Europäisches Joint Venture für Feststoffbatterie-Materialien gegründet
Das neue Joint Venture soll helfen, die europäische Wertschöpfungskette für die Batterieproduktion zu stärken, und zwar speziell für die neuartigen Feststoffakkus. Diese gelten als Technologie der Zukunft und sollen eine höhere Energiedichte, schnelleres Laden, höhere Reichweiten und verbesserte Sicherheit als herkömmliche Lithium-Ionen-Akkus bieten. Das soll u.a. dadurch gelingen, dass in dem neuartigen Batterietyp der flüssige, oft brennbare Elektrolyt durch ein festes, ionenleitendes Material ersetzt wird.
Und für genau solche Festkörperbatterien will Argylium die passenden Materialien entwickeln. Diese sollen Sulfid-basiert sein und nur für All-Solid-State-Batterien (ASSB) eingesetzt werden, die komplett ohne flüssige Inhaltsstoffe auskommen.
Dabei baut das Joint Venture auf dem erfolgreichen Betrieb einer Pilotlinie für Festkörperbatterien in La Rochelle durch Syensqo sowie mehr als einem Jahrzehnt Technologieentwicklung in dessen Labor in Paris auf. Die Axens-Gruppe wiederum bringt ihre Expertise in den Bereichen Prozessdesign, industrielle Skalierung und globaler Betrieb von Industrieanlagen für anorganische Chemie ein. Zudem bringt sich auch das Forschungszentrum IFP Énergies nouvelles (IFPEN) in das Joint Venture ein, das u.a. schon lange an oxid- und sulfidbasierten Materialien forscht.
„Die Gründung von Argylium ist ein wichtiger Schritt, um Festkörperbatteriematerialien marktreif zu machen. Durch die Zusammenarbeit mit Axens und IFPEN verbessern wir die Chancen für eine erfolgreiche Skalierung der Pilotinnovationen von Syensqo und tragen dazu bei, die Ambitionen Europas im Bereich Elektrifizierung und Energiespeicherung voranzutreiben“, erläutert Thomas Canova, Head of R&I bei Syensqo.
Argylium plant, mit führenden europäischen Forschungseinrichtungen, Automobilherstellern, Herstellern fortschrittlicher Batterien und Partnern aus dem Bereich Energietechnologie zusammenzuarbeiten, um eine nachhaltige und wettbewerbsfähige Festkörperbatterieindustrie aufzubauen.





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