Mazda bringt chinesischen Elektro-SUV im Sommer als CX-6e nach Europa

Der japanische Autobauer Mazda bringt den gemeinsam mit seinem chinesischen Partner Changan entwickelten EZ-60 nach Europa und benennt ihn in CX-6e um. Die Preisliste für das Elektro-SUV beginnt in Deutschland bei 49.990 Euro. (Update am Artikelende)

Mazda cx 6e min
Bild: Mazda

Der Mazda CX-6e stellt sozusagen das SUV-Pendant zu der vergangenes Jahr in Europa eingeführten E-Limousine Mazda 6e dar, die wiederum auf dem chinesischen Mazda EZ-6 basiert. Beide Modelle fußen auf Changans EPA-Plattform, auf der auch der Deepal S07 steht. In China kam der EZ-60, also das Pendant zum nun von Mazda auf der Brüssel Motor Show präsentierten Europamodell CX-6e, bereits vergangenen September auf den Markt – und zwar zu Preisen ab 119.990 Yuan (aktuell rund 14.700 Euro).

Doch wer dachte, dass das Elektro-SUV auch in Europa zu günstigen Preisen erhältlich sein wird, der dürfte nun eines besseren belehrt werden: „In die Ausstellungsräume der deutschen Mazda Partner rollt der neue Mazda CX-6e zu einem Preis ab 49.990 Euro im Sommer 2026“, wie es vom Unternehmen heißt. Natürlich sind der Import aus China, wo das Auto auch für den europäischen Markt gebaut wird, und die hohen EU-Zollsätze auf chinesischen E-Autos ein Preistreiber. Und umgekehrt orientiert man sich sicher auch an der Preisgestaltung anderer Modelle für Europa: So startet die E-Limousine Mazda6e bei 44.990 Euro.

Doch zum Auto selbst: Der CX-6e ist 4,85 Meter lang, 1,94 Meter breit und 1,62 Meter hoch. Der Radstand beträgt 2,90 Meter. Der 468 Liter große Kofferraum lässt sich durch Umklappen der zweiten Sitzreihe auf 1.434 Liter erweitern. Unter der Fronthaube gibt es einen Frunk mit 83 Litern Fassungsvermögen, der sich z.B. für die Aufbewahrung eines Ladekabels eignet.

Batterie mit 78 kWh, Heckmotor mit 190 kW

Eine 78-kWh-Batterie (LFP) versorgt den an der Hinterachse sitzenden Elektromotor. Dieser Heckmotor leistet 190 kW und verfügt über ein Drehmoment von 290 Nm. Damit handelt es sich also um die selben Maße und Leistungsdaten wie bei der China-Version EZ-60.

Interessant ist die Reichweitenangabe: Während Changan Mazda beim recht optimistischen Testzyklus CLTC von rund 600 Kilometern sprach, beträgt die vorläufig ermittelte WLTP-Reichweite 484 Kilometer. Die DC-Schnellladeleistung liegt bei bis zu 195 kW. Damit soll das Aufladen der Batterie von 10 auf 80 Prozent in 24 Minuten möglich sein. Für das Laden an der heimischen Wallbox oder öffentlichen AC-Ladern ist ein On-Board-Charger mit 11 kW verbaut. Eine Wärmepumpe gehört zum Serienumfang.

„Der neue Mazda CX-6e bringt unseren menschenzentrierten Ansatz ins Elektrozeitalter und kombiniert großartiges Design, Fahrspaß und fortschrittliche Technologie für unsere Kunden in Europa“, sagt Martijn ten Brink, Präsident und CEO von Mazda Motor Europe. „Unser neuestes Elektrofahrzeug bietet die Effizienz und Leistung, die unsere Kunden erwarten und unterstützt gleichzeitig das übergeordnete Ziel von Mazda, den CO₂-Ausstoß zu reduzieren und unser vollelektrisches Fahrzeugportfolio zu erweitern. Zusammen mit dem kürzlich vorgestellten Mazda6e beschleunigt er unsere Elektrifizierungsstrategie und stärkt unseren Multi-Solution-Ansatz.“

Die Fahrwerksabstimmung, Lenkung, Bremsen und das gesamte Fahrverhalten hat Mazda in seinem europäischen Forschungs- und Entwicklungszentrum in Oberursel bei Frankfurt/Main für die Anforderungen europäischer Straßen optimiert. Drei Fahrmodi ermöglichen es dem Fahrer, Beschleunigungscharakteristik, Rekuperation und Lenkunterstützung an persönliche Vorlieben anzupassen.

