AUDI E SUV: Ausblick auf das zweite Modell der chinesischen Submarke

Audis gleichnamige Submarke plant für 2026 den China-Marktstart seiner zweiten Baureihe. Auf der „Auto Guangzhou“ wurde jetzt eine erste Studie des Elektro-SUV vorgestellt. 700 Kilometer Reichweite und 800-Volt-Technik gelten als gesetzt.

Audi e suv cropped
Bild: Audi

Nachdem Audi nach einigen fetten Jahren auf dem chinesischen Markt zuletzt mehr und mehr Marktanteile an die erstarkten lokalen Hersteller abtreten musste, entwickeln die Ingolstädter gemeinsam mit ihrem Joint Venture-Partner SAIC Motor spezielle Elektro-Modelle, die voll und ganz auf die Vorlieben und Bedürfnisse der dortigen Kundschaft zugeschnitten sind.

Die E-Fahrzeuge der Submarke unterscheiden sich nicht nur technisch von denen der deutschen Dachmarke: Statt der klassischen vier Ringe prangt an der Front nur ein schlichter AUDI-Schriftzug.

Seit August läuft in Shanghai der E5 Sportback, das erste Mitglied der neuen Modellfamilie, vom Band. Die elektrische Fließheck-Limousine konnte in den ersten 30 Minuten des Vorverkaufs bereits über 10.000 Bestellungen verbuchen – ein Achtungserfolg für die deutsche Premium-Marke.

Der Marktstart des SUV ist für 2026 geplant

Mit dem zweiten Modell der Subbrand, einem trendigen E-SUV, möchte die VW-Tochter ihren Aufwärtstrend auf dem chinesischen Markt fortsetzen. Auf der Messe „Auto Guangzhou“ hat der Hersteller jetzt die dazugehörige Studie enthüllt, die einen Vorgeschmack auf das für 2026 geplante Serienmodell geben soll. Das schlicht „AUDI E SUV“ genannte Fahrzeug ist 5,06 Meter lang, 2,04 Meter breit und 1,79 Meter hoch. Der Radstand beträgt rund drei Meter. Damit sortiert es sich in der Oberklasse ein.

Optisch führt der Autobauer die vom AUDI E5 Sportback bekannte Designlinie gekonnt fort. Die charakteristische Frontmaske mit den Matrix-LED-Scheinwerfern sowie die quadratische Leuchtgrafik am Heck findet sich auch bei dem SUV wieder. Unter dem futuristischen Blechkleid steckt ein elektrischer Allradantrieb mit je einem Motor an jeder Achse. Die Systemleistung gibt Audi mit 500 kW an. So soll der Koloss in circa fünf Sekunden von Null auf Hundert sprinten können.

Im Unterboden steckt ein 109 kWh großer Akku. Beim E5 setzt der Autobauer bei der großen Batterie auf eine NMC-Zellchemie – daher ist zu erwarten, dass man bei dem SUV einen ähnlichen Weg gehen wird. Nach der chinesischen CLTC-Norm soll dies für eine Reichweite von über 700 Kilometern reichen. Dank der 800-Volt-Architektur soll an DC-Ladesäulen in zehn Minuten genug Strom für 320 Kilometer nachgeladen werden können.

Audi gibt zudem an, dass das Fahrzeug mit speziell auf den chinesischen Markt zugeschnittenen Assistenzsystemen ausgeliefert wird, die in dem Paket AUDI 360 Driving Assist System gebündelt sind und in so gut wie allen Fahrsituationen ein hohes Maß an Sicherheit und Entlastung für den Fahrer gewährleisten sollen. Auf deren konkrete Funktionen geht die Marke aber noch nicht genauer ein.

audi-mediacenter.com

8 Kommentare

zu „AUDI E SUV: Ausblick auf das zweite Modell der chinesischen Submarke“
Gregor
22.11.2025 um 08:11
in wie fern wird Audi mit diesem Auto denn Anteile am Markt holen? Von Außen finde ich es gut, von innen zu spartanisch. Aber wesentlich besser als die europäischen Audi Modelle. Aber am Ende hat der Markt in China nun schon genug Modelle, die alle sehr ähnlich aussehen.
Kaka aa
22.11.2025 um 08:59
Sieht ziemlich cool aus!
simon
22.11.2025 um 21:03
Modernere Optik (falls es einem gefällt) und einen deutlich besseren Innenraum als bei den Audis aus Ingolstadt. Besser ausgestattet, keine dicken Displayränder, kein Hartplastik und kein Klavierlack. Die haben (notgedrungen) in China einfach mehr Mut und setzten das viel schneller um. Würde den sehr gerne kaufen, der erinnert mich sehr an die erste Etron Studie, die so nie kam.
André
24.11.2025 um 10:43
Ist schon traurig zu sehen das der Chinesische Markt inzwischen wichtiger ist, als der Deutsche. So ein Modell bekommt man dann Frühestens 2030 hier zum doppelten Preis. Aktuelle fahre ich seit 20 Jahren meinen letzten Audi, ab 2026 ist Schluss.
Jörg Freisler
24.11.2025 um 11:54
Nun, wenn Leute wie Sie lieber eine andere Marke fahren, komisch, das dann China wichtiger wird.
Paul-Gerhard Fenzlein
24.11.2025 um 11:11
Und auch wenn der Audi E5 sicherlich ein gutes Auto ist, so hat er in China mit dem NIO ET 5 und der Hardwareplattform NT 2.5 sowie mit dem Xpeng G6 zwei gute im Markt erfolgreich eingeführten Wettbewerber. Was soll nun das Audi SUV? Hier konkurriert Audi/SAIC gleich mit drei in China hervorragen Position, arrivierten SUVs, dem NIO ES8, sowie dem 2026 scheinenden NIO ES7, aber auch mit dem Xpoeng G9 oder dem Xiaomi XU7. Der neue geplante Audi/SAIC SUV kommt daher viel zu spät und scheint eher eine Verzweiflungstat zu sein. Das ist schade, aber das ist typisch deutsch. Vielleicht hofft Audi beziehungsweise die VW Gruppe, dass sie von Xüeng oder von SAIC übernommen werden.
Simon 1
24.11.2025 um 11:26
Mich würde interessieren was genau die Unterschiede zu den hiesigen Audis ist. Bedürfnisse des chinesischen Markt erfüllen hört sich so an, als wären die etwas anders abgestimmt, Assistenten auf die dortigen Verkehrsverhältnisse ausgelegt und Optik sowie Software entsprechend dem Geschmack designed. Es ließt sich aber eher wie eine neuere Fahrzeuggeneration, die so ziemlich alles besser kann. Worauf wird denn hier wert gelegt, was die Autos hier so teuer macht, den Chinesen aber egal ist?
Gino
24.11.2025 um 12:08
Es finde, es ist ein Fehler, einen Audi so beliebig aussehen zu lassen. Vom Design aus gibt es keinen Grund diesen Wagen zu erwählen, auch in Punkto Wiedererkennungswert. Erst wenn ein Auto ein Markengesicht und damit einen eigenen Charakter hat, emotionalisiert es die Käufer.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert