Von 73 auf 65 Cent/kWh: Fastned bietet App-Kunden 10%-Rabatt

Fastned führt einen neuen Preisvorteil für registrierte App-Kunden ein. Ab sofort gibt es im gesamten europäischen Netzwerk von Fastned einen Rabatt von zehn Prozent pro Kilowattstunde auf alle Ladevorgänge, die über die Fastned-App mit einer Debit- oder Kreditkarte bezahlt werden.

Fastned ladestation charging station buederich
Bild: Fastned

Der Rabatt gilt an allen 400 Schnellladestationen von Fastned, die sich inzwischen über neun europäische Länder verteilen. In Deutschland betreibt das Unternehmen gut 50 Standorte. Voraussetzung für den Preisnachlass ist eine Debit- oder Kreditkarte als Standard-Zahlungsmittel in der Fastned-App. Dabei gilt der Rabatt sowohl für Bestands- als auch für Neukunden – und ohne monatliche Grundgebühr. „Besonders Kund:innen, die regelmäßig bei Fastned laden, erhalten eine zusätzliche Belohnung für ihre Treue – ganz ohne Abo-Bindung“, so Fastned in einer begleitenden Mitteilung. Einen Zeitraum für die Rabattaktion nennen die Niederländer darin nicht.

Und was bedeutet der Rabatt nun konkret für die Geldbörse? Laut Fastned-App fällt der Preis beim Laden von regulär 73 Cent/kWh auf 65 Cent/kWh. Wer ein Abo mit einer Grundgebühr von 11,99 Euro/Monat zahlt, für den rechnet Fastned im Rabatt-Fall nur noch 51 Cent/kWh ab. Neben dem konkreten Preisvorteil können E-Auto-Fahrer über die App u.a. Routen planen und die Autocharge-Funktion nutzen, mit der die Ladevorgänge nach einmaliger Registrierung automatisch starten. Fastned betont, dass es dabei für den 10%-Nachlass keinen Unterschied mache, ob es sich um einen App-initiierten Ladevorgang oder eine solche Autocharge-Session handelt.

„Uns bei Fastned ist es wichtig, Schnellladen im Alltag so komfortabel und einfach wie möglich zu machen. Damit das gelingt, braucht es eine flächendeckende Ladeinfrastruktur mit exzellentem Kundenerlebnis, fairen Preisen und ohne langfristige Bindung“, sagt Linda Boll, Country Director Fastned Deutschland. „Da immer mehr Elektrofahrer:innen uns über die Landesgrenzen hinweg als ihren bevorzugten Schnellladepartner wählen, möchten wir über unseren App-Discount ein zusätzliches attraktives Angebot schaffen, das genau diese Bedürfnisse im Alltag unterstützt“, so Boll.

