GreenWay baut Schnellladenetz in Osteuropa aus

Der Ladenetzbetreiber GreenWay hat sein Ladenetz in Osteuropa im Rahmen des EU-Projekts „Expand-E“ weiter ausgebaut. In der Slowakei kamen 20 neue Schnellladestandorte hinzu, drei davon sind für den elektrischen Schwerlastverkehr geeignet. In Polen gingen zudem 48 weitere Ladeparks ans Netz, darunter ebenfalls Standorte für E-Lkw.

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Bild: GreenWay

Das EU-Projekt „Expand-E“ sah den Aufbau von 260 Schnellladesäulen mit insgesamt 1.013 Ladepunkten entlang des TEN-V-Netzes vor. Geplant waren Ladepunkte mit mindestens 150 kW für leichte Elektrofahrzeuge sowie 46 weitere Ladepunkte mit mindestens 350 kW für schwere E-Nutzfahrzeuge in neun europäischen Ländern, darunter Polen und in der Slowakei.

Neben Grid Telecom, Ionity, Renovatio Asset Management und Fortisis erhielt auch GreenWay Fördermittel aus dem Programm. Für den Ausbau in der Slowakei flossen 4,71 Millionen Euro an den Ladenetzbetreiber, für neue Standorte in Polen 10,47 Millionen Euro. Angaben zu den jeweiligen Gesamtinvestitionen macht GreenWay aber nicht.

Das Projekt soll laut GreenWay nun erfolgreich abgeschlossen und die im Rahmen des Vorhabens geplante Ladeinfrastruktur vollständig in Betrieb sein. Das Unternehmen hat eigenen Angaben zufolge mit seinen Aktivitäten in den vergangenen drei Jahren in der Slowakei und in Polen „einen wesentlichen Beitrag“ zum Ladeinfrastruktur-Ausbau geleistet.

In der Slowakei nahm GreenWay im Rahmen des Projekts 20 neue Schnellladeparks in Betrieb. Diese umfassen 46 High Power Charger mit 90 Ladepunkten und Ladeleistungen von bis zu 400 kW. Die drei Standorte Senec, Žilina, Veľké Bierovce sollen auch Lademöglichkeiten für Elektro-Lkw bieten, heißt es. In Polen entstanden im Rahmen von „Expand-E“ hingegen 35 neue Lade-Hubs mit insgesamt 139 Schnellladesäulen und 253 Ladepunkten, die Leistungen zwischen 150 und 400 kW bieten. Ergänzt wird das Netz durch 13 weitere Standorte mit 26 Ladepunkten und bis zu 200 kW. Auch in Polen sollen einzelne Standorte für E-Lkw geeignet sein, Details dazu nennt GreenWay jedoch nicht.

„Die ultraschnellen Lade-Hubs von GreenWay erfüllen die tatsächlichen Bedürfnisse von Fahrern von Elektroautos. Dank der hohen Ladeleistung und der gut durchdachten Ladeinfrastruktur können auch Elektro-Lkw während der vorgeschriebenen Pausen des Fahrers aufgeladen werden, ohne den Zeitplan zu beeinträchtigen. Dies ist ein wichtiger Schritt in Richtung emissionsfreier Logistik. Gleichzeitig arbeiten wir bereits aktiv an der Umsetzung des MCS-Standards im Megawattbereich, der in den kommenden Jahren für Flotten im Fernverkehr von entscheidender Bedeutung sein wird“, so Michal Mydlo, Geschäftsführer von GreenWay Slovakia. Gemeinsam mit E.ON und Voltix will das Unternehmen im Infrastrukturprojekt HDV-E den Aufbau eines grenzüberschreitenden Megawatt-Ladenetzes forcieren. Bis Herbst 2028 sollen so entlang der wichtigsten europäischen Verkehrskorridore rund 330 Megawatt-Ladepunkte entstehen.

Quelle: Info per E-Mail

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