Ultrabreiter Touchscreen und viele Assistenzsysteme

Der Innenraum wird von einem Cockpit mit ultrabreitem 26,45-Zoll-Touchscreen im 32:9-Format geprägt, der Fahrer und Beifahrer mit personalisierten Informationen versorgt. Ergänzend gibt es ein Head-up-Display, das unter anderem Navigationshinweise direkt in das Sichtfeld des Fahrers projiziert.

Der Elektro-SUV ist serienmäßig mit einer Palette von Fahrerassistenzsystemen wie Smart Brake Support, Spurhalteassistent und Blind Spot Monitoring ausgestattet. Dabei verfügt jedes Modell über neun Airbags sowie ein Netzwerk aus hochauflösenden Kameras, Millimeterwellenradar und Ultraschallsensoren, die die Sichtbarkeit und Wahrnehmung verbessern. Ein Occupancy Monitoring System warnt zudem, wenn Kinder oder Haustiere im Fahrzeug zurückgelassen werden.

Update 11.02.2026: Mazda hat jetzt den Vorverkauf für den neuen CX-6e gestartet: Das vollelektrische Crossover ist ab sofort bei den Mazda-Händlern in Deutschland bestellbar. Die Auslieferungen an Kunden beginnen –wie oben berichtet – voraussichtlich im Sommer 2026. Die Preise für den neuen Mazda CX-6e beginnen bei 49.990 Euro für die Ausstattungslinie Takumi, die Variante Takumi Plus ist ab 52.990 Euro bestellbar.

Im Privatkunden-Leasing ist der CX-6e zum Bestellstart etwa ab 499 Euro pro Monat (brutto) verfügbar – in dem Leasing-Beispiel ohne Sonderzahlung liegt die Laufzeit bei 48 Monaten und die Laufleistung bei 10.000 Kilometern pro Jahr. Je nach individuellem Angebot können sich die Raten natürlich ändern. Wer die angekündigte, neue E-Auto-Förderung in voller Höhe erhält, kann laut Mazda den CX-6e ab 364 Euro pro Monat (brutto) leasen. Im Gewerbekunden-Leasing (ohne Förderung) startet die monatliche Rate bei 399 Euro netto.

mazda-press.com, mazda-press.com, mazda.de (beide Update)

3 Kommentare

zu „Mazda bringt chinesischen Elektro-SUV im Sommer als CX-6e nach Europa“
Battie
11.01.2026 um 20:42
Das Design ist exquisit, innen wie außen, dabei der Preis nicht unattraktiv. Plötzlich scheint Tesla rein vom optischen Eindruck nicht mehr das modernste zu sein ...
Obelix
12.01.2026 um 08:14
Zu breit für die meisten Parkplätze.Leider ein Trend bei fast allen Herstellern. Wie soll ich die normale Tür noch öffnen und mich zwischen den Autos noch rausquetschen? Meine Tiefgarage wächst nicht mehr und viele Parkplätze in den Städten eher auch nicht.Es wird Zeit für das autonome Auto, was mich absetzt und dann für den nächsten Kunden da ist.
mican0974
30.01.2026 um 12:36
Schade, dass Mazda das schicke Exterieur nicht auch im Interieur weitergeführt hat. Nur noch ein großer Zentralmonitor, ansonsten keine Instrumente hinterm Lenkrad (außer HUD), also ganz so wie bei Tesla... musste das sein? Ich fand es erfrischend, dass es bisher bei Mazda noch immer Rundinstrumente gab (diese in digitaler Form wären ja auch voll ok, hat mein MX-30 auch). Aber so... ok, Geschmackssache, aber meins ist das nicht. Schade, denn der CX-6e wäre ein heißer Kandidat für die Nachfolge meines MX-30 gewesen. Vielleicht ist der chinesische Einfluss da dann doch zu groß gewesen für Mazda.

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