PowerCo bezieht Batteriematerialien von Cabot
Cabots Spezialmaterialien sollen die Leitfähigkeit und Effizienz von PowerCos Batterien verbessern. Wie umfangreich die Vereinbarung ausfällt, präzisieren die Partner dabei nicht. So bleiben das Auftragsvolumen, die finanziellen Details und die Laufzeit des Vertrags unklar. Die Amerikaner betonen lediglich, dass es sich bei dem Deal um „einen wichtigen Meilenstein für das strategische Wachstum von Cabot auf dem Markt für Batteriewerkstoffe“ handele.
In welchen Fahrzeugen die Batterien mit Cabot-Materialien zum Einsatz kommen, bleibt ebenfalls vage. Das Unternehmen mit Stammsitz in Boston spricht von Elektrofahrzeugen der nächsten Generation. Jeff Zhu, Executive Vice President von Cabot, ergänzt, dass seine Firma zu innovativen Lösungen beitrage, die den sich wandelnden Anforderungen des Marktes für Elektrofahrzeuge gerecht werden. Wahrscheinlich ist also, dass sich die Zulieferung auf Produktanläufe der kommenden Jahre bezieht.
„Diese Vereinbarung positioniert uns als einen der führenden Anbieter von leitfähigen Materialien auf dem europäischen Markt für Elektrofahrzeugbatterien“, betont Jeff Zhu weiter. „Darüber hinaus spiegelt sie die Stärke unserer Technologie und unsere Fähigkeit wider, die Produktion zu skalieren, um der wachsenden globalen Nachfrage gerecht zu werden.“ Die von PowerCo georderten leitfähigen Produkte von Cabot sind dabei Teil eines breiteren Portfolios an leitfähigen Additiven und Dispersionen, die die Amerikaner zur Verbesserung von Batterien entwickeln. Zu den Kunden zählt die Firma nicht nur Autobauer, sondern auch Hersteller von stationären Speichern und Unterhaltungselektronik.
Dass mit PowerCo nun ein deutsches Unternehmen Cabot zum Zulieferer kürt, dürfte auch damit zusammenhängen, dass das Spezialchemie-Unternehmen seit Frühjahr 2023 eine Präsenz in Deutschland hat. In Münster betreibt Cabot seitdem ein Technologiezentrum, das sich auf die technische Zusammenarbeit mit Kunden der gesamten EMEA-Region (Europe, Middle East and Africa) konzentriert. Und: Cabot verfügt nach eigenen Angaben in Europa bereits über Produktionskapazitäten für leitfähige Kohlenstoffadditive.
Und: Schon 2023 kündigte Cabot an, mit der Präsenz in Deutschland „seine Technologie-Engagements mit anderen Teilnehmern der Batterieindustrie durch verstärkte Zusammenarbeit und Innovation mit Batterieherstellern, Kunden und Partnern von Elektrofahrzeugen (EV) weiter zu stärken“. Sprich: Die Bostoner Firma suchte aktiv nach Kunden und Kooperationspartnern. Dazu trat Carbot seinerzeit auch der Europäischen Batterieallianz EBA bei. Mit PowerCo hat das Unternehmen nun auf Anhieb einen großen europäischen Batterieplayer als Kunden vorzuweisen.





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