fastnedcharging.com

18 Kommentare

zu „Von 73 auf 65 Cent/kWh: Fastned bietet App-Kunden 10%-Rabatt“
Andy
20.01.2026 um 11:03
11,99 Euro/Monat und trotzdem 51 Cent/kWh? Das kann sich doch niemand freiwillig antun.
Why Not?
20.01.2026 um 11:33
Tanken war und ist direkt an der Autobahn auch immer teurer, aber Ladepreise über 50 Cent pro kWh sind Abzocke, ob mit App, Ladekarte oder Ad - Hoc ❗️
David W
20.01.2026 um 11:44
Es ist einfach eine bodenlose Frechheit wie teuer das Laden an öffentlichen Ladepunkten ist. Wenn man das selten nutzt irgendwie zu verkraften, aber wenn man darauf angewiesen ist und nicht 90% zu Hause laden kann oder eine halbwegs günstige LIDL Ladestation um die Ecke hat macht ein E-Auto rein finanziell gesehen leider keinen Sinn. Hat die Politik wieder einmal grandios verpennt das hier eventuell Handlungsbedarf bestünde.
Daniel
21.01.2026 um 08:28
Verstehe ich nicht. Bei einem öffentlichen Ladebedarf von 3.000 kWh pro Jahr (ohne Lademöglichkeit zu Hause) liegt man bei EnBW oder Ionity inkl. Grundgebühr bei 43-44 cent, bei Tesla in vielen Fällen sogar darunter. Das ist nicht billig, aber ganz sicher auch nicht grandios zu teuer.
Nab
20.01.2026 um 13:11
Wollen die keinen Strom verkaufen, oder haben die neuen Quartalszahlen für einen Überflug gesorgt? Wo sind denn 65 Cent fair? Und dafür soll ich mir wieder eine weitere App aufs Handy laden. Ne lass mal!
Micha
20.01.2026 um 13:13
Immer noch richtig freche Preise im Vergleich zu den Mitbewerbern a la EnBW, Ionity, EWE etc.
Mr. Floof
20.01.2026 um 14:27
Also statt "sehr teuer" nur noch "teuer" und das eh schon teure Abo lohnt sich noch weniger. Nee, Fastned. Ihr bleibt in meiner Ladeplanung in der Rubrik "Vermeiden".
Ulrich Meier
20.01.2026 um 22:35
Da steh ich voll und ganz dahinter! Wer zu Hause keine Wallbox hat, ist nach wie vor der Dumme, der den Abzockern auf Gedeih und Verderb hilflos ausgeliefert ist.
Peter
20.01.2026 um 15:46
Wer tut sich denn den Spaß mit der Fastned-App für 65 Cent an, wenn man mit der Ewe Go Karte/App für 62 Cent dort laden kann? Immer noch zu teuer, aber wenn ich mir anschaue, dass AC-Laden bei mir minimal 49 Cent und üblicherweise 52-59 Cent kostet, ist das noch in verhältnismäßig ok. Auch aufgrund störanfälliger und nervig zu bedienender öffentlicher Ladesäulen hoffe ich, dass ich möglichst schnell privat laden kann. Selbst mit hohen Ladeverlusten bei Schukosteckern ist man noch viel günstiger unterwegs, als an öffentlichen Ladesäulen zur Zeit.
FM
20.01.2026 um 15:59
Verstößt klar gegen AFIR und dürfte von jedem Gericht als Diskriminierung eingestuft werden. EWE hat sich damit schon die Finger verbrannt. Die AFIR schreibt klar vor, jede/n KundIn gleich zu behandeln, egal ob Zahlung per App oder Karte.Weiterhin sehr schade, dass es bei Fastned noch keinen wirklich guten Tariff gibt, ähnlich EnBW mit ca. 12 Euro Grundgebühr und dann €0,39 je kWh.
Peter
21.01.2026 um 07:42
Gibt es da eine Beschwerdestelle oder lohnt sich das nicht, weil die CPO eh machen, was sie wollen und keine Behörde sich darum kümmert? Kaufland z. B . schreibt ganz offen auf seiner Webseite, dass man 25-65% (je nach Ladeleistung) draufzahlt, wenn man nicht über die eigene App zahlt.
FM
21.01.2026 um 11:06
"Die von den Betreibern öffentlich zugänglicher Ladepunkte berechneten Preise müssen angemessen, einfach und eindeutig vergleichbar, transparent und nichtdiskriminierend sein. Die Betreiber öffentlich zugänglicher Ladepunkte dürfen durch die berechneten Preise nicht zwischen Endnutzern und Mobilitätsdienstleistern oder zwischen verschiedenen Mobilitätsdienstleistern diskriminieren."Das sagt die AFIR. Allerdings muss dann wohl dagegen geklagt werden. Fraglich ob Privatleute dies tun
Hans Gnann
21.01.2026 um 19:52
Für Mieter im DACH-Raum ist Fastned - die sich auf Reisen und hochfrequentierte Straßen fokussieren - ohnehin nix. Und dass die deutsche Regierung die AFIR-Richtlinien nicht umsetzt kann man ihnen auch schwerlich vorwerfen.Ich schätze Fastned aus folgenden Gründen: a) der Kunde steht an erster Stelle, was ein kompetentes Serviceteam und eine Uptime von 99,9% beweisen b) als Start-up stemmen sie die 3-stelligen Mio.€-Beträge rein aus privaten Investoren, c) das Management achtet stets auf ESG-Kriterien. Daher unterstützte ich Fastned - auf meinen ca. 15 Langstrecken im Jahr, weil es wichtig ist, dass wir beim Laden mehr Vielfalt haben als Öl-Multi's und Energieversorger.
Mimmy Mose
21.01.2026 um 23:01
Volle Zustimmung!
Jörg
23.01.2026 um 17:08
Im Verhältnis zu enbw oder ionity ist fastnet mit den 11€ Tarif unverhältnismäßig teurer. Machen Anbieter bietet 49Cent ohne Abo.
Mimmy Mose
23.01.2026 um 17:44
Ja, und? Fahr halt woanders Laden.
Svet
24.01.2026 um 10:05
Liebe Electrive Redakteure, warum findet sich nicht ein kritisches Wort zu diesem Zustand, der sich bei diesem Angebot ergibt? Weder kritisiert ihr die Nichteinhaltung der AFIR, noch den Preis selbst, geschweige denn diese ständige App-Bindung. Kritik gehört zum Journalismus! Man könnte annehmen, sie seien nicht pro e-Mobility.
MH
28.01.2026 um 13:41
Wenn man als App Nutzer einen Rabatt bekommt ist das keine Diskriminierung, sondern ein Preisvorteil den man gibt (siehe Paypal, REWE Bonus, etc.). Die AFIR schreibt vor, dass man ohne App Nutzung zum gleichen Standardpreis laden können muss (hier 0,73 Euro) und das ist eingehalten.

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