Hyundai bringt den Elektro-Staria als Camper – vielleicht
Das Einzelstück soll zeigen, „wie sich der Van zu einem Freizeitfahrzeug entwickeln könnte, das speziell auf den europäischen Markt zugeschnitten ist“, so Hyundai. „Angesichts der steigenden Nachfrage nach Elektromobilität und Erlebnisreisen in ganz Europa suchen Kunden zunehmend nach Fahrzeugen, die Alltagstauglichkeit mit der Freiheit verbinden, unabhängig und komfortabel zu reisen.“
Und Hyundai kann sich vorstellen, diese Nachfrage mit einem Campervan auf Staria-Basis zu bedienen. Auf der Messe CMT (Carvan, Motor und Touristik) in Stuttgart wird nicht nur das Concept Car ausgestellt, die Besucher sollen vor Ort auch „direktes Feedback“ geben sollen. „Diese Erkenntnisse werden dazu beitragen, das Interesse am Staria als Camper-Van zu bewerten und fließen in die mögliche Entwicklung einer Serienversion des Konzepts ein“, schreibt Hyundai.
Sollte es zu einer Serienversion kommen, ist dieses „als vollelektrisches Fahrzeug auf Basis des Staria Elektro geplant“, wie vorab schon festgehalten wird. Jenen Staria Elektro hat Hyundai erst vor wenigen Tagen auf der Automesse in Brüssel vorgestellt. Den außergewöhnlich designten Van hat Hyundai seit 2021 im Angebot, bisher aber nur als Benziner oder Vollhybrid. Mit dem Facelift soll im ersten Halbjahr 2026 auch ein Batterie-elektrischer Antrieb folgen. Dabei bedienen sich die Koreaner bei der hauseigenen Technik der E-GMP-Modelle: Der 84,0 kWh große Akku und der 160-kW-Antrieb sind zum Beispiel aus dem Ioniq 5 bekannt. Als einer der wenigen E-Vans setzt der Staria somit auf ein 800-Volt-System und hohe Ladeleistungen. Die Reichweite des 5,26 Meter langen Autos soll aber wohl bei geschätzt rund 400 Kilometern nach WLTP liegen, ein finaler Wert liegt hier noch nicht vor.















Für das Staria Camper Concept wurde etwa ein vollständig integriertes, elektrisch betätigtes Aufstelldach verbaut. „Das Aufstelldach wurde so konstruiert, dass es die aerodynamische Effizienz des Staria bewahrt und gleichzeitig Windgeräusche und Turbulenzen während der Fahrt reduziert“, so Hyundai. „Es ist aus dem gleichen hochwertigen Material in Wagenfarbe gefertigt wie der Rest des Daches und lässt sich mühelos per Knopfdruck hoch- und herunterfahren.“
Außen in das Aufstelldach sind auch Solarpaneele mit 520 Watt Peak-Leistung integriert. An einem Tag mit fünf Sonnenstunden sollen so bis zu 2,6 kWh Strom erzeigt werden können – für die Antriebsbatterie oder einen längeren, autonomen Betrieb des Campers ohne Netzstrom. An Bord ist etwa ein 36-Liter-Kühlschrank verbaut. Zudem können die Einzelsitze vorne um 180 Grad gedreht werden. Im hinteren Bereich lassen sich die Sitze per Knopfdruck flach umklappen, wodurch der Innenraum schnell in einen Schlafbereich für zwei Personen verwandelt wird. Auch ein kleines Spülbecken, eine Außen-Dusche und eine Markise sind in den Camper integriert.
Zwar soll ein mögliches Serienmodell rein elektrisch werden, das auf der Messe ausgestellte Einzelstück ist es aber wohl noch nicht. Die von Hyundai veröffentlichten Pressebilder zeigen vorne einen großen Kühlergrill mit Kupfer-farbenen Akzenten. Die in Brüssel vorgestellte Elektro-Version hat aber eine geschlossene Front, in die auch der Ladeanschluss integriert ist.





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