtplanung genutzt werden. Denn aufgrund der drohenden Netzüberlastung müssen die Stadtplaner oft entscheiden, ob zum Beispiel neue Wohnungen oder neue Ladestationen gebaut werden – für beides reicht das Stromnetz nicht aus. Hier soll die KI-Steuerung der Ladevorgänge neue Möglichkeiten schaffen, wie wir in diesem Hintergrundartikel berichtet haben.
„Wir wissen, dass das Laden von Elektrofahrzeugen heute sowohl zu teuer als auch zu kompliziert ist, und die Aggregator-Rolle, die wir für den MSP vorsehen, wird alle Beteiligten zusammenbringen, wie es sein sollte“, sagt Jacob van Zonneveld, CEO von Deftpower. „Alle Akteure, einschließlich Elektroautofahrer, Ladestationsbetreiber und Netzbetreiber, profitieren finanziell von der Ladeplattform von Deftpower.“
Quelle: Info per E-Mail
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