Opel-Chef: Elektro-Manta kommt nicht vor 2030
In einem Interview mit dem Spiegel erklärte Huettl. „Der Manta ist ein Modell mit riesigem emotionalem Potenzial. Wir haben unsere mittelfristigen Prioritäten aber neu sortiert: Zuerst erneuern wir den Corsa und unser SUV-Segment. Das Manta-Projekt existiert, es gibt Designmodelle – aber vor 2030 wird keines dieser Modelle auf den Markt kommen.“
Ein elektrischer Manta ist seit Jahren bei Opel in der Planung – doch über diese Planungsphase hinaus hat es die Neuauflage des Opel-Kultmodells noch nicht gebracht. Noch unter dem ehemaligen Opel-Chef Michael Lohscheller wurde im Sommer 2021 angekündigt, dass die Rüsselsheimer Stellantis-Tochter bis „Mitte des Jahrzehnts“ mit dem Manta-e ein besonders emotionales E-Modell auf den Markt bringen wolle. Das hatte sich nach den vielen positiven Reaktionen auf das im Mai 2021 vorgestellte Konzept Manta GSe ElektroMOD abgezeichnet (Artikelbild).
Da es danach sehr ruhig um den Manta geworden war, kamen Anfang 2024 Gerüchte auf, Opel habe das Projekt eingestellt – die angekündigte „Mitte des Jahrzehnts“ nahte und es gab keine konkreten Anzeichen auf eine nahende Premiere oder Serienproduktion. Huettl selbst betonte in einem Interview im April 2024, dass das Projekt Fortschritte mache – und eben nicht auf Eis liege.
Doch seitdem ist der Elektro-Manta wieder in der Versenkung verschwunden. Auf die konkrete Frage, wann Huettl den Manta zurückbringe, antwortet der Opel-Chef auch zunächst lachend: „Diese Frage werde ich vermutlich nie los.“ Doch, könnte er – wenn er das Modell auf den Markt bringt.
In dem kurzen Interview äußert sich Huettl auch zu den neuen CO2-Zielen der EU, die im Dezember als Teil des „Auto-Pakets“ vorgestellt wurden. Opel selbst hatte ursprünglich geplant, ab 2028 nur noch Elektroautos zu verkaufen. „Wir hatten eine sehr ambitionierte Strategie, die wir regelmäßig überprüfen. Wir haben klar gesehen, dass die Hochlaufgeschwindigkeit im Markt und beim Ausbau der Ladeinfrastruktur hinter unseren Erwartungen zurückbleibt“, so Huettl. „Wir sind froh, dass etwas Bewegung in die Regulierung gekommen ist. Es bleiben aber zentrale Punkte ungelöst: Schon das CO₂-Ziel für 2030 ist aus heutiger Sicht kaum erreichbar.“





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