BMW erweitert seinen Sprachassistenten um Alexa+
Bereits 2018 hat BMW seinen BMW Intelligent Personal Assistant eingeführt, einen Sprachassistent,en der als digitaler Experte und Beifahrer fungiert. Er wird primär über den Sprachbefehl „Hey BMW“ oder ein individuelles Aktivierungswort gestartet. Seitdem haben die Münchner das System beständig weiterentwickelt, so wurde beispielsweise 2022 ein Amazon Alexa Custom Assistant für noch mehr Informationsvielfalt, schnellere Reaktion und besseres Verständnis integriert.
Die nächste Version, die BMW gerade auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas enthüllt hat, kann nochmal einiges mehr: Die Integration von Amazon Alexa+ in den BMW Intelligent Personal Assistant stellt einen deutlichen Technologiesprung dar, der einen erheblichen Mehrwert für den Kunden liefern soll. Denn Alexa+ bringt erstmals ein Large Language Model (LLM) in den BMW Intelligent Personal Assistant, also eine generative KI, die Sprache versteht und in der Lage ist, selbst zu formulieren. Also eine Art sprechendes ChatGPT für Auto, nur eben von Amazon und BMW.
Zum Verständnis wichtig: Beim klassischen Alexa-Sprachassistenten von Amazon, den BMW bisher im BMW Intelligent Personal Assistant verwendet, handelt es sich um ein befehlsbasiertes System, das spezifische, vordefinierte Sprachbefehle (Intents) erfordert, um Funktionen auszulösen. Das von Amazon neu entwickelte Alexa+ hingegen kann natürliche Sprache verstehen und eigene, flüssige Antworten formulieren. Dadurch können menschenähnliche Dialoge geführt werden.
Ein Beispiel, das BMW nennt: Auf die Frage „Hey BMW, welches ist das berühmteste Gemälde der Welt und wo kann ich es finden?“, folgt eine entsprechende Antwort , nämlich die Mona Lisa im Louvre in Paris. Das System kann diese Antwort direkt mit weiteren Fahrzeugfunktionen wie der Navigation verknüpfen. Mit dem Wunsch „Bring mich dorthin!“ ist zum Beispiel die direkte Zielführung zum Ausstellungsort des Kunstwerks möglich. Wie das obige Video zeigt, ist es im natürlichen Sprachdialog weiterhin denkbar, nach passenden Ladestopps auf dem Weg dorthin zu fragen und diese in die Routenplanung einzubauen. Und: Anders als ein herkömmliches Alexa-System versteht Alexa+ auch mehrere Anliegen auf einmal und kann sie entsprechend verarbeiten und beantworten, wie man direkt am Anfang des Videos sehen kann.
BMW ist der erste Autohersteller, der Alexa+ in seine Fahrzeuge bringt. „Unsere Partnerschaft mit Amazon basiert auf einer gemeinsamen Vision technologischer Exzellenz“, sagt der zuständige BMW-Manager Stephan Durach. „Hieraus ist ein Produkt entstanden, das bei der Interaktion Mensch-Fahrzeug durch den Einsatz Künstlicher Intelligenz neue Maßstäbe in der Natürlichkeit der Interaktion setzt. Mit der Erweiterung des BMW Intelligent Personal Assistant durch Alexa+ von Amazon wird das Fahrzeug zu einem intelligenten Begleiter seiner Nutzer.“
BMW bringt Alexa+ als erstes in den neuen vollelektrischen BMW iX3, und zwar „spätestens ab der zweiten Jahreshälfte 2026“ in Deutschland und den USA. Basis im BMW iX3 ist das neue Bedienkonzept BMW Panoramic iDrive mit BMW Operating System X. Weitere Märkte und Modellreihen sollen schrittweise folgen.
Wie es sich für eine Elektronikmesse gehört, hebt BMW auf der CES ansonsten auch noch einige Entertainment-Funktionen des neuen iX3 hervor: Neben dem Streamingdienst Disney+ haben Kunden im BMW iX3 Zugang zur Video-App. Sie ermöglicht bei stehendem Fahrzeug Video-Streaming auf dem Zentral-Display mit einer kontinuierlich wachsenden Anzahl von Inhalten wie News, Live- und On-Demand-Streaming. Der BMW ConnectedDrive Store wird wiederum bald erstmals auch die YouTube Music App enthalten und damit das Angebot von weltweit mehr als 85 Apps in den Kategorien Musik & Audio, Entertainment, Gaming, News, Travel & Local ergänzen. Mit der Zoom-App kann im Stand erstmals auch Video-Telefonie auf dem Zentral-Display des iX3 genutzt werden. Sobald sich das Fahrzeug in Bewegung setzt, wird die Video-Übertragung gestoppt und das Gespräch kann über Audio nahtlos weitergeführt werden.
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