Chery will noch 2026 erstes E-Auto mit Festkörperbatterie herausbringen
Wie berichtet hat Chery vergangenen Oktober einen Prototypen einer Feststoffbatterie mit einer Zellenergiedichte von 600 Wh/kg vorgestellt. Dieser Akku wurde vom Chery Solid-State Battery Research Institute entwickelt und verwendet ein in-situ polymerisiertes Festelektrolytsystem in Kombination mit lithiumreichen Mangan-Kathodenmaterial.
Wie CarNewsChina nun berichtet, will Cherys Marke Exeed noch in diesem Jahr ein erstes E-Auto mit diesem Feststoffakku ausstatten. Und zwar den Liefeng, einen Shooting Brake, der eine Reichweite von 1.500 km erreichen soll, vermutlich im chinesischen Testzyklus CLTC. Und das sogar bei bitterkalten Temperaturen von -30 °C – ein Novum für E-Autos. Chery spricht denn auch von „unübertroffener Leistung bei Minustemperaturen“. Das Unternehmen gibt an, dass die Batterien bei -30 °C zuverlässig funktionieren.
Darüber hinaus wird erwartet, dass der Liefeng mit einer 800-V-Architektur und einem 30.000 U/min starken Elektromotor ausgestattet sein wird und eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in unter 3 Sekunden sowie eine Höchstgeschwindigkeit von 260 km/h erreichen soll, wie CarNewsChina weiter berichtet.
Anfang Dezember 2025 hatte Chery bereits bekanntgegeben, dass der Exeed ES8 Shooting Brake das erste Exeed-Modell mit Festkörperbatterie sein wird und eine rein elektrische Reichweite von 1.000 km erzielen soll. Die Frontpartie beider Modelle ähnelt sich stark.
Chery plant, die Fahrzeuge mit Feststoffakkus stufenweise einzuführen. Zunächst soll eine überschaubare Flotte nur im Fahrdienst- und Mietwagenmarkt eingesetzt werden, wobei fleißig Betriebsdaten gesammelt und ausgewertet werden sollen. Eine Großserienproduktion steht dann ab 2027 an.
Feststoffakkus gelten als großer Hoffnungsträger für den E-Auto-Bereich: Zum einen enthalten sie keine brennbaren flüssigen Komponenten – der Betrieb ist also deutlich sicherer. Zum anderen versprechen Festkörperbatterien höhere Energiedichten. Letzteres führt dazu, dass in den Batterien deutlich mehr Energie gespeichert werden kann, was wiederum höhere Reichweiten oder auch leichtere Fahrzeuge ermöglichen kann. Ein wichtiger westlicher Player in dem Bereich ist QuantumScape, an dem sich VW bereits 2012 beteiligt hat und dessen Technologie die Wolfsburger perspektivisch lizenzieren wollen, um die Feststoffzellen dann selbst von seiner Batterietochter PowerCo bauen zu lassen. Factorial, wie QuantumScape ebenfalls aus den USA, hat wiederum Mercedes-Benz und Stellantis als strategische Investoren gewonnen.